Sophia Rödiger von 1KOMMA5° im Interview: Für wen sich KI-gesteuerter Strom rechnet

Sophia Rödiger · Chief Marketing Officer DACH · 1KOMMA5°
Ein beiges Haus mit Solarmodulen auf dem Dach, einem Fahrrad und einem grauen Elektroauto, das in der Einfahrt aufgeladen wird – unterstützt von 1KOMMA5° und KI-gesteuertem Strom.

Im Interview mit

Sophia Rödiger

CMO DACH 1KOMMA5°

Sophia Rödiger ist CMO bei 1KOMMA5°, dem Energy-Tech-Unternehmen für die sauberste und günstigste Energie durch intelligente Stromnutzung mit Heartbeat AI. Die Wirtschaftspsychologin, Autorin und Tech-Unternehmerin gestaltet seit über zehn Jahren Innovation an der Schnittstelle von Energie, Mobilität und Digitalisierung. Ob als Podcast-Host von NEW ENERGY TALKS, internationale Keynote Speakerin, oder hinter den Kulissen der von dem German Brand Award ausgezeichneten 1KOMMA5° Lifestyle Brand – Sophia steht für Zukunftsthemen rund um New Energy, KI und digitale Bildung.

Im Interview mit

Sophia Rödiger

CMO DACH 1KOMMA5°

Sophia Rödiger ist CMO bei 1KOMMA5°, dem Energy-Tech-Unternehmen für die sauberste und günstigste Energie durch intelligente Stromnutzung mit Heartbeat AI. Die Wirtschaftspsychologin, Autorin und Tech-Unternehmerin gestaltet seit über zehn Jahren Innovation an der Schnittstelle von Energie, Mobilität und Digitalisierung. Ob als Podcast-Host von NEW ENERGY TALKS, internationale Keynote Speakerin, oder hinter den Kulissen der von dem German Brand Award ausgezeichneten 1KOMMA5° Lifestyle Brand – Sophia steht für Zukunftsthemen rund um New Energy, KI und digitale Bildung.

Zum Interview

Sophia Rödiger verantwortet seit August 2023 das Marketing von 1KOMMA5° . Die Wirtschaftspsychologin startete ihre Laufbahn bei Mercedes-Benz, gründete nach einem Management-Buy-out das Blockchain-Unternehmen bloXmove und saß im Vorstand des Digitalverbands Bitkom. Das Hamburger Cleantech-Unternehmen vernetzt Solaranlagen, Speicher, Wärmepumpen und Wallboxen über die Software Heartbeat AI zu einem virtuellen Kraftwerk und digitalisiert das gesamte Handwerk für die Umsetzung. Als Host des NEW ENERGY TALKS diskutiert sich mit den Treibern und Entscheidern von Energiepolitik bis -wirtschaft. Im Gespräch mit EEAktuell geht es um die Frage, warum so wenige Haushalte ihren Strom flexibel einkaufen, was hinter Werbeversprechen wie „ab 0 Cent pro Kilowattstunde“ steckt und wo die Grenzen dieses Modells liegen.

Frau Rödiger, Sie begannen als Wirtschaftspsychologin bei Mercedes-Benz, betreuten dort Startup-Investments, Carsharing und Charging Services, gründeten dann bloXmove als Ausgründung aus dem Konzern und leiten seit 2023 das Marketing bei 1KOMMA5°. Gab es einen Moment, an dem Sie wussten: Mobilität reicht mir nicht, ich will an die Energie als vernetztes Gesamtsystem beginnend im Haus? Und was will 1KOMMA5° für Hausbesitzer:innen konkret erreichen?

Sprecher

Einen einzelnen Moment gab es nicht, eher eine Ökosystem-Logik. Wer Services und Ladeinfrastruktur baut, merkt schnell: Das Auto ist nur einer der sichtbarsten Verbraucher im Haus, und das Haus nur ein Baustein eines universellen Systems. Elektrifizierung müssen wir aber ganzheitlich denken vom Haus über das Netz bis hin zur Infrastruktur wie Rechenzentren.

Unser Ziel für Hausbesitzer:innen ist so genial wie unspektakulär: Sie sollen automatisch immer den günstigsten Strom bekommen, ohne selbst Börsenkurse zu lesen. Sie werden zu aktiven Teilnehmer:innen und ihr Haus zum kleinen Kraftwerk, das für sie arbeitet. Das ist der entscheidende Paradigmenwechsel: Mit intelligent gesteuerter Stromnutzung wird Geld verdient, statt nur steigende Stromkosten zu zahlen. Gemessen daran sind wir erst am Anfang. Heartbeat AI steuert heute über 120.000 Energiesysteme mit mehr als einem Gigawatt Leistung. Der Rest des Marktes rechnet noch mit Standardlastprofilen sowie veralteten Stromzählern ab. Und die Regierung legt zu Anfang nächsten Jahres endlich die Weichen für das Flexibilisierungs-Potenzial: Direktvermarktung.

Sprecher

Laut einer Umfrage von 1KOMMA5° ist fast die Hälfte der Deutschen bereit, ihren Stromverbrauch zeitlich zu verschieben. Einen dynamischen Tarif nutzen aber nur sechs Prozent. Welche Hürde steckt aus Sicht der Wirtschaftspsychologin in dieser Lücke? Und welche Fehleinschätzung über den eigenen Verbrauch begegnet Ihnen bei Kund:innen am häufigsten?

Sprecher

Dafür gibt es mehrere Gründe. Bleiben wir bei den von Ihnen genannten Umfrageergebnissen. Am häufigsten (36 Prozent) nennen die Befragten die Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif, obwohl der Durchschnitt laut BDEW (August 2026) bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde liegt. Hier trifft mangelndes Wissen auf fehlendes Strombewusstsein. Die meisten Menschen machen sich hier in Deutschland gar keine Gedanken über Strom, wir sind verwöhnt, weil dieser einfach immer stabil da ist. Hinzu kommt, dass Tarife oft so intransparent und komplex formuliert sind, dass die wenigsten durchblicken, was sie eigentlich zahlen. Es ist die Macht der Gewohnheit und so verlängert sich eine Vertragsfrist nach der anderen beim gleichen Anbieter.

Bei 22 Prozent fehlt der Smart Meter, der aber Voraussetzung für eine echte dynamische Abrechnung ist. Bei rund 870 Verteilnetzbetreibern erleben viele Deutsche einen bürokratischen Hürdenlauf. Das hört man vom Nachbarn oder liest Erfahrungen in Foren und hat prompt keine Lust mehr auf Veränderung.

20 Prozent fürchten höhere Kosten als beim Festpreis. Diese Angst ist nicht ganz unbegründet: Im Dezember 2024 stieg der Börsenpreis auf bis zu 126 Cent pro Kilowattstunde. Die häufigste Fehleinschätzung betrifft das Timing. Ungesteuert fallen E-Auto und Wärmepumpe meist auf Spätnachmittag und Abend, also genau in die Preisspitzen an der Strombörse. Wird automatisch gesteuert – bei uns durch Heartbeat AI – lädt und heizt das Energiesystem genau dann, wenn der Strom besonders günstig oder sogar negativ ist. Ein dynamischer Tarif ohne Steuerung kann teuer werden. Und erst wenn man Geräte wie einen Batteriespeicher nutzt, ergibt Dynamik wirklich Sinn, da man Zeitfenster der Stromnutzung verschieben kann. Nicht jeder hat dafür den Platz oder die Investitionsbereitschaft.

Sprecher

In Ihren Vorträgen beschreiben Sie Energie als Machtfrage der KI-Ära. Rechenzentren ziehen in den kommenden Jahren große Mengen Strom aus dem Netz. Was bedeutet diese Entwicklung ganz praktisch für die Stromrechnung eines Einfamilienhauses bis 2030?

Sprecher

Eine Zahl für 2030 zu nennen, wäre unseriös. Man kann aber die Mechanik benennen. Von rund 37 Cent pro Kilowattstunde (BDEW, August 2026) sind 60% Steuern, Abgaben und Netzentgelte. Die Börse ist also der kleinere Teil. Bleiben wir in unserer aktuellen, sehr veralteten, nicht digitalen Strom-Infrastruktur, besteht weiterhin das Problem, dass Erzeugung und Verbrauch nicht im Einklang sind. Das heißt: Energie wird nicht intelligent gespeichert und verteilt. Manchmal haben wir so viel Strom, dass wir ihn ins Ausland verkaufen müssen, manchmal so wenig, dass wir ihn teuer importieren müssen. Die gängige Schlussfolgerung lautet: mehr Kraftwerke und Netze. Und die volatilen Erneuerbaren brauchen ein Rückgrat: Versorgungssicherheit. Was der Netzausbau kostet und wer ihn zahlt, entscheidet sich bei den Netzentgelten, und das ist eine politische Frage, keine technische. Wir sind aber nicht machtlos: Haushalte können sich vor allem über Eigenproduktion und Flexibilität unabhängiger machen. Seit April 2025 gibt es für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Wallboxen zeitvariable Netzentgelte, die Verbrauch zu netzfreundlichen Zeiten belohnen. Als durchschnittliches Beispiel: Unsere Familie Voll aus Rosdorf mit Solaranlage und E-Auto zahlte mit Heartbeat AI 163 Euro Stromrechnung im Jahr, bei gleichem Verbrauch hätte der Standardtarif 2.365 Euro gekostet. Dieser Kostenunterschied wird definitiv weiter zunehmen. Starre oder nicht elektrifizierte Haushalte tragen das Preisrisiko, flexible können es abfedern. Und genau dieses flexible Zusammenspiel sowie die intelligente Verteilung brauchen wir in Zukunft, wenn wir deutlich mehr Strom benötigen.

Sprecher

1KOMMA5° wirbt mit Strom „ab 0 Cent pro Kilowattstunde“. Hamburger Gerichte stuften diese Aussage als zulässig ein, Wettbewerber kritisierten sie trotzdem scharf. Lesen Sie diese Werbung einmal mit den Augen einer skeptischen Kundin: Mit welchem durchschnittlichen Preis pro Kilowattstunde rechnet ein Haushalt realistisch übers Jahr, und welche Posten wie Netzentgelte, Hardware oder Softwaregebühr gehören in diesen Vergleich?

Sprecher

Wir konnten die Aussagen faktisch belegen. Die Tatsache, dass wir ab anfang nächsten Jahres gesetzlich auch in Deutschland zur flexiblen Direktvermarktung übergehen, verbessert diese Zahlen sogar noch. Konnte unsere Energie-KI Heartbeat AI bisher nur optimiert am Markt zukaufen oder Überschussstrom zu einem festen Preis einspeisen, kann ein Haushalt ab Januar aktiv am Markt handeln: das heißt, günstig Strom einkaufen, zwischenspeichern und in teuren Zeitfenstern verkaufen. Dieses Arbitragegeschäft soll unseren Kund:innen zwischen 10 und 17 Cent pro Kilowattstunde bringen, statt bisher rund 8 Cent nach EEG. Übers Jahr hinweg sparen unsere Heartbeat AI Kund:innen nicht mehr nur noch Stromkosten, sie wandeln diese zwischenzeitlich in Netto-Einnahmen um. Wir sehen das bereits bei unseren Kund:innen in Schweden und den Niederlanden. Es funktioniert.

Kritisiert wurden wir aus zwei Gründen: erstens wegen der Investitionskosten, die man für unser Energiegesamtsystem zahlt, und zweitens, weil ein „ab 0 Cent“ natürlich nicht bedeutet, dass man ständig zu 0 Cent Strom nutzt. Ich denke, das ist mit der Erklärung zur Börsendynamik nun deutlich geworden.

Ich würde immer wieder damit werben, haben wir aber gar nicht mehr nötig, denn unser Nutzenversprechen ist längst ein viel besseres: Strom arbeitet ab jetzt rund um die Uhr für unsere Kund:innen, sodass sie aus Stromkosten Netto-Einnahmen machen.

Sprecher

Viele unserer Leser:innen besitzen bereits eine Solaranlage, oft ohne Speicher und mit sinkender oder auslaufender Einspeisevergütung. 1KOMMA5° bietet die Heartbeat AI Box inzwischen auch für ältere und markenfremde Anlagen an. Für wen rechnet sich diese Nachrüstung nicht? Beschreiben Sie uns bitte die Konstellation, bei der Sie selbst abraten.

Sprecher

Gerade wenn man noch keine Batterie hat, ist die Nachrüstung mit Speicher und Heartbeat AI-Steuerung ein Effizienz Booster von ca. 50% (je nach Anlagengröße). Mit “Heartbeat 4 all” ermöglichen wir genau das auch den Besitzer:innen von Bestandsanlagen. Ohne Handwerkertermin kann man den Heartbeat zuhause selbst installieren. In Deutschland allein stehen 20 Gigawatt ungesteuerte Speicherkapazität in den Häusern rum.

Eine Grenze ist aktuell die Kompatibilität mit Heartbeat: Bestimmte Gerätekombinationen und -typen sind noch nicht voll integrierbar. Das prüfen unsere Experten dann in einem Tech-Check. Die zweite Grenze betrifft Haushalte, die aufgrund der Dachbedingungen eine sehr kleine Solaranlage haben und den Großteil ihres Solarstroms ohnehin direkt selbst verbrauchen. Für sie lohnt sich der Einsatz von Heartbeat AI wirtschaftlich eher nicht. Ich betone „wirtschaftlich“, weil mehr Autarkie durch gute Steuerung natürlich bedeutet, dass man bei der Energie unabhängiger ist und zum Klimaschutz beitragen kann.

Sprecher

Wer Speicher, Wärmepumpe und Wallbox von einer KI steuern lässt, gibt ein Stück Kontrolle ab. Was passiert mit Anlage und Steuerung, wenn ein:e Kund:in kündigt, den Stromanbieter wechselt oder 1KOMMA5° eines Tages den Besitzer wechselt? Und wer entscheidet am Ende, wann das Auto lädt: die Software oder die Familie?

Sprecher

Meine persönliche Meinung: Wer heutzutage ein Smartphone nutzt, in den sozialen Medien unterwegs ist oder ein Auto mit Bordcomputer fährt, gibt ohnehin schon viel Kontrolle an Technik ab. Ich verstehe die Bedenken, habe aber zwei Gedanken dazu.

Erstens: Sobald uns Technologie im Alltag einen Vorteil bringt, nutzen wir sie einfach.

Zweitens führt mich das zurück zu dem, was ich vorhin gesagt habe: Strom war den meisten bisher kaum bewusst. Wie kann man dann Kontrolle verlieren? Ich finde, wir erhalten eher eine neue Transparenz: In der App sieht man ganz genau, was das eigene Haus tut, wo Energie fließt und was Heartbeat AI für einen entscheidet.

Jede:r Kund:in kann das Energie-Abo „KI-Optimierung“ monatlich kündigen und zu seinem alten Stromanbieter zurückwechseln. Und natürlich kann man neben Smart Charging, also KI-optimiertem Laden, auch manuell laden. Technologie gibt uns hier neue Kontrollmöglichkeiten, die wir vorher gar nicht hatten. Sie liefert uns finanziellen Mehrwert und macht auf einen Blick verständlich, was am Strommarkt oder im eigenen Haus eigentlich passiert. Ich bin froh über den Automatismus der Energie-KI. Wer will schon den ganzen Tag Wetterdaten, Strombörsenpreise, Geräteperformance und Frühwarnsignale auswerten, prognostizieren, Entscheidungen treffen und dann noch Handlungen ableiten? Das wäre ein Vollzeitjob.

Und abschließend noch: Unsere Kund:innen besitzen ihre Anlagen, wir vermieten nichts. Das heißt: Die Hardware bleibt immer in ihrem Eigentum, auch wenn sie einen anderen Tarifanbieter nutzen. Wir halten niemanden gefangen. 🙂

Sprecher

Vergleichsportale ordnen 1KOMMA5° preislich im oberen Segment ein, die Montage übernehmen Handwerksbetriebe an Dutzenden Standorten. Woran erkennen Kund:innen schon im Beratungsgespräch, ob ein Betrieb gut arbeitet, egal ob bei Ihnen oder bei der Konkurrenz?

Sprecher

Ich würde auf fünf Dinge achten. Erstens: Wer baut, ein Meisterbetrieb mit eigenen Monteuren oder ein Subunternehmer? Wir haben rund 50 eigene Meisterbetriebe allein in Deutschland, über 80 weltweit. Zweitens: Gibt es eine schriftliche Ertragsprognose, die auf dem eigenen Verbrauch beruht? Das heißt: Ist das Angebot wirklich auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt? Drittens: Ist alles im Preis enthalten, von der Installation über den Smart Meter bis zur Anmeldung beim Netzbetreiber? Nicht jeder Anbieter bietet alles aus einer Hand, und am Ende haben Sie fünf verschiedene Ansprechpartner. Viertens: Nennt der Betrieb Referenzkunden in der Nähe? Idealerweise können Sie eine Anlage besuchen und sich, wie bei unseren Heartbeat-Treffs, das Ganze im Live-Betrieb ansehen. Fünftens: Wer ist nach der Montage der Ansprechpartner und vor allem der Garantiegeber? Sie wollen nach zehn Jahren nicht irgendwo beim Hersteller im Ausland anrufen müssen, oder?

Entscheidend ist der Gesamtpreis über die Laufzeit, nicht der Anschaffungspreis. Unsere TÜV-Kundenzufriedenheit liegt bei 1,8. Fragen Sie aber auch bei der Konkurrenz nach: Ich finde es wichtig, sich zum Vergleich ein Bild von verschiedenen Handwerksbetrieben zu machen.

Sprecher

Ein konkreter Fall: Eine Leserin besitzt ein Einfamilienhaus mit Gasheizung und hat noch keine Solaranlage. Was empfehlen Sie ihr für die nächsten vier Wochen, und welche eine Frage stellt sie am besten jedem Anbieter vor der Unterschrift?

Sprecher

Erstmal: Gratulation – wir können noch viel optimieren und wenn man bis zu dieser Frage durchgehalten hat, dann scheint man auch wirklich interessiert 🙂

In der ersten Woche sollte sie Gas- und Stromverbrauch der letzten drei Jahre in Kilowattstunden zusammentragen sowie einige Fakten zum Haus und den zentralen Verbrauchern, auf der Basis kann die Beratung bei uns beginnen. In der zweiten Woche klärt sie die Förderung und wartet damit nicht. Der maximal förderfähige Betrag bei Wärmepumpen ist von 30.000 auf 28.000 Euro gesunken und ab 2027 sinkt er alle sechs Monate weiter. Hier lohnt es sich nun schnell zu sein.

In Woche drei holt sie zwei bis drei weitere Angebote ein und vergleicht Gesamtkosten statt Anschaffungspreisen. Dabei geht sie die fünf genannten Punkte durch. Unsere Modellrechnung über 25 Jahre mit Wärmepumpe, Solaranlage und Speicher, mit 5,99 Prozent voll finanziert, liegt 12.451 Euro unter den Kosten einer Gasheizung. Das sind eigene Annahmen, etwa zwei Prozent Gaspreissteigerung pro Jahr. Heutzutage ist das eine naheliegende Entscheidung, weil die Wärmepumpe zu den effizientesten Heizsystemen zählt.

Woche vier ist die Entscheidung. Drei Fragen an jeden Anbieter: Auf welchen Annahmen beruht Ihre Rechnung, und was zahle ich, wenn sie nicht eintreten? Wer ist mein EINE:R Ansprechpartner:in? Und wie sind die Garantieleistungen geregelt? Am Ende sollte das Bauchgefühl einfach stimmen. Es ist kein Schokoriegel, den man mal zum Test kauft, sondern eine Energie-Partnerschaft über mindestens 30 Jahre.

Sprecher

Zum Abschluss: Wo wird die Reise noch hingehen?

Sprecher

Die Reise geht von der Optimierung einzelner Geräte zur vernetzten Optimierung des Gesamtsystems. Das beginnt beim Haus und endet bei großen Rechenzentren. Strom wird endlich intelligent.

Das Auto ist dafür der größte offene Baustein. Eine Autobatterie speichert ein Vielfaches des Hausspeichers, und die meiste Zeit steht sie nur herum. Gemeinsam mit Autoherstellern und Wallbox-Anbietern integrieren wir aktuell bidirektionales Laden in Heartbeat AI, sodass Strom auch aus dem Auto ins Haus und ins Netz zurückgespeist werden kann. Voraussetzung ist, dass das Auto das überhaupt kann, und daran scheitert es heute oft.

Der Rest ist Skalierung. Heartbeat AI bündelt heute schon über ein Gigawatt, bis 2030 wollen wir 20 Gigawatt im sogenannten virtuellen Kraftwerk erreichen. Dafür investieren wir 2027 mehr als 100 Millionen Euro in die Software. Das Ziel ist klar: eine universelle Energie-KI, die wie ein Betriebssystem für das weltweite Energiesystem arbeitet, vom Handwerk bis zu Ihrem Strompreis.

Sprecher

Sophia Rödiger spricht offen über die Hürden, an denen dynamische Stromtarife in Deutschland bisher scheitern: fehlende Smart Meter, die Macht der Gewohnheit und die berechtigte Sorge vor Preisspitzen. Für Hausbesitzer:innen liefert das Gespräch konkrete Prüfsteine, mit denen sie Angebote vergleichen, egal von welchem Anbieter. Die Zahlen zu Ersparnissen und künftigen Markterlösen stammen aus Modellrechnungen und Kundenbeispielen von 1KOMMA5° und gelten nicht automatisch für jedes Haus. Wer gerade über Wärmepumpe, Speicher oder Steuerung nachdenkt, findet im Vier-Wochen-Fahrplan in der vorletzten Antwort einen klaren Startpunkt.

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