Klumpenrisiko – Was es ist und wie Sie es vermeiden (inkl. Klumpenrisiko-Kontrolle)

Geprüft von
Jessica Dzikonski
Ein älterer Mann sitzt auf einer Parkbank und liest eine Zeitung mit der Schlagzeile US-Anteil im MSCI klettert weiter, während er über das potenzielle Klumpenrisiko nachdenkt.
Sie besparen ETFs auf den MSCI World Index, den Nasdaq-100 sowie einen Nachhaltigkeits-ETF. Das klingt zunächst nach einer breiten Diversifikation, wie sie viele Experten empfehlen, jedoch entsteht genau dort das Klumpenrisiko. Tatsächlich setzt sich der MSCI aus über 72 % an US-Aktien zusammen. Gepaart mit einem weiteren US-lastigen ETF steigt die Konzentration noch weiter an.  Genau deshalb ist es so wichtig zu verstehen, was Klumpenrisiko bedeutet und Sie damit am besten umgehen.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klumpenrisiko bedeutet: Ein großer Teil Ihres Vermögens hängt von einem einzigen Unternehmen, Land, einer Branche oder Bank ab.
  • Im MSCI World liegt der US-Anteil bei rund 72 Prozent, die zehn größten Positionen machen gut ein Viertel des Index aus.
  • Mehrere ETFs sind nicht automatisch breiter gestreut. MSCI World, S&P 500 und Nasdaq 100 überschneiden sich stark.
  • Themen-ETFs auf erneuerbare Energien eignen sich als gezielte Beimischung zu einem breiten Kern-ETF.
  • Gegenmittel: Depot auf Einzelwert-, Länder- und Branchenebene prüfen, Schwellenländer oder Ex-USA-Bausteine ergänzen, Themen-ETFs gezielt dosieren, regelmäßig rebalancieren.
Ein hellhäutiges Hand-Emoji, bei dem der Zeigefinger nach rechts zeigt.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Klumpenrisiko? Bedeutung einfach erklärt

Als „Klumpenrisiko“ bezeichnet man die Gefahr, dass ein einziges Event das Investmentportfolio auf einmal treffen kann. Es entsteht, wenn Geld nicht auf viele unabhängige Werte verteilt ist, sondern sich an einer Stelle „verklumpt“.

Das Klumpenrisiko ist also das Gegenteil von Diversifikation, die die breite Streuung der Investition bezeichnet. Der Grundsatz lautet, nicht das gesamte Kapital in einen oder wenige Anlagewerte zu investieren. Fällt ein Wert aus, tragen die anderen das Depot weiter.

Das folgende (überspitzte) Rechenbeispiel soll diesen Ansatz verdeutlichen:

Vergleichstabelle, die zeigt, wie sich das Klumpenrisiko bei einem konzentrierten Portfolio im Vergleich zu einem diversifizierten Portfolio auswirkt, wenn die Aktienkurse um 50 % fallen, und die den Unterschied bei den Gesamtverlusten veranschaulicht.

Hier ist es zudem wichtig zu verstehen, dass allein das Investieren in viele Werte nicht ausreicht, sofern diese aus derselben Branche stammen. 50 US-Techaktien sind zahlenmäßig viele, reagieren aber auf dieselben Zinsen, dieselbe Regulierung und denselben Dollar.

5 Schritte, wie Sie Ihr Depot auf Klumpenrisiken überprüfen

Sollten Sie sich des Umfangs eines möglichen Klumpenrisikos Ihres Portfolios unbewusst sein, empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Kontrolle. Befolgen Sie dazu die folgenden fünf Schritte, um Ihr Depot auf potenzielle Risiken zu überprüfen:  

  1. Gesamtvermögen erfassen: Notieren Sie neben Ihrem Depot auch Tagesgeld, Immobilie und eventuelle Mitarbeiteraktien, denn ein Klumpen kann auch außerhalb des Depots liegen.
  2. ETFs anhand der Factsheets durchleuchten: Im kostenlosen Factsheet jedes ETFs finden Sie Länderanteile, Branchenverteilung und die zehn größten Positionen.
  3. Anteile durchrechnen: Multiplizieren Sie den Anteil jedes ETFs im Depot mit seinem US-Anteil oder dem Gewicht einer Aktie und addieren Sie die Ergebnisse, so wie im Rechenbeispiel oben.
  4. Mit eigenen Obergrenzen vergleichen: Als Orientierung gelten etwa höchstens 5 Prozent in einer Einzelaktie und höchstens 10 Prozent in Themen-ETFs. liegen Sie darüber, sollten Sie umschichten oder neue Sparraten anders verteilen. Diese Werte variieren je nach gewählter ETF-Strategie und sind individuell.
  5. Jährlich wiederholen: Weil sich die Gewichte mit den Kursen verschieben, lohnt sich ein fester Termin im Jahr, zum Beispiel gemeinsam mit dem Rebalancing.

Es gibt auch Tools, die die Durchrechnung automatisch übernehmen. Sie zeigen, wie stark einzelne Länder, Branchen und Aktien über alle ETFs hinweg gewichtet sind. Teilweise gibt es kostenlose Testzeiträume, aber für die detaillierte Analyse sind Abos notwendig.

Falls Sie keinen Zugang zu einem solchen Tools haben, oder externen Anbietern keinen Blick in Ihr Depot ermöglichen möchten, können Sie auch unseren Klumpenrisiko-Check nutzen, um eine erste Einschätzung zu erhalten. Der Check ersetzt keine ausführliche Prüfung. 

Tragen Sie Ihre ETFs und Beträge ein. Der Check rechnet aus, wie viel Ihres Depots tatsächlich in den USA, in einzelnen Unternehmen und in Themen-ETFs steckt.

1Ihre ETFs
2Einzelaktien (optional)
3Weitere Anlagen (optional)

Tagesgeld, Festgeld, Anleihen-ETFs

€

So rechnet der Check: Für jeden ETF werden der US-Anteil und die zehn größten Positionen laut Anbieter-Factsheet berücksichtigt (Stand: Juli bis Oktober 2026). Kleinere Positionen außerhalb der Top 10 fließen nicht ein, die tatsächlichen Anteile einzelner Aktien können daher etwas höher liegen.

Die wichtigsten Formen des Klumpenrisikos

Klumpenrisiken treten in den unterschiedlichsten Formen auf und beziehen sich nicht nur auf die Branche der Unternehmen.

FormWas sich balltTypisches Beispiel
EinzelwertEin UnternehmenMitarbeiteraktien des eigenen Arbeitgebers, ein Lieblingstitel
Land oder RegionEin WirtschaftsraumHoher US-Anteil im MSCI World, nur DAX-Werte
Branche oder SektorEin WirtschaftszweigTech-lastiger Nasdaq 100, Solar- oder Wasserstoff-ETF
WährungEine WährungRund drei Viertel des MSCI World notieren in US-Dollar
AnlageklasseEine AnlageformGesamtes Vermögen in Aktien oder in der eigenen Immobilie
Emittent oder BankEin VertragspartnerMehr als 100.000 Euro Einlagen bei einer einzigen Bank
Faktor oder StilEin gemeinsamer TreiberNur Wachstumswerte, die alle stark auf Zinsen reagieren

Gerade das Währungsrisiko wird oftmals unterschätzt. Wie stark es wirken kann, zeigte sich 2025, denn innerhalb eines Jahres verlor der US-Dollar gegenüber dem Euro rund 11,6 Prozent an Wert, wie die Daten der Bundesbank zeigen. 

Verdeutlichung: Hätten Sie Anfang 2025 also 10.000 Euro in US-Aktien angelegt, hätten Sie Ende des Jahres allein durch den Wechselkurs nur noch etwa 8.840 Euro gehabt. Der Effekt funktioniert allerdings auch umgekehrt, wie der Kurs 2014/15 zeigt. Der Dollar hat binnen eines Jahres um rund 27 Prozent zugelegt und bescherte Euro-Anlegern zusätzliche Gewinne.

Klumpenrisiko bei ETFs: Wie breit ist der MSCI World wirklich?

Der Name „MSCI-World“ kann irreführend sein. Zwar besteht der Index aus rund 1.280 Aktien, jedoch werden Schwellenländer nicht berücksichtigt. Die Aktien stammen von Unternehmen aus 23 Industrienationen, wobei der US-Anteil laut MSCI-Factsheet mehr als 72 % beträgt. Der Grund dafür liegt in der Gewichtung nach Marktkapitalisierung, denn je höher ein Unternehmen an der Börse bewertet ist, desto mehr Gewicht bekommt es im Index.

Zum 30. September 2026 entfielen 72,94 % des MSCI World auf die USA. Gefolgt von Japan mit 5,91 % und Großbritannien mit 3,41 %. Deutschland kommt lediglich auf etwa 2,1 Prozent. Allein die Top 10 Positionen (darunter US-Tech-Konzerne wie Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta) machen ganze 27,85 % des Indexes aus. 

IndexUSA-AnteilAnteil Top 10Breite
FTSE All-Worldrund 60 %rund 24 %Industrie- und Schwellenländer, ca. 49 Länder
MSCI Worldrund 72 %rund 27 %23 Industrieländer, ca. 1.280 Unternehmen
S&P 500100 %rund 38 %500 US-Unternehmen

Verstecktes Klumpenrisiko, wenn sich mehrere ETFs überschneiden

ETFs enthalten eine Vielzahl von Unternehmen und genau hier liegt die Gefahr des versteckten Klumpenrisikos. Nehmen wir die eingangs erwähnte Kombination aus herkömmlichem MSCI, Nasdaq sowie MSCI-SRI mit Nachhaltigkeitsfilter. 

ETFAnteil im DepotUSA-Anteil im ETF
iShares Core MSCI World60 %72,3 %
iShares Nasdaq 10020 %95,0 %
iShares MSCI World SRI20 %64,9 %
Depot gesamt100 %75,4 %

Obwohl der MSCI World den Großteil des Depots ausmacht, steigt der US-Anteil auf gut 75 Prozent. Dazu kommen dieselben Unternehmen in allen drei Fonds. Nvidia und Tesla gehören überall zu den zehn größten Positionen, auch ASML und Lam Research sind in allen drei enthalten. Nvidia kommt im Depot auf rund 6,9 Prozent statt 5,8 Prozent, Tesla auf rund 2,0 statt 1,2 Prozent.

Bemerkenswert ist, dass der MSCI-SRI-ETF mit rund 8,5 Prozent sogar mehr Nvidia hält als der klassische MSCI World. Er gleicht den Klumpen also nicht aus, sondern verstärkt ihn. Ein umfangreicher ETF-Vergleich kann hier Abhilfe schaffen, um Produkte zu finden, die in die entgegengesetzte Richtung wirken.

So nutzen Sie die Chancen der Themen-ETFs ohne Klumpenrisiko

Mit Themen-ETFs investieren Sie gezielt in die Unternehmen, an die Sie glauben oder die Ihre Werte vertreten. Da diese Fonds oft nur 20 bis 100 Werte einer Branche bündeln, schwanken sie stärker als ein Welt-ETF, der mehr als 1.300 Werte enthält. Wie dynamisch dieser Markt ist, zeigt der iShares Global Clean Energy.

2020 war er mit einem Plus von 118 Prozent einer der besten in Deutschland handelbaren Aktien-ETFs. Als dann steigende Zinsen die ganze Branche gleichzeitig trafen, gab er bis 2023 über 60 Prozent nach. Für langfristige Anleger zählt deshalb weniger der richtige Zeitpunkt als die richtige Dosierung.

Bewährt hat sich ein breiter, gern nachhaltiger Welt-ETF als Kern, ergänzt um Energiewende-ETFs als Beimischung von etwa 5 bis 10 Prozent. 

Klumpenrisiken außerhalb des Depots

Ein Klumpenrisiko kann auch entstehen, wenn das eigene Depot breit diversifiziert ist. Beispielsweise dann, wenn Arbeitnehmer:innen auch Mitarbeiteraktien erhalten. Hier besteht ein Doppelrisiko für Job und Vermögen. Sollte es dem Unternehmen einmal schlechter gehen, droht ein Kursverlust und im schlimmsten Fall auch die Kündigung. 

Auch das Eigenheim kann sich als großer Klumpen herausstellen. Viele Familien nehmen einen großen Kredit auf, der teils über 30 bis 40 Jahre zurückgezahlt wird. Sollten die Zinsen zum Refinanzierungszeitpunkt steigen, steigt auch die Zinsbelastung. In diesem Fall fällt für das gleiche Haus eine höhere monatliche Rate an. 

Hinzu kommt, dass ein Haus oft den größten Teil des Vermögens an einem einzigen Ort und in einer einzigen Anlageklasse bindet. Es lässt sich nicht in Teilen verkaufen und im Notfall nur schwer zu Geld machen. Das spricht nicht gegen Wohneigentum, wohl aber für ein breit gestreutes Depot daneben.

Auch Ersparnisse auf dem Konto können ein Klumpenrisiko bilden. Guthaben auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten ist in der EU nur bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Liegt mehr bei einem Institut, lohnt es sich, den Betrag auf mehrere Banken zu verteilen. ETFs und Aktien im Depot gelten dagegen als Sondervermögen und bleiben auch bei einer Pleite der Depotbank Ihr Eigentum.

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So reduzieren Sie das Klumpenrisiko mit 6 Stellschrauben

Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, wie Sie das Klumpenrisiko minimieren können. Am effektivsten sind die folgenden sechs Stellschrauben:

  1. Breiter Kern: Wählen Sie einen breiten Kern für Ihre Geldanlage. Während der klassische MSCI World Index rund 72 % US-Anteil besitzt, bestehen FTSE All-World oder MSCI SRI „nur“ zu rund 60 bzw. 64 % aus US-Werten.
  2. Doppelte ETFs streichen: Werfen Sie einen Blick auf Ihre ETFs und deren enthaltenen Werte. Viele ETFs enthalten die selben Aktien und genau hier liegt das größte Klumpenrisiko völlig versteckt. Streichen Sie sich doppelnde ETFs aus Ihrem Investmentplan.
  • Gezielte Ergänzungen: Durch gezielte Ergänzungen, wie einen Emerging-Markets-ETF, einen Ex-USA-ETF oder einen Solar-ETF, können Sie die Gewichtung Ihres Portfolios aktiv verändern.  
  • Equal-Weight-ETFs: Ein Equal-Weight-ETF gewichtet alle enthaltenen Werte mit dem exakt gleichen prozentualen Anteil. Aufgrund von Kursentwicklungen kann sich das Verhältnis etwas verschieben, aber es wird jedes Quartal wieder auf den Basiswert angepasst. So wird vermieden, dass bestimmte Aktien und Branchen zu viel Gewichtung bekommen. Das US-Klumpenrisiko kann dort jedoch weiterhin bestehen bleiben. 
  • Anlageklassen mischen: Anleihen-ETFs, Tagesgeld oder Geldmarkt-ETFs reagieren anders als Aktien und dämpfen Schwankungen im Gesamtvermögen. Wie hoch der Anteil sein sollte, hängt von Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft ab.
  • Rebalancing: Kontrollieren Sie Ihr Depot mindestens einmal im Jahr, um Veränderungen der gewünschten Gewichtung wieder zu korrigieren. Dies kann über eine Anpassung der Sparraten, einen Verkauf oder eine Umschichtung passieren. 
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Fazit

Ein Klumpenrisiko lässt sich nie ganz vermeiden, auch nicht mit breit gestreuten Indizes. Entscheidend ist, dass Sie wissen, wie stark Ihr Vermögen an einzelnen Ländern, Branchen und Unternehmen hängt, und diesen Anteil bewusst wählen. Wenn Sie in ETFs und Fonds investieren, sollten Sie deshalb nicht nur auf die Zahl der Positionen achten, sondern auf die tatsächlichen Werte innerhalb der Indizes.

Drei Schritte helfen dabei. Prüfen Sie Ihr Depot einmal im Jahr mit unserem Klumpenrisiko-Check, streichen Sie ETFs, die sich stark überschneiden und setzen Sie Themen-ETFs, etwa auf Solar oder Wind, gezielt als Beimischung zu einem breiten Kern ein. So profitieren Sie von der Energiewende, ohne dass ein einzelner Markt Ihr ganzes Depot bestimmt.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Klumpenrisiko einfach erklärt?

Ein Klumpenrisiko liegt vor, wenn ein großer Teil Ihres Vermögens von einer einzigen Quelle abhängt, etwa einem Unternehmen, einem Land oder einer Branche. Gerät diese Quelle in Schwierigkeiten, verlieren Sie viel auf einmal. Das Gegenmittel ist, breit zu diversifizieren.

Ist ein Klumpenrisiko immer schlecht?

Wenn Sie bewusst einen Teil des Vermögens in Einzelaktien oder Themen-ETFs wie Solar investiert haben, können Sie davon profitieren, solange ein Verlust dieser Position verkraftbar bleibt. Problematisch ist vor allem der unbemerkte Klumpen, etwa durch überlappende ETFs.

Hat ein MSCI-World-ETF ein Klumpenrisiko?

Ja, vor allem beim Länderanteil. Gut 72 Prozent stecken in US-Aktien, und die zehn größten Positionen, überwiegend Tech-Aktien, machen rund 28 Prozent aus. Trotzdem ist der Index mit rund 1.280 Unternehmen deutlich breiter gestreut als jede Einzelaktie.

Ab wann spricht man von einem Klumpenrisiko?

Für Privatanleger:innen gibt es keine feste Grenze. Als Orientierung gelten mehr als 5 Prozent in einer Einzelaktie oder mehr als 10 Prozent in Themen-ETFs als Signal, genauer hinzusehen. Wichtig ist auch, welchen Teil des Vermögens Immobilie oder Mitarbeiteraktien ausmachen.

Senken mehrere ETFs das Klumpenrisiko?

Nur wenn sie unterschiedliche Märkte abdecken. MSCI World, S&P 500 und Nasdaq 100 enthalten weitgehend dieselben Aktien von Unternehmen aus den USA und erhöhen den US-Anteil eher. Ein Schwellenländer-ETF neben einem MSCI World streut dagegen tatsächlich breiter.

Welcher ETF hat das geringste Klumpenrisiko?

Unter den gängigen Aktien-ETFs streuen Fonds auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI am breitesten. Sie enthalten neben Industrie- auch Schwellenländer und kommen auf einen US-Anteil von rund 60 Prozent. Frei vom allgemeinen Marktrisiko ist aber auch ein Welt-ETF nicht.

Sind nachhaltige ETFs stärker konzentriert?

Das hängt vom Index ab. Der MSCI World SRI hat mit rund 65 Prozent einen geringeren US-Anteil als der klassische MSCI World, gewichtet einzelne Werte wie Nvidia aber stärker, weil weniger Unternehmen die Kriterien erfüllen. Ein Blick ins Factsheet auf Länderanteile und Top 10 lohnt sich daher.

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Lars Hartog
Lars Hartog hat Betriebswirtschaftslehre studiert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Geldanlage. In verschiedenen Unternehmen hat er Projekte kennengelernt, die auf erneuerbare Energien und faire, transparente Wertschöpfung setzen. Besonderes Interesse hat er an langfristigen Investments mit Schwerpunkt auf grünen ETFs und verantwortungsvollen Strategien. Bei Erneuerbare Energien Aktuell bringt er diese Expertise ein und zeigt auf, wie sich Rendite und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden lassen.

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