Anleihen-ETF-Vergleich: Die besten Anleihen-ETFs im Überblick

Geprüft von
Jessica Dzikonski
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest eine deutsche Zeitung, auf deren Titelseite Finanzdiagramme und Trends bei Anleihen-ETFs zu sehen sind. Auf dem Tisch stehen eine Tasse und eine Brille, im Hintergrund sind Küchenregale zu erkennen.
Um ein Depot diversifizierter aufzustellen, werden Anleihen und Anleihen-ETFs immer wieder als stabilisierender Bestandteil erwähnt. Weitere Namen dieser Finanzprodukte sind Bonds oder Schuldverschreibungen. Erfahren Sie in unserem Anleihen-ETF-Vergleich, was Anleihen-ETFs eigentlich sind und wie sie sich in Bezug auf Risiko, Laufzeit sowie Rendite von herkömmlichen Aktien-ETFs unterscheiden.  
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gebündeltes Investment: Anleihen-ETFs investieren in verschiedene Staats- oder Unternehmensanleihen.
  • Individuelle Auswahl: Der beste Anleihen-ETF hängt vom Anlageziel, der Laufzeit und der gewünschten Sicherheit ab.
  • Mögliche Wertverluste: Trotz regelmäßiger Zinserträge können Zinsänderungen, Wechselkursschwankungen und Bonitätsprobleme zu Verlusten führen
Ein hellhäutiges Hand-Emoji, bei dem der Zeigefinger nach rechts zeigt.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Anleihen-ETF?

Anleihen sind Wertpapiere, die von Staaten und Unternehmen ausgegeben werden, um frisches Kapital zu erhalten. Kaufen Anleger:innen eine Anleihe, stellen sie dem Emittenten für einen bestimmten Zeitraum Kapital zur Verfügung. Abhängig von der Ausgestaltung erhalten sie dafür feste, variable oder inflationsabhängige Zinszahlungen. Ein ETF auf Anleihen bildet einen Anleihenindex, der Anleihen von verschiedenen Herausgebern bündelt.

Im Gegensatz zu einem Aktien-ETF investieren Anleihen-ETFs nicht in die Unternehmen direkt, sondern leihen ihnen vielmehr das Geld. Dadurch unterliegen ETF-Anleihen deutlich weniger Kursschwankungen, weshalb sie als stabilisierende Beimischung für das Portfolio empfohlen werden. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Anleihen-ETF nicht auch im Kurs fallen kann. Die enthaltenen Anleihen leisten regelmäßige Zinszahlungen, die der ETF je nach Ausschüttungsart an die Anleger:innen weitergibt oder erneut investiert. In dieser Hinsicht ähnelt ein Anleihen-ETF also einem Dividenden-ETF. Gleichzeitig verändert sich der Kurs der Anleihen. Steigen die Marktzinsen, verlieren bereits ausgegebene Anleihen mit niedrigerer Verzinsung häufig an Wert. Sinken die Marktzinsen, können ihre Kurse dagegen steigen.

Die Zinssätze für unterschiedliche Laufzeiten werden in sogenannten Zinsstrukturkurven dargestellt. Verändern sich diese, reagieren Anleihen abhängig von ihrer Restlaufzeit unterschiedlich stark. Je länger die durchschnittliche Laufzeit der enthaltenen Anleihen ist, desto stärker reagiert der ETF in der Regel auf Zinsänderungen.

Hinweis: Klassische Anleihen-ETFs haben kein festes Enddatum, da auslaufende Anleihen fortlaufend ersetzt werden. Laufzeit-Anleihen-ETFs enden dagegen in einem festgelegten Jahr und zahlen anschließend das verbleibende Fondsvermögen aus. 

Welche Arten von Anleihen-ETFs gibt es?

Zwar funktionieren Anleihen im Prinzip immer auf die gleiche Art und Weise, dennoch unterscheiden sie sich teils stark. Anleihen-ETFs lassen sich unter anderem nach Emittent, Region, Währung, Bonität und Inflationsschutz unterscheiden.

"Art des Anleihen-ETFs"Typische MerkmaleWichtigstes Risiko
Staatsanleihen-ETFAnleihen verschiedener StaatenBonität und Zinsentwicklung
Unternehmensanleihen-ETFSchuldverschreibungen von UnternehmenUnternehmensausfälle
Globaler Anleihen-ETFAnleihen aus verschiedenen LändernWechselkursschwankungen
Euro-Anleihen-ETFauf Euro lautende AnleihenZinsänderungen im Euroraum
Hochzinsanleihen-ETFhöhere Verzinsung bei geringerer Bonitäterhöhtes Ausfallrisiko
Inflationsgeschützter Anleihen-ETFZahlungen orientieren sich an der Inflationreale Zinsentwicklung

Risikohinweis: Eine höhere Verzinsung geht häufig mit höheren Risiken einher. Sie kann etwa auf eine schwächere Bonität oder ein erhöhtes Ausfallrisiko hindeuten.

Nachhaltige Anleihen-ETFs und Green Bonds

Nachhaltige Anleihen-ETFs und Green Bonds bieten die Möglichkeit, in ökologische Projekte zu investieren. Green Bonds finanzieren zweckgebundene Vorhaben wie erneuerbare Energien. Anleihen-ETFs bündeln diese Anleihen zu breit diversifizierten Portfolios.

Um Transparenz zu gewährleisten und Greenwashing am Finanzmarkt zu verhindern, stützt sich die Europäische Union auf zwei regulatorische Säulen:

  • European Green Bond Standard (EuGB): Dieser Standard gilt als freiwilliger „Goldstandard“ für grüne Anleihen. Er schreibt vor, dass die gesammelten Gelder zu mindestens 85 % direkt in Projekte fließen müssen, die den strengen Kriterien der EU-Taxonomie entsprechen.
  • Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR): Die EU-Offenlegungsverordnung verpflichtet Fondsanbieter zu standardisierter Transparenz. Sie teilt ETFs je nach Nachhaltigkeitsansatz in feste Kategorien ein.

Durch diese Maßnahmen zur Transparenz leisten grüne Anleihen einen messbaren Beitrag zur globalen Klimawende, während sie gleichzeitig eine stabile Komponente für ein diversifiziertes Gesamtportfolio bilden.

Anleihen-ETF-Vergleich

Um einen besseren Überblick über die verschiedenen Arten von ETF-Anleihen zu erhalten, ist es sinnvoll, diese auch in Hinsicht auf Rendite, Kosten und Laufzeit miteinander zu vergleichen. Dazu haben wir einige der besten Anleihen-ETFs gegenübergestellt. Welcher Fonds dabei wirklich als bester Anleihen ETF bezeichnet werden kann, ist jedoch individuell, da unterschiedliche Schwerpunkte im Investmenthorizont auch zu unterschiedlichen Ansichten führen.

Stand: August 2026
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ETF-Name
iShares € Green Bond UCITS ETF EUR (Dist)
iShares eb.rexx Government Germany UCITS ETF (DE)
Vanguard USD Treasury Bond UCITS ETF USD Distributing
iShares Core EUR Corporate Bond UCITS ETF EUR (Dist)
iShares USD Corporate Bond UCITS ETF USD (Dist)
State Street SPDR Bloomberg Euro Aggregate Bond UCITS ETF (Dist)
iShares EUR High Yield Corporate Bond UCITS ETF EUR (Dist)
iShares EUR Inflation Linked Government Bond UCITS ETF EUR (Acc)
Anlagefokus
Auf Euro lautende Green Bonds von Staaten, Förderbanken und Unternehmen
Deutsche Staatsanleihen
US-Staatsanleihen mit mehr als einem Jahr Restlaufzeit
Euro-Unternehmensanleihen
Auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen
Breiter Euro-Anleihenmarkt aus Staats-, Unternehmens- und weiteren Anleihen
Euro-Unternehmensanleihen mit höherem Ausfallrisiko
Inflationsindexierte Staatsanleihen der Eurozone
Index
Bloomberg MSCI Euro Green Bond SRI
eb.rexx Government Germany Close
Bloomberg Global Aggregate US Treasury Float Adjusted
Bloomberg Euro Corporate Bond
iBoxx USD Liquid Investment Grade
Bloomberg Euro Aggregate Bond
iBoxx Euro Liquid High Yield
MSCI World High Dividend Yield Advanced Select Index
Währung
EUR
EUR
USD
EUR
USD
EUR
EUR
EUR
Bonität
AAA bis BBB−
AAA
AA+
AAA bis BBB−
AAA bis BBB−
AAA bis BBB−
überwiegend BB und B, teilweise CCC
AAA bis BBB
Effektive Duration
6,21 Jahre
4,91 Jahre
5,70 Jahre
4,45 Jahre
7,72 Jahre
6,11 Jahre
2,44 Jahre
6,99 Jahre
Rendite bis Fälligkeit
3,53 % YTM
2,90 % YTM
4,37 % YTW
3,71 % YTM
5,63 % YTM
3,42 % YTM
5,60 % YTM
3,37 % YTM
TER
0,20 %
0,16 %
0,05 %
0,09 %
0,20 %
0,17 %
0,50 %
0,09 %
Fondsvolumen
ca. 132 Mio. Euro
ca. 215 Mio. Euro
ca. 608 Mio. US-Dollar
ca. 8,70 Mrd. Euro
ca. 3,58 Mrd. US-Dollar
ca. 592 Mio. Euro
ca. 5,41 Mrd. Euro
ca. 1,92 Mrd. Euro
Ausschüttung
Ausschüttend, halbjährlich 
Ausschüttend, quartalsweise
Ausschüttend, monatlich
Ausschüttend, halbjährig
Ausschüttend, quartalsweise
Ausschüttend, halbjährig
Ausschüttend, quartalsweise
thesaurierend
Handelbar bei

Einordnung des Anleihen-ETFs-Vergleichs

In der obigen Tabelle finden Sie eine bunte Auswahl an unterschiedlichsten Anleihen-ETFs. In der Zeile „Rendite bis Fälligkeit“ werden dabei die Begriffe „YTM“ und „YTW“ verwendet. 

  • YTM – Yield to Maturity bezeichnet die erwartete jährliche Rendite, wenn die Anleihen bis zur Fälligkeit gehalten und wie vorgesehen zurückgezahlt werden.
  • YTW – Yield to Worst zeigt die niedrigste zu erwartende Rendite, falls enthaltene Anleihen vorzeitig zurückgezahlt werden.

Zudem lässt sich klar sehen, dass die Unternehmensanleihen-ETFs mit niedrigeren Ratings von A bis BBB eine höhere Rendite bis zur Fälligkeit aufweisen als der iShares eb.rexx Government Germany UCITS ETF (DE) mit einer Bonität von AAA. Das zeigt klar, dass ein Anleihe-ETF mit einem höheren Renditepotenzial auch ein höheres Risiko birgt. 

Der einfache Blick auf die Rendite reicht somit nicht aus, um den besten Anleihen-ETF ausfindig machen zu können. Vielmehr spielt das Gesamtpaket inklusive der TER, der Währung sowie der Auszahlungszeitpunkte eine wichtige Rolle. Auch die Wahl des richtigen Online-Depots ist nicht zu unterschätzen, denn nicht alle Broker bieten auch eine breite Auswahl an ETFs auf Anleihen.

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Eine Illustration eines aufgeschlagenen Buches mit einem Lesezeichen neben einer Checkliste für die Zwischenablage, die angekreuzte und nicht angekreuzte Kästchen enthält, wobei ein Bleistift auf die Liste zeigt.

Worauf sollte beim Vergleich von Anleihen-ETFs geachtet werden?

Wenn Anleger:innen über ein Investment in Anleihen mittels ETFs nachdenken, gibt es einige Aspekte zu prüfen. Hier sollte unbedingt vor dem Investment festgelegt werden, welches Ziel mit den Anleihen verfolgt wird und worauf Wert gelegt wird. Auch die Wahl des Fokus der Anleihe ist besonders wichtig. Legen Anleger:innen Wert auf nachhaltige Investments, könnten Green Bonds beispielsweise die richtige Wahl sein.

Laufzeit der Anleihen

Ein klassischer Anleihen-ETF besitzt im Gegensatz zu einer einzelnen Staatsanleihe meist keine feste Laufzeit. Für den Vergleich ist deshalb die durchschnittliche Restlaufzeit der enthaltenen Anleihen entscheidend. Papiere mit längeren Laufzeiten reagieren üblicherweise stärker auf Veränderungen der Marktzinsen und können deutlicher im Kurs schwanken. Kurze Laufzeiten reduzieren dieses Zinsänderungsrisiko. Bei einem Rentenfonds werden fällige Anleihen fortlaufend durch neue Papiere ersetzt, wodurch das angestrebte Laufzeitprofil grundsätzlich erhalten bleibt.

Kurz zusammengefasst: Je länger die durchschnittliche Laufzeit ausfällt, desto stärker reagiert der Anleihen-ETF üblicherweise auf Zinsänderungen.

Bonität der Emittenten

Die Bonität zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Staat oder Unternehmen die Zinsen zahlt und das geliehene Geld zurückzahlt. Anleihen-ETFs können unterschiedliche Bonitätsstufen abbilden. Investment Grade umfasst Ratings von AAA bis BBB− und gilt als vergleichsweise solide. High Yield beginnt bei BB+ und bietet meist höhere Zinsen, bringt aber ein größeres Risiko für einen Verlust mit sich. Verschlechtert sich die Bonität, müssen Emittenten neue Anleihen häufig mit höheren Zinsen anbieten. Bei der Geldanlage besitzen Aktien und Anleihen somit jeweils unterschiedliche Risiken.

Kurz zusammengefasst: Je niedriger die Bonität ausfällt, desto höher sind üblicherweise die möglichen Zinsen und das Ausfallrisiko.

Da die Bonitäts-Rankings ohne das nötige Hintergrundwissen etwas verwirrend wirken können, gehen wir nachfolgend auf die Reihenfolge und die Bedeutung der jeweiligen Rankings ein.

Eine Grafik, die die Bonitätsratings von Anleihen von AAA (höchste Stufe) bis D (niedrigste Stufe) zeigt, unterteilt in „Investment Grade“ und „High Yield“. Die Grafik verdeutlicht, dass niedrigere Ratings mit höheren Renditen und einem höheren Ausfallrisiko einhergehen, was bei der Bewertung eines Anleihen-ETFs unbedingt zu berücksichtigen ist.
Darstellung der unterschiedlichen Bonitäts-Rankings.

Rendite bis Fälligkeit

Die Rendite bis Fälligkeit, auch Yield to Maturity genannt, zeigt den voraussichtlichen jährlichen Ertrag der enthaltenen Anleihen, wenn diese bis zum Laufzeitende gehalten und vollständig zurückgezahlt werden. Bei einem ETF wird dafür ein gewichteter Durchschnitt über einzelne Anleihen berechnet. Der Wert eignet sich besser für den Vergleich als die letzte Ausschüttung, da diese auch vom Auszahlungsintervall abhängt. Wie aussagekräftig die Kennzahl ist, hängt jedoch von der Art der Anleihen und möglichen Zahlungsausfällen ab.

Kurz zusammengefasst: Die Yield to Maturity erleichtert den Vergleich, stellt aber keine garantierte Rendite des Anleihen-ETFs dar.

Währung und Absicherung

ETFs auf Anleihen können Indizes abbilden, deren Wertpapiere in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen notieren. Dies ist aber keine Neuheit, sondern auch bei Aktien-ETFs, wie einem ETF auf den MSCI World Standard. Verändert sich der Wechselkurs gegenüber dem Euro, kann dies Gewinne erhöhen oder Verluste verursachen. Das gilt auch dann, wenn die ETF-Anteile an einer deutschen Börse in Euro gekauft und verkauft werden. Die Handelswährung sagt somit nichts über die Absicherung aus. Währungsgesicherte Varianten tragen meist den Zusatz „EUR Hedged“. Sie reduzieren Wechselkursschwankungen, können diese aber nicht immer vollständig ausschließen.

Kurz zusammengefasst: Die Handelswährung des ETFs ist nicht mit der Währung der enthaltenen Anleihen oder einer Währungsabsicherung gleichzusetzen.

Kosten und Fondsgröße

Anleger:innen, die über ETFs investieren und gezielt in Anleihen investieren möchten, sollten vor allem TER, Fondsvolumen und Ertragsverwendung vergleichen. Die TER wird laufend aus dem Fondsvermögen entnommen und reduziert direkt die Wertentwicklung. Ein Kostenunterschied von 0,30 Prozentpunkten entspricht bei 10.000 Euro rechnerisch 30 Euro pro Jahr. Ein größeres Fondsvolumen verringert meist die Gefahr einer Fondsschließung. Bilden zwei Produkte denselben Index ab, entscheidet die Ausschüttungsart lediglich, ob der Anteil der Zinserträge ausgezahlt oder reinvestiert wird.

Kurz zusammengefasst: Bei vergleichbaren Anleihen-ETFs sind niedrige laufende Kosten und ein ausreichendes Fondsvolumen besonders wichtig.

Sind Anleihen-ETFs sinnvoll?

Anleihen-ETFs können zur breiteren Streuung und zur Stabilisierung eines überwiegend aus Aktien bestehenden Portfolios beitragen. Wie sinnvoll sie tatsächlich sind, hängt allerdings von der Art des ETFs und dem eigenen Anlageziel ab. 

VorteileNachteile
Breite Streuung über zahlreiche Staats- und UnternehmensanleihenKursverluste bei steigenden Marktzinsen
Einfacher Handel über die Börse ohne den Kauf einzelner AnleihenAusfall- und Bonitätsrisiko der enthaltenen Emittenten
Regelmäßige Ausschüttungen bei ausschüttenden Anleihen-ETFs möglichMögliche Wechselkursverluste bei Anleihen außerhalb des Euroraums
Meist geringere Kursschwankungen als bei Aktien-ETFsKeine garantierte Rückzahlung zu einem bestimmten Wert
Kann ein überwiegend aus Aktien bestehendes Portfolio stabilisierenHigh-Yield-Produkte können sich in Krisen ähnlich wie Aktien entwickeln

Fazit: Lohnen sich ETFs auf Anleihen als Geldanlage?

Anleihen sind Wertpapiere, mit denen Staaten oder Unternehmen Geld aufnehmen und Anleger im Gegenzug Zinsen zahlen. ETF-Anleihen bündeln viele dieser Anleihen zu einem Finanzprodukt, in welches Anleger:innen dann investieren können.

Für einen stabilisierenden Depotbestandteil können andere Produkte geeignet sein als für Anleger:innen, die höhere Ausschüttungen anstreben. Vor der Investition sollten daher nicht nur die bisherige Rendite, sondern vor allem Dauer und Kreditqualität geprüft werden. Der beste Anleihen-ETF ist also das Produkt, dessen Laufzeit, Bonität, Währung und Kosten zur eigenen Anlagestrategie passen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Anleihen-ETF ist der beste?

Die besten Anleihen-ETFs sind die, die zu Ihrer Anlagestrategie passen. Ein reiner Blick auf die Rendite ist zu kurzgedacht. Vielmehr sollten Bonität, Währung, Kosten und auch Anlagefokus auf die eigene Strategie angepasst werden.

Können Anleihen-ETFs an Wert verlieren?

Anleihen-ETFs können an Wert verlieren. Steigen die Marktzinsen, sinken häufig die Kurse bereits ausgegebener Anleihen. Zudem können eine schlechtere Bonität oder der Ausfall eines Emittenten Verluste verursachen. Bei Fremdwährungsanleihen besteht außerdem ein Wechselkursrisiko.

Zahlen Anleihen-ETFs regelmäßig Zinsen aus?

Die enthaltenen Anleihen leisten in der Regel Zinszahlungen an den ETF. Ausschüttende Anleihen-ETFs geben die Erträge regelmäßig an Anleger weiter. Thesaurierende ETFs investieren sie hingegen erneut. Häufigkeit und Höhe der Ausschüttungen unterscheiden sich je nach ETF und sind nicht garantiert.

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Lars Hartog
Lars Hartog hat Betriebswirtschaftslehre studiert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Geldanlage. In verschiedenen Unternehmen hat er Projekte kennengelernt, die auf erneuerbare Energien und faire, transparente Wertschöpfung setzen. Besonderes Interesse hat er an langfristigen Investments mit Schwerpunkt auf grünen ETFs und verantwortungsvollen Strategien. Bei Erneuerbare Energien Aktuell bringt er diese Expertise ein und zeigt auf, wie sich Rendite und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden lassen.

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