Wie viel Strom produziert eine 8 kWp Photovoltaikanlage am Tag?

Ein modernes Haus mit beigen Wänden und braunen Verkleidungen, auf dessen grauem Ziegeldach mehrere Sonnenkollektoren installiert sind, umgeben von grünem Gras und Bäumen unter einem klaren Himmel.
8 kWp Photovoltaikanlagen werden häufig im Eigenheim eingesetzt und eignen sich für kleinere 2-3-köpfige Familien. Vor der Anschaffung einer Anlage empfehlen wir, sich mit den Kosten und dem erwarteten Ertrag auseinanderzusetzen, um die Anlage optimal zu planen. ► Erfahren Sie wie viel Strom eine 8 kWp Anlage an einem Tag, im Monat und ihm Jahr produziert
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine 8 kWp PV-Anlage produziert in Deutschland durchschnittlich 22 bis 26 kWh Strom pro Tag.
  • Im Sommer liegt die tägliche Stromproduktion bei 35 bis 45 kWh, im Winter nur bei 6 bis 11 kWh.
  • Der Jahresertrag einer 8 kWp-Anlage beträgt etwa 8.000 kWh in Deutschland.
  • Faktoren wie Ausrichtung, Neigung, Standort und Wetter beeinflussen den täglichen Ertrag erheblich.
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Inhaltsverzeichnis

Wie viel Strom produziert eine 8 kWp Photovoltaikanlage am Tag?

Im Schnitt rechnet man bei einer 8 kWp Photovoltaikanlage mit 22-26 kWh pro Tag. Jedoch handelt es sich dabei lediglich um einen groben Richtwert, der abhängig von Wetter, Jahreszeit und anderen Faktoren stark schwanken kann. 

Wie viel Strom produziert eine 8 kWp PV-Anlage im Sommer?

In den sonnenreichen Sommermonaten arbeitet die Anlage unter optimalen Bedingungen und erreicht somit ihre höchste Leistungsfähigkeit. Somit werden pro Tag 35-45 kWh pro Tag erzielt, wobei Spitzenwerte von bis zu 50 kWh möglich sind.

Im Sommer wird auch ein Großteil der Energie erzeugt, die dann eingespeichert und für den Winter mit genutzt werden kann.

Wie viel Strom produziert eine 8 kWp PV-Anlage im Winter?

Im Winter fällt der Stromertrag hingegen deutlich geringer aus. Von Dezember bis Februar produziert eine 8 kWp-Photovoltaikanlage im Schnitt nur 6-11 kWh pro Tag. Nicht nur die kürzeren Tage spielen eine Rolle. Auch der generell niedrigere Sonnenstand, häufige Bewölkung und Niederschlag verringern die eingehenden Sonnenstrahlen und somit auch die erzeugte Strommenge. 

Aber auch im Winter wird weiterhin Strom erzeugt, den man meistens direkt aufbraucht, da es nicht genug ist, um einen ganzen Haushalt zu versorgen.

Einflussfaktoren auf den Ertrag der PV-Anlage

Photovoltaik und der daraus resultieren Ertrag ist von vielen Faktoren abhängig. Während viele Faktoren wie das Wetter oder die Jahreszeit nicht beeinflussbar sind, können Sie an anderen Stellschrauben drehen, um den Ertrag zu maximieren. Darunter zählen unter anderen die Ausrichtung und Neigung der Anlage.

Unsere Empfehlung: Planen Sie Ihre PV-Anlage gemeinsam mit einem Fachmann, um langfristig die höchsten Erträge zu erzielen und zu einer schnelleren Amortisation beizutragen.

Jahreszeit

Die Jahreszeit hat mit den größten Einfluss auf die Stromproduktion einer PV-Anlage. Im Sommer steht die Sonne höher und die Tage sind länger, wodurch deutlich mehr Energie erzeugt werden kann. Im Winter hingegen ist die Sonneneinstrahlung schwächer und die Tage kürzer. Entsprechend sinkt auch der Ertrag.

MonatDurchschnittlicher Ertrag (kWh)
Januar320
Februar400
März640
April800
Mai880
Juni960
Juli960
August880
September720
Oktober560
November320
Dezember240

Wetter

Wetterbedingungen wie Wolken, Regen oder Nebel beeinflussen die Stromproduktion erheblich. An vollständig bewölkten Tagen erzeugt eine PV-Anlage oft nur 10-20% ihrer maximalen Leistung. Interessanterweise können mäßig bewölkte Tage durch den sogenannten Edge-of-Cloud-Effekt manchmal sogar zu kurzzeitig höheren Erträgen führen als komplett klare Tage. Grundsätzlich gilt jedoch: Je mehr direkte Sonneneinstrahlung, desto besser der Ertrag.

Standort

Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Innerhalb Deutschlands gibt es leichte Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung. Süddeutschland profitiert von mehr Sonnenstunden als der Norden, was sich direkt auf den Jahresertrag auswirkt.

BundeslandDurchschnittlicher Jahresertrag (kWh)
Bayern8400
Baden-Württemberg8320
Rheinland-Pfalz8000
Hessen7840
Nordrhein-Westfalen7600
Niedersachsen7520
Brandenburg7680
Sachsen7840
Thüringen7760
Schleswig-Holstein7160

Ausrichtung und Neigung

Ausrichtung und Neigung haben einen direkten Einfluss und liegen in Ihrem Wirkungsbereich. Hier können Sie optimieren und somit den Ertrag um 5-20% steigern. Ziel ist, die Anlage nach Süden auszurichten und einen Neigungswinkel von etwa 30° zu erreichen, wobei sich teilweise auch bessere Ergebnisse durch leichte Abweichungen erzielen lassen. Eine genaue Berechnung sollte von einer fachmännischen Kraft durchgeführt werden. 👉🏼 Optional können Sie mit unserem Neigungswinkelrechner erste Berechnungen vornehmen.

📌 Good-To-Know: Eine Ost-West-Ausrichtung kann trotz etwas geringerem Gesamtertrag sinnvoll sein. Sie verteilt die Stromproduktion besser über den Tag und deckt so morgendliche und abendliche Verbrauchsspitzen im Haushalt effizient ab.

Tageszeit

Zuletzt beeinflusst natürlich auch die Tageszeit die Leistung. Um die Mittagszeit, zwischen 11 und 15 Uhr, steht die Sonne am höchsten und die Anlage erreicht ihre Spitzenleistung. An klaren Sommertagen kann eine 8 kWp-Anlage in dieser Zeit bis zu 7 kW Leistung erzeugen.

Wie wird der tägliche Stromertrag berechnet?

In der Praxis wird nicht mit einem täglichen Stromertrag gerechnet. Die Größe eignet sich auf Grund von starken Schwankungen nicht als aussagekräftiger Wert. Geeigneter ist stattdessen die monatliche oder jährliche Betrachtung, da auch der Stromverbrauch in der Regel auf das Jahr bezogen wird.

Für die Berechnung des Jahresertrags gilt folgende Formel:

Jahresertrag (kWh) = Nennleistung (kWp) × Spezifischer Ertrag (kWh/kWp)

Der spezifische Ertrag liegt in Deutschland zwischen 900 und 1.100 kWh pro kWp. Für eine 8 kWp-Anlage bedeutet dies:

8 kWp × 1.000 kWh/kWp = 8.000 kWh pro Jahr

Um daraus den durchschnittlichen Tagesertrag zu ermitteln, teilen Sie einfach durch 365 Tage. Bei 8.000 kWh Jahresertrag ergibt sich ein Durchschnittswert von etwa 22 kWh pro Tag.

✓ Dran gedacht? Der spezifische Ertrag hängt stark von Ihrer Region und den örtlichen Gegebenheiten ab. Nutzen Sie für eine präzise Berechnung unseren Ertragsrechner mit Ihren konkreten Standortdaten.

Lohnt sich eine 8 kWp Photovoltaikanlage in Deutschland?

Da es in Deutschland genügend Sonnenstunden gibt, eignet sich eine Solaranlage in den meisten Haushalten, wobei die 8 kWp-Anlage in der Regel eher in kleineren Haushalten mit 2-3 Personen verbaut wird. So können Sie mit einem Jahresertrag von etwa 8.000 kWh bei durchschnittlichem Stromverbrauch von etwa 4.000 kWh den gesamten Haushalt abdecken.

Die Amortisationszeit liegt bei etwa 10 Jahren. Mit einer Lebensdauer von 25-30 Jahren nutzen Sie die Anlage also nach Amortisation noch weitere 15-20 Jahre, um kostenfrei Strom zu erzeugen. Über die gesamte Laufzeit erwirtschaften Sie einen erheblichen finanziellen Gewinn. Die Solaranlage ist somit für fast alle Haushalte eine sinnvolle Anschaffung.

📌 Quick-Tipp: Planen Sie Ihre Anlage schon von Tag 1 an richtig dimensioniert, um häufig teure Nachrüstungen zu vermeiden. Mit unserem Dimensionierungsrechner finden Sie schon heute die passende Größe für Ihr Haus.

Fazit

Eine 8 kWp Photovoltaikanlage produziert im Schnitt 22-26 kWh pro Tag und schafft somit einen jährlichen Ertrag von 8.000-9.500 kWh. Die Anlage eignet sich besonders für 2-3-köpfige Haushalte und sorgt in Deutschland für mehr Unabhängigkeit von schwankenden Strompreisen für private Nutzer.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Strom produziert eine 8 kWp-Anlage pro Stunde?

Die stündliche Stromproduktion schwankt stark je nach Tageszeit, Wetter und Sonnenstand. In den Mittagsstunden kann eine 8 kWp-Anlage bei optimalen Bedingungen bis zu 7-8 kWh pro Stunde erzeugen. Morgens und abends liegt die Leistung dagegen meist unter 1,5 kWh pro Stunde.

Reicht eine 8 kWp PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?

Ob eine 8 kWp-Anlage ausreicht, hängt stark vom Stromverbrauch des Haushalts ab. Für viele modernisierte Einfamilienhäuser mit durchschnittlichem Verbrauch (ca. 4.000-5.000 kWh pro Jahr) kann eine 8 kWp-Anlage ausreichend sein, besonders in Kombination mit einem Stromspeicher. Bei höheren Verbräuchen, z. B. durch Wärmepumpe oder E-Auto, empfiehlt sich jedoch eine größere Anlage im Bereich von 10 bis 15 kWp.

Wie viel Dachfläche benötige ich für eine 8 kWp-Anlage?

Für eine 8 kWp-Photovoltaikanlage werden etwa 40 bis 48 Quadratmeter Dachfläche benötigt. Hochwertige Module mit besserem Wirkungsgrad benötigen etwas weniger Platz. Wichtig ist, zusätzlich Sicherheitsabstände zu Dachkanten und eventuelle Verschattungszonen (z. B. durch Kamine oder Gauben) einzuplanen.

Was kostet eine 8 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Eine 8 kWp PV-Anlage mit Speicher kostet inklusive Installation etwa 20.000-26.000 €. Der genaue Preis hängt von der Modul- und Speicherqualität, der Größe des Speichers sowie regionalen Montagekosten ab. Ohne Speicher liegen die Investitionskosten bei rund 13.000-17.000 €.

Richard Roth
Richard Roth vereint seine Leidenschaft als Autor mit einer tiefen Begeisterung für die Natur und der Verwendung erneuerbarer Energien. Engagiert in Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag, fokussiert er sich besonders auf die Anwendung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten. Dabei möchte er besondere Aufmerksamkeit im Bereich der nachhaltigen Investment-Möglichkeiten schaffen und mehr Menschen dazu motivieren Rentabilität mit einem umweltbewussten Lebensstil zu vereinen.

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