Im Interview mit
Sandra Horling
Sandra Horling hat Grüne Sachwerte im Frühjahr 2012 gemeinsam mit ihrem Mann Michael Horling in Bremen gegründet und den strategischen Aufbau des Unternehmens von Anfang an mitverantwortet. Seit November 2021 ist sie förmlich Teil der Geschäftsführung und verantwortet dort federführend Marketing, Strategie und Personal. Die gebürtige Rheinländerin bringt internationale Erfahrung aus Stationen in Neuseeland, den USA, Frankreich und der Schweiz mit. Grüne Sachwerte vermittelt seit über einem Jahrzehnt Beteiligungen an Solar- und Windenergieprojekten und betreibt seit August 2023 eine eigene Crowdinvesting-Plattform.
Im Interview mit
Sandra Horling
Sandra Horling hat Grüne Sachwerte im Frühjahr 2012 gemeinsam mit ihrem Mann Michael Horling in Bremen gegründet und den strategischen Aufbau des Unternehmens von Anfang an mitverantwortet. Seit November 2021 ist sie förmlich Teil der Geschäftsführung und verantwortet dort federführend Marketing, Strategie und Personal. Die gebürtige Rheinländerin bringt internationale Erfahrung aus Stationen in Neuseeland, den USA, Frankreich und der Schweiz mit. Grüne Sachwerte vermittelt seit über einem Jahrzehnt Beteiligungen an Solar- und Windenergieprojekten und betreibt seit August 2023 eine eigene Crowdinvesting-Plattform.
Im Juli 2026 hat die Dresdner OneCrowd-Gruppe, zu der die Nachhaltigkeitsplattform Econeers gehörte, für drei Gesellschaften Insolvenzanträge gestellt. Damit trifft es einen der ältesten Anbieter im deutschen Crowdinvesting. Sandra Horling führt mit Grüne Sachwerte aus Bremen eine deutlich kleinere Plattform, die seit August 2023 Beteiligungen an Solar-, Agri-PV- und Ladeinfrastruktur-Projekten vermittelt. Parallel steht mit dem Referentenentwurf zum EEG 2027 eine Reform im Raum, die die Förderlogik für Agri-Photovoltaik verschiebt. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was eine Plattforminsolvenz für Anleger:innen bedeutet, welche Lehren sie aus dem eigenen Projektausfall zieht und wie tragfähig Agri-PV-Investments unter neuen Förderbedingungen bleiben.
Sandra Horlings Antworten liefern einen seltenen Einblick in die Kehrseite des Crowdinvesting-Booms: Sie beziffert öffentlich, wie viele Projekte in ihrem eigenen Portfolio insolvent gingen, und benennt einen Totalverlust für Anleger:innen. Gleichzeitig widerspricht sie der naheliegenden These, kleine Plattformen seien allein wegen ihrer Größe sicherer, und verweist stattdessen auf den öffentlich einsehbaren Jahresabschluss als konkretes Prüfkriterium. Beim EEG 2027 positioniert sie sich klar gegen den Wegfall der gesonderten Agri-PV-Förderung, sieht ihr eigenes Segment der vertikalen Ost-West-Anlagen davon aber kaum betroffen.
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