Inhalt des Artikels
Wie viel Strom produziert eine 15 kWp Photovoltaikanlage am Tag?
In Deutschland erzeugt eine 15 kWp Solaranlage im Durchschnitt zwischen 40 und 45 kWh Strom pro Tag. Allerdings stellt dieser Wert lediglich einen Mittelwert dar, der erheblichen Schwankungen unterliegt, abhängig von der Jahreszeit und weiteren Einflussfaktoren.
📌 Good-To-Know: Die Angabe „pro Tag“ ist in der Solarbranche eher unüblich. Fachleute rechnen typischerweise mit Monats- oder Jahreswerten, da diese aussagekräftiger sind und Wetterschwankungen besser ausgleichen.
Wie viel Strom produziert eine 15 kWp PV-Anlage im Sommer?
In den Sommermonaten Juni, Juli und August erreicht eine 15 kWp Photovoltaikanlage ihre Spitzenleistung. Pro Tag können Sie in dieser Zeit mit 60 bis 80 kWh rechnen, abhängig von den konkreten Wetterbedingungen. Besonders die langen Tage und der hohe Sonnenstand sorgen für optimale Bedingungen zur Stromerzeugung.
Wie viel Strom produziert eine 15 kWp PV-Anlage im Winter?
Während der Wintermonate Dezember, Januar und Februar fällt die Stromproduktion deutlich geringer aus. Eine 15 kWp Solaranlage erzeugt in diesem Zeitraum durchschnittlich nur 10 bis 15 kWh pro Tag. Grund dafür sind die kurzen Tage, der niedrige Sonnenstand und häufig bewölkter Himmel. Auch Schnee kann die Anlage bedecken und zu geringerem Ertrag führen.
👉🏼 EEAktuell empfiehlt: Lassen Sie sich von regionalen Anbietern für Ihre PV-Anlage beraten, damit Förderungen, Installationsaufwand und optimale Größe von Tag 1 an im Konzept enthalten sind. Mit unserem nachfolgenden Angebots-Finder bekommen Sie regionale Angebote – kostenfrei und unverbindlich.
Einflussfaktoren auf den Ertrag der PV-Anlage
Der tatsächliche Stromertrag Ihrer Photovoltaikanlage hängt von mehreren wichtigen Faktoren ab. Manche davon können Sie beeinflussen, andere liegen außerhalb Ihrer Kontrolle. Für eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Leistung sollten Sie alle relevanten Aspekte vor der Anschaffung berücksichtigen und gemeinsam mit einem Fachbetrieb berechnen.
Jahreszeit
Die Jahreszeit stellt den wichtigsten Einflussfaktor für die Stromproduktion dar. Während der Sommermonate erreichen PV-Anlagen ihre Höchstleistung, im Winter sinkt der Ertrag auf etwa 20-30 % des Sommerwerts.
| Monat | Durchschnittlicher Ertrag 15 kWp Anlage (kWh) |
|---|---|
| Januar | 450 |
| Februar | 750 |
| März | 1200 |
| April | 1500 |
| Mai | 1650 |
| Juni | 1650 |
| Juli | 1650 |
| August | 1500 |
| September | 1200 |
| Oktober | 900 |
| November | 450 |
| Dezember | 350 |
Wetter
Bewölkung reduziert den Ertrag erheblich, selbst im Sommer. An einem vollständig bedeckten Tag erzeugt Ihre Solaranlage nur etwa 10-20 % der möglichen Leistung. Nebel, Regen und Schnee verringern die Stromproduktion zusätzlich. Interessant ist trotzdem, dass durch moderne Technik auch bei diffusem Licht noch Strom produziert werden kann, allerdings deutlich weniger als bei direkter Sonneneinstrahlung.
Standort
Auch die geografische Lage in Deutschland beeinflusst den Jahresertrag pro installiertem kWp. Süddeutschland profitiert von höherer Sonneneinstrahlung als der Norden, jedoch sind die Unterschiede nicht sonderlich stark.
| Bundesland | Jahresertrag (kWh) |
|---|---|
| Bayern | 15.750 |
| Baden-Württemberg | 15.500 |
| Rheinland-Pfalz | 15.000 |
| Hessen | 14.750 |
| Nordrhein-Westfalen | 14.500 |
| Sachsen | 14.500 |
| Niedersachsen | 14.250 |
| Brandenburg | 14.250 |
| Schleswig-Holstein | 14.000 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 14.000 |
Ausrichtung und Neigung
Optimal ausgerichtete Solarmodule nach Süden mit einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad liefern den höchsten Ertrag. Abweichungen reduzieren die Leistung, wobei Ost-West-Ausrichtungen besonders für den Eigenverbrauch interessant sein können. Sie verteilen die Stromproduktion gleichmäßiger über den Tag, senken aber den Gesamtertrag um etwa 10-20 %.
📌 Quick-Tipp: Nutzen Sie unseren Neigungswinkelrechner, um die optimale Ausrichtung für Ihre Dachfläche zu ermitteln. Bereits kleine Anpassungen können den Jahresertrag um mehrere hundert kWh steigern.
Tageszeit
Die Stromproduktion folgt einem charakteristischen Tagesverlauf. Zwischen 11 und 15 Uhr erreicht Ihre Anlage die höchste Leistung, während morgens und abends nur geringe Erträge anfallen. Im Sommer beginnt die nennenswerte Produktion bereits gegen 6 Uhr morgens und endet erst gegen 20 Uhr. Winterliche Tage bieten dagegen nur ein kurzes Zeitfenster von etwa 9 bis 16 Uhr für relevante Stromerzeugung.
Die besten 15-kWp-Solanlagen mit Speicher
In unserem Vergleich entdecken Sie Preis-Leistungs-Testsieger unter den besten 15-kWp-Solaranlagen inkl. Speicher.
Wie wird der tägliche Stromertrag berechnet?
Der tägliche Stromertrag eignet sich nicht als verlässliche Planungsgröße. Zu stark schwanken die Werte durch Wettereinflüsse und jahreszeitliche Unterschiede. Fachleute arbeiten daher mit Jahreswerten, die aussagekräftige Durchschnittswerte ermöglichen. Monatliche Betrachtungen helfen zusätzlich, saisonale Muster zu erkennen und den Eigenverbrauch zu optimieren.
Formel zur Berechnung des Jahresertrags:
Jahresertrag (kWh) = Anlagenleistung (kWp) × Spezifischer Ertrag (kWh/kWp)
Für Deutschland liegt der spezifische Ertrag zwischen 900 und 1.100 kWh pro kWp, abhängig vom Standort. Bei einer 15 kWp Anlage ergibt sich somit:
15 kWp × 950 kWh/kWp = 14.250 kWh (Norddeutschland)
15 kWp × 1.050 kWh/kWp = 15.750 kWh (Süddeutschland)
Teilen Sie den Jahresertrag durch 365 Tage, erhalten Sie den durchschnittlichen Tageswert. Beachten Sie jedoch, dass der tatsächliche Tagesertrag erheblich von diesem Durchschnitt abweichen kann.
Lohnt sich eine 15 kWp Photovoltaikanlage in Deutschland?
Eine 15 kWp Solaranlage lohnt sich für die meisten Hausbesitzer:innen in Deutschland deutlich. Mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 bis 5.000 kWh pro Jahr in einem Einfamilienhaus produziert eine solche Anlage etwa das Dreifache Ihres Bedarfs. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist und mit der Einspeisevergütung von aktuell etwa 7 bis 8 Cent pro Kilowattstunde vergütet.
Gleichzeitig senken Sie Ihre Stromkosten erheblich, da selbst erzeugter Solarstrom Sie nur noch 8 bis 12 Cent pro kWh kostet, während Netzstrom durchschnittlich 30 bis 40 Cent pro kWh kostet.
Insbesondere mit Speicher erhöht sich der Eigenverbrauch auf 50-70 %, was die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert. Ein 15 kWh Speicher passt gut zu einer 15 kW Anlage und ermöglicht die Nutzung von Solarstrom auch abends und nachts. Die Investition amortisiert sich typischerweise nach 10 bis 14 Jahren, bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren für die Solarmodule.