Gibt es nachhaltiges Festgeld wirklich?

Geprüft von
Jessica Dzikonski
Ein transparentes Sparschwein, gefüllt mit Euro-Münzen und -Banknoten, steht neben einem kleinen Spiral-Kalender mit einer grün hervorgehobenen Woche, der die Sparplanung und den Vergleich zwischen Tagesgeld und Festgeld vor einem pastellgrünen Hintergrund symbolisiert.
Das Thema Festgeld ist für viele Sparer:innen interessant, die ihr Geld sicher anlegen möchten. Diese Anlageform zeichnet sich durch eine feste Laufzeit und eine attraktive Verzinsung aus. Somit bietet Festgeld eine verlässliche Planungssicherheit. Besonders attraktiv ist, dass die Zinsen in der Regel höher ausfallen als bei klassischen Tagesgeldkonten. Ein Festgeldkonto ist für sich genommen weder nachhaltig noch nicht nachhaltig. Anders als bei einem Fonds erwerben Sie keinen Anteil an einem Windpark und finanzieren auch kein einzelnes Projekt. Sie leihen Ihrer Bank Geld, und die Bank entscheidet, wofür sie es verwendet. Ökologisch oder sozial wirksam ist deshalb nie das Produkt, sondern höchstens das Kreditgeschäft der Bank dahinter.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nicht das Festgeld ist grün, sondern höchstens die Bank: Ihre Einlage wirkt nur indirekt, über das, was die Bank damit refinanziert.
  • Prüfbar ist das an fünf Punkten: Ausschlusskriterien im Kreditgeschäft, Aufteilung des Kreditportfolios, Taxonomiequote, unabhängige Bewertungen und Eigentümerstruktur.
  • Feste Zinsen und feste Laufzeit machen den Ertrag exakt kalkulierbar, im Gegenzug ist das Kapital gebunden.
  • Einlagen bis 100.000 € pro Person und Bank sind gesetzlich abgesichert. Achten Sie darauf, welchem nationalen Sicherungssystem die Bank angehört.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Festgeld und was macht es ökologisch?

Eine Festgeldanlage, auch als Termingeld bekannt, ist eine Geldanlage, bei der Sie einen bestimmten Betrag für eine vorher definierte Laufzeit zu einem festen Zinssatz anlegen. Das bedeutet: Ihr Geld ist während des Zeitraums gebunden, Sie können es also nicht flexibel abheben, erhalten dafür aber einen im Vorfeld garantierten Ertrag.

Typische Merkmale sind:

  • Fester Zinssatz: unabhängig von Marktzinsbewegungen
  • Laufzeitbindung: meist 3 bis 120 Monate
  • Planbarkeit: Erträge sind im Voraus exakt kalkulierbar
  • Sicherheit: Einlagen bis 100.000 € sind in der EU gesetzlich abgesichert

Durch die Absicherung im Fall einer möglichen Insolvenz der Bank und die Tatsache, dass viele Banken konkurrenzfähige Konditionen bieten, bleibt das Festgeld ein verlässlicher Baustein im Portfolio.

Fünf prüfbare Kriterien für eine grüne Festgeld-Bank

Da das Festgeld an sich nicht pauschal als nachhaltig oder nicht bezeichnet werden kann, gilt es einen Blick auf die Bank hinter dem Angebot zu werfen. Nur weil eine Bank sich als sozial oder ökologisch darstellt, heißt das noch lange nicht, dass dem auch so ist. Anhand dieser fünf Kriterien lässt sich wirklich festlegen, wie grün die Bank tatsächlich ist:

  1. Ausschlusskriterien im Kreditgeschäft: Der erste Blick gilt der Frage, was eine Bank ausdrücklich nicht finanziert. Das ist in der veröffentlichten Kredit- oder Anlagerichtlinie nachzulesen, wobei die Schwellenwerte entscheidend sind. Ein Ausschluss ab 30 % Umsatzanteil aus Kohle ist etwas anderes als ein vollständiger Ausschluss.
  2. Zusammensetzung des Kreditportfolios: Ausschlüsse sagen, was nicht passiert. Das Kreditportfolio im Geschäftsbericht zeigt dagegen in Euro und Prozent, wie viel Kreditvolumen tatsächlich in erneuerbare Energien, ökologisches Bauen oder soziale Infrastruktur geflossen ist.
  3. Taxonomiequote und Green Asset Ratio: Diese Kennzahl aus dem Offenlegungsbericht nach Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung fällt bei fast allen Banken niedrig aus, ist dafür aber nach einheitlichen Regeln berechnet und damit als einziger Wert zwischen Banken vergleichbar.
  4. Unabhängige Bewertung von außen: Prüfungen durch Dritte wie der Fair Finance Guide, die Mitgliedschaft in der Global Alliance for Banking on Values oder eine B-Corp-Zertifizierung können Auskunft geben.
  5. Eigentümer- und Konzernstruktur: Eine Genossenschaft mit tausenden Mitgliedern hat andere Anreize als eine Banktochter, deren Mutterkonzern in anderen Geschäftsbereichen fossile Projekte finanziert.

Historische Entwicklung und aktuelles Zinsniveau

Die Festgeldanlage hat ihren Ursprung im Bankgeschäft. Schon im 20. Jahrhundert haben Banken Festgelder zur Refinanzierung von Krediten verwendet. Mit der Nullzinsphase geriet das Festgeldkonto in den Hintergrund. Doch seit den Zinserhöhungen erlebt die Festgeldanlage nun ein Comeback. 

Die Geldanlage in Festgeld wird also vor allem dann attraktiv, wenn in hohen Zinsphasen attraktive Renditen bei maximaler Sicherheit gesucht werden.

Infografik: Was ist Festgeld? Symbole zeigen Einzahlung, Kalender und Schloss für feste Laufzeit ohne Zugriff, am Ende Münzenstapel für garantierte Zinsen. Merkmale: feste Laufzeit, kein Zugriff, garantierter Zinssatz.
Beim Festgeld ist das Geld nach Einzahlung für den vereinbarten Zeitraum gebunden.

Wie funktioniert ein grünes Festgeldkonto?

„Grün“ heißt bei einem Festgeldkonto nicht, dass das Produkt anders funktioniert, sondern dass die Bank dahinter ihr Kreditgeschäft an ökologische und soziale Kriterien bindet. Technisch läuft die Anlage genauso ab wie bei jeder anderen Bank auch.

Sie haben das Gefühl, ein Festgeldkonto könnte genau das Richtige für Sie sein und wollen nun ein entsprechendes Konto eröffnen? Dann gehen Sie am besten wie folgt vor:

Schritt für Schritt:

  1. Auswahl eines Festgeldanbieters
  2. Definition der Laufzeit bei Festgeld (z. B. 12 Monate, 36 Monate)
  3. Festlegung des Zinssatzes (wird fixiert)
  4. Überweisung des Anlagebetrages
  5. Rückzahlung: Am Laufzeitende erhalten Sie Kapital inklusive der Zinsen.

In unserem Festgeld Vergleich können Sie sich weiter informieren, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Vor- und Nachteile von Festgeld auf einen Blick

Vorteile von FestgeldNachteile von Festgeld
Planungssicherheit: Die garantierten Zinssätze beim Festgeld bieten eine seltene Planbarkeit in unsicheren Zeiten.Kapitalbindung: Während der Laufzeit ist kein Zugriff möglich.
Hohe Sicherheit: Einlagen bis 100.000 € pro Kund:in und Bank sind durch staatliche Einlagensicherungssysteme geschützt.Opportunitätskosten: Steigen die Zinsen für Festgeld während der Laufzeit, profitieren Sie davon nicht.
Attraktivere Zinsen als beim Tagesgeld: Mehr Ertrag durch die in der Regel höheren Zinsen.Inflationsrisiko: Bei hoher Inflation kann die reale Kaufkraft sinken.

Wissenschaftlicher Exkurs zur Renditeberechnung von Festgeld

Der große Vorteil von Festgeld gegenüber schwankenden Anlagen ist, dass sich der Ertrag nicht schätzen lässt, sondern exakt berechnen. Zinssatz und Laufzeit stehen bei Vertragsabschluss fest, also steht auch der Endwert fest. Es gibt keine Kursentwicklung, die man modellieren müsste, und keine Renditebandbreite, sondern genau eine Zahl.

Berechnen lässt sich diese Zahl mit der Endwertformel der Zinseszinsrechnung. Sie zeigt zugleich, warum längere Laufzeiten überproportional wirken: Werden die Zinsen jedes Jahr mitverzinst, wächst das Kapital nicht linear, sondern exponentiell. Die folgende Grafik zeigt das an einem Beispiel mit 10.000 €, 3 % Zinsen und fünf Jahren Laufzeit.

Balkendiagramm, das die Wertentwicklung eines nachhaltigen Festgeldes in Höhe von 10.000 € bei einem Zinssatz von 3 % über einen Zeitraum von 5 Jahren zeigt, mit jährlichen Wertsteigerungen, den zusammengefassten Gesamtzinsen (1.593 €) und den Zinseszinsen (93 €).

Ohne Zinseszins läge der Ertrag bei fünf Mal 300 €, also 1.500 €. Die zusätzlichen 93 € entstehen allein dadurch, dass die Zinsen der Vorjahre selbst wieder verzinst werden. Bei fünf Jahren ist dieser Effekt noch klein, mit längerer Laufzeit und höheren Zinssätzen wächst er deutlich.

Wichtig: Diese Rechnung setzt voraus, dass die Zinsen jährlich dem Anlagebetrag gutgeschrieben werden. Zahlt die Bank die Zinsen endfällig oder auf ein Referenzkonto aus, entfällt der Zinseszinseffekt. Prüfen Sie deshalb im Vertrag, wie und wann die Zinsen gutgeschrieben werden.

Was passiert bei Kündigung eines Festgeldkontos?

Bei der Kündigung eines Festgeldkontos erhalten Kund:innen in der Regel zum Ende der vereinbarten Laufzeit das gesamte Kapital samt der bis zum Kündigungstermin angefallenen Zinsen zurück. Damit dies reibungslos funktioniert, muss die Kündigung meist schriftlich und rechtzeitig bei der Bank eingereicht werden, oft einige Tage vor Ablauf des Vertrags. Wird das versäumt, ist es möglich, dass sich das Festgeld automatisch um eine weitere Laufzeit verlängert, häufig zu einem niedrigeren Zinssatz.

Wollen Sie Ihr Festgeld vorzeitig kündigen, ist dies meist nur mit Zustimmung der Bank möglich und geht oft mit Nachteilen einher: So kann es zu erheblichen Zinsverlusten oder sogar Gebühren kommen, wodurch die Rendite deutlich sinkt. Deshalb ist es sehr wichtig, die genauen Vertragsbedingungen zu kennen und fristgerecht zu handeln, um finanzielle Einbußen und unerwartete Verlängerungen zu vermeiden.

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Tages- und Festgeld im Vergleich​

Wer sich mit risikoarmen Geldanlagen beschäftigt, vergleicht in der Regel Festgeld und Tagesgeld. Beide Geldanlagen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung sehr sicher, unterscheiden sich jedoch deutlich in Bezug auf die Flexibilität, das Renditepotenzial und den geplanten Anlagehorizont.

MerkmalFestgeldkontoTagesgeldkonto
FlexibilitätKeine vorzeitige VerfügungJederzeit verfügbar
VerzinsungHöher, fest vereinbartNiedriger, variabel
NutzungKapitalaufbau, planbare StrategieNotfallreserve, Liquidität

Tagesgeld gewinnt in puncto Flexibilität, während Festgeld hingegen für planbare Erträge steht. Wer auf sein Geld nicht jederzeit zugreifen muss, wird beim Festgeld oft mit höheren Zinsen belohnt, da es häufig attraktivere Konditionen gibt. Wenn Sie sich noch mehr Details zu den Unterschieden von Tagesgeld und Festgeld wünschen, lohnt sich ein Blick auf unseren detaillierten Beitrag Tages- und Festgeld im Vergleich.

Sie möchten verschiedene Zinshöhen vergleichen? Zu unserem Festgeldvergleich.

📌 Quick-Tipp: Beim Festgeldkonto gibt es verschiedene Zinsvarianten, die sich vor allem darin unterscheiden, wann und wie die Zinsen gutgeschrieben werden. Das kann einen starken Einfluss auf die Rendite haben, daher sollten Sie sich über Folgendes im Voraus informieren:

Endfällige Verzinsung: Zinsen werden vollständig am Laufzeitende ausgezahlt.
Periodische Verzinsung: Jährliche oder halbjährliche Ausschüttungen.
Zinseszins-Effekt: Bei Reinvestition der Zinsausschüttungen kann der Ertrag deutlich steigen.

Nutzen Sie unseren Festgeld-Rechner, um sich verschiedene Szenarien durchzurechnen.

Welche Festgeldstrategie passt zu mir?

Die Nachteile einer Festgeldanlage, wie das gebundene Kapital, können Sie mit den richtigen Strategien entkräften und die Vorteile des Festgeldes gezielter nutzen. Wer klug anlegt, kann die Einschränkungen minimieren und gleichzeitig von den sicheren und planbaren Zinsen beim Festgeld profitieren.

Laddering-Ansatz

Eine bewährte Strategie ist der sogenannte Laddering-Ansatz. Hierbei legen Sie Ihr Kapital gestaffelt in mehrere Festgeldkonten mit verschiedenen Laufzeiten an, beispielsweise à 1, 2 und 3 Jahre. Durch diese Staffelung haben Sie immer wieder Zugriff auf ein Teil Ihres Geldes, wenn einzelne Festgeldverträge enden. So bleiben Sie liquide und können flexibel auf Veränderungen am Geldmarkt reagieren. Bei steigenden Zinsen, lassen sich die auslaufenden Beträge zu den dann aktuellen besseren Zinssätzen wieder anlegen, so wird der Nachteil der langfristigen Zinsbindung beim Festgeld entschärft.

Eine Leiter neben einem Balkendiagramm mit ansteigenden Balken, die jeweils von einer Münze mit Dollarzeichen gekrönt werden. Ein Aufwärtspfeil zeigt von links nach rechts und symbolisiert finanzielles Wachstum - perfekt zur Veranschaulichung von Begriffen wie "Was ist Festgeld?" und steigende Gewinne.
Mit dem Laddering-Ansatz kann Festgeld flexibler gestaltet werden.

Kombination mit Tagesgeld

Eine weitere Strategie ist die Kombination von Festgeld mit Tagesgeld. Dabei bleibt ein Teil des Vermögens auf einem Tagesgeldkonto flexibel verfügbar, während ein anderer Teil als Festgeld präzise kalkulierbar angelegt wird. Diese Kombination ermöglicht es, kurzfristig auf unerwartete Ausgaben zu reagieren und gleichzeitig können Sie von den im Vergleich oft höheren Zinsen profitieren. Das Tagesgeldkonto bietet bei dieser Strategie die Chance, jederzeit auf Geld zuzugreifen, ohne Vertragsstrafen oder Zinsverluste befürchten zu müssen.

Unsere Empfehlung wenn man Tages- und Festgeld kombinieren möchte

Sie möchten sich nicht entscheiden und suchen einen nachhaltigen Anbieter, der beides anbietet? Wir empfehlen Ihnen die Umweltbank.

Ein grünes Auszeichnungsband mit einem Blattsymbol in der Mitte, das für Umweltfreundlichkeit oder eine Umweltleistung steht.

Für welche Anlageziele eignet sich ein grünes Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto eignet sich grundsätzlich für verschiedene Anlageziele, je nach Zeithorizont und persönlichen Werten rund um soziale oder klimafreundliche Eigenschaften. Da das Geld während der Laufzeit meist nicht zugänglich ist, bringt das Festgeldkonto nicht nur Chancen sondern auch Einschränkungen mit sich.

Für kurzfristige Sparziele

Für kurzfristige Ziele wie Auto, Hochzeit oder Urlaub eignet sich ein Festgeldkonto nur eingeschränkt. Das Geld in der Festgeldanlage ist über die Laufzeit fest angelegt und kann bis zum Ende nicht ohne Verluste abgehoben werden. Viele Banken bieten zwar Zinsen bei kurzen Laufzeiten, doch die fehlende Flexibilität ist nachteilig. Alternativen zum Festgeld, wie z.B. Tagesgeldkonten sind hier oft die bessere Wahl, da man jederzeit auf das Guthaben zugreifen kann. Dennoch kann es sinnvoll sein, Teile des Geldes fest anzulegen, um von höheren Zinssätzen zu profitieren.

Für mittelfristige Planung

Für mittelfristige Zwecke wie Immobilienfinanzierung oder Bildungskonten kann es sich anbieten ein Festgeldkonto zu eröffnen. Das angelegte Geld wird für zwei bis fünf Jahre mit einem festen Zinssatz verzinst. Die Geldanlage bietet somit eine Planbarkeit des Ertrags, da die Zinssätze von Anfang an feststehen.

📌 Quick-Tipp: In der Altersvorsorge spielt Festgeld eine Nebenrolle. Wegen der begrenzten Flexibilität und dem vergleichsweise niedrigen Ertrag ist es nicht als Hauptanlage geeignet. Dennoch kann es sich z.B. kurz vor dem Renteneintritt zum Kapitalerhalt eignen.

Festgeldanbieter national oder international wählen?

Wenn Sie Ihr Geld planbar und sicher anlegen möchten, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Banken, denn die Konditionen, Zinssätze und Laufzeiten unterscheiden sich teils deutlich von Anbieter zu Anbieter.

Was gilt wirklich bei der Einlagensicherung im In- und Ausland?

Deutsche Banken punkten mit hoher Einlagensicherung und transparenter Regulierung. Aber auch Festgeld im Ausland kann für Anleger:innen attraktiv sein, die von höheren Zinssätzen profitieren möchten, dabei sollten sie jedoch die jeweiligen Einlagensicherungen und steuerlichen Regelungen genau prüfen.

Steuern auf Festgeld im Überblick

Zinsen aus Festgeld sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und werden mit der Abgeltungsteuer von 25 % belegt, dazu kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuerschuld und gegebenenfalls Kirchensteuer. In Summe ergibt das 26,375 % ohne und rund 27,8 bis 28 % mit Kirchensteuer. Die Bank führt den Betrag automatisch ans Finanzamt ab, Sie müssen dafür nichts tun.

Sparer-Pauschbetrag und Freistellungsauftrag

Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag. Er liegt 2026 unverändert bei 1.000 € pro Person und Jahr, bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften bei 2.000 €. Rechtsgrundlage ist § 20 Abs. 9 EStG, die Höhe gilt seit 2023.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Freibetrag und Antrag: Der Pauschbetrag steht Ihnen gesetzlich zu, angewendet wird er aber nur, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Ohne diesen Auftrag zieht die Bank Steuern ab, auch wenn Sie unter der Grenze liegen.

📌 Good-To-Know: Bei Steuern auf Festgeld gilt: alle Zinserträge aus Festgeld unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Welche Alternativen gibt es zu Festgeld?

Wenn Sie nach Alternativen zum Festgeld suchen, um Ihr Kapital zu diversifizieren, stehen Ihnen diverse Optionen zur Verfügung, die sich in puncto Flexibilität, Risiko und potenzieller Rendite unterscheiden.

Neben dem Festgeld ist das Tagesgeld die bekannteste Alternative. Es bietet maximale Flexibilität, da das Guthaben jederzeit verfügbar ist und zur Liquiditätssicherung dient. Jedoch sind die Zinsen niedriger.

Der Sparbrief ist dem Festgeld ähnlich, da das Kapital ebenfalls für eine feste Laufzeit angelegt wird, oft mit endfälliger Zinszahlung oder einem über die Laufzeit ansteigenden Zinssatz.

Für Anleger:innen, die bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen, um potenziell höhere Erträge zu erzielen, eignen sich ETFs (Exchange-Traded Funds). Diese börsengehandelten Indexfonds bilden einen Marktindex ab und bieten durch die breite Streuung eine kostengünstige Möglichkeit, in Aktien- oder Anleihenmärkte zu investieren.

Fazit

Haben Sie Ihr Kapital als Festgeld angelegt, dann profitieren Sie von einem festen Zinssatz, einer klaren Laufzeit, der Sicherheit der gesetzlichen Einlagensicherung und können am Ende der Laufzeit mit einer planbaren Rendite rechnen. Wer ein Festgeldkonto eröffnen möchte, weiß genau, wie lange das Geld fest angelegt ist und welcher Ertrag am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Zwar lässt sich während dieser Zeit nicht flexibel auf das angelegte Geld zugreifen, doch die stabilen Zinsen für Festgeld sind meist attraktiver als beim Tagesgeldkonto. Wer die besten Zinsen sucht, sollte verschiedene Banken vergleichen, die Festgeld anbieten. Festgeld gilt zwar als konservative und sichere Anlage, es lohnt sich jedoch der Blick auf unterschiedliche Angebote, um die Rendite zu optimieren. Auch wenn eine Kündigung oder das vorzeitige Zugreifen kaum möglich ist, entfaltet Festgeld im Zusammenspiel mit Tagesgeld und anderen flexiblen Anlagen seine volle Stärke. So können Anleger:innen strategisch Geld anlegen, ihr Guthaben gegen Marktschwankungen absichern und gleichzeitig solide Erträge erzielen.

Häufig gestellte Fragen

Für wen lohnt sich ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto lohnt sicher für alle, die viel Wert auf Sicherheit und Planbarkeit legen. Mit den festen Zinsen lässt sich der Kapitalertrag genau berechnen. Da bis dahin aber kein Zugriff auf das Geld möglich ist, ist es wichtig, dass es für den festen Zeitraum mit Sicherheit nicht benötigt wird. Die Anleger:innen sollten also noch andere kurzfristige Anlagen haben. Das Festgeldkonto sollte sowieso nie als alleinige Anlageform genutzt werden.

Wie sicher ist Festgeld? Kann man bei Festgeld Geld verlieren?

Grundsätzlich gilt Festgeld als nahezu risikofrei, solange Sie sich innerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung bewegen. In der Europäischen Union sind Einlagen bis 100.000 Euro je Kunde und Bank staatlich abgesichert. Ein Totalausfall ist daher für die meisten privaten Sparer:innen ausgeschlossen.

Mögliche Risikoaspekte sind jedoch:

  • Inflationsrisiko: Wenn die Inflationsrate höher ist als die vereinbarten Zinsen, verliert Ihr angelegtes Geld real an Kaufkraft.
  • Opportunitätskosten: Steigen die Marktzinsen während der Laufzeit deutlich, ist Ihr Kapital weiterhin zu einem niedrigeren Zins gebunden.
  • Anbieterwahl außerhalb EU-Raum: Legen Sie Geld bei Banken an, die nicht der EU-Einlagensicherung unterliegen, kann das Risiko steigen.

Reales Kapital verlieren Sie bei Festgeld innerhalb der EU also gewöhnlich nicht, es geht vielmehr um Kaufkraft- und Zinsänderungsrisiken.

Werden Festgeldzinsen monatlich oder jährlich ausgezahlt?

Ein Festgeldkonto lohnt sicher für alle, die viel Wert auf Sicherheit und Planbarkeit legen. Mit den festen Zinsen lässt sich der Kapitalertrag genau berechnen. Da bis dahin aber kein Zugriff auf das Geld möglich ist, ist es wichtig, dass es für den festen Zeitraum mit Sicherheit nicht benötigt wird. Die Anleger:innen sollten also noch andere kurzfristige Anlagen haben. Das Festgeldkonto sollte sowieso nie als alleinige Anlageform genutzt werden.

Grundsätzlich gilt Festgeld als nahezu risikofrei, solange Sie sich innerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung bewegen. In der Europäischen Union sind Einlagen bis 100.000 Euro je Kunde und Bank staatlich abgesichert. Ein Totalausfall ist daher für die meisten privaten Sparer:innen ausgeschlossen.

Mögliche Risikoaspekte sind jedoch:

  • Inflationsrisiko: Wenn die Inflationsrate höher ist als die vereinbarten Zinsen, verliert Ihr angelegtes Geld real an Kaufkraft.
  • Opportunitätskosten: Steigen die Marktzinsen während der Laufzeit deutlich, ist Ihr Kapital weiterhin zu einem niedrigeren Zins gebunden.
  • Anbieterwahl außerhalb EU-Raum: Legen Sie Geld bei Banken an, die nicht der EU-Einlagensicherung unterliegen, kann das Risiko steigen.

Reales Kapital verlieren Sie bei Festgeld innerhalb der EU also gewöhnlich nicht, es geht vielmehr um Kaufkraft- und Zinsänderungsrisiken.

Wie die Auszahlung der Festgeldzinsen umgesetzt wird, hängt vom jeweiligen Anbieter und den Konditionen des Festgeldkontos ab. Typische Varianten sind:

  • Endfällige Zinszahlung: Die gesamte Zinssumme wird am Ende der Laufzeit gemeinsam mit dem Anlagebetrag ausgeschüttet. Das ist die häufigste Variante, insbesondere bei kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten.
  • Jährliche oder halbjährliche Zinsauszahlung: Gerade bei längeren Laufzeiten werden Zinsen regelmäßig ausgeschüttet und auf Ihr Referenzkonto überwiesen. Das hat den Vorteil, dass Sie diese Erträge sofort nutzen oder wieder anlegen können.
  • Zinseszins nutzen: Zinsen, die direkt reinvestiert werden, steigern den Zinseszinseffekt. Daher kann es sich lohnen, darauf zu achten, ob eine Bank das anbietet.

Tipp: Beim Festgeldvergleich entscheidet nicht nur der nominale Zinssatz, sondern au

Diese Hinweise müssen rechtlich genannt werden: Investitionen in die oben genannten Produkte bergen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Diese Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung und Anlageempfehlung dar. Bitte informieren Sie sich ausführlich und ziehen Sie bei Bedarf einen unabhängigen Finanzberater zu Rate.

Diese Hinweise müssen rechtlich genannt werden: Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität sämtlicher Angaben wird keine Gewähr übernommen. Der kostenlose Vergleich bietet keinen kompletten Marktüberblick und finanziert sich teilweise über Provisionen, die wir bei Produktabschlüssen erhalten. Mit einem Produktabschluss unterstützen Sie daher erneuerbare-energien-aktuell.de. Ihnen entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Lars Hartog
Lars Hartog hat Betriebswirtschaftslehre studiert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Geldanlage. In verschiedenen Unternehmen hat er Projekte kennengelernt, die auf erneuerbare Energien und faire, transparente Wertschöpfung setzen. Besonderes Interesse hat er an langfristigen Investments mit Schwerpunkt auf grünen ETFs und verantwortungsvollen Strategien. Bei Erneuerbare Energien Aktuell bringt er diese Expertise ein und zeigt auf, wie sich Rendite und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden lassen.

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