Pumpspeicherkraftwerk: Aufbau, Funktion & Wirkungsgrad einfach erklärt

Ein großer, ovaler, von Bäumen umgebener künstlicher Stausee mit Reihen von Solarzellen, die auf einem grasbewachsenen Hang in der Nähe des Wassers installiert sind, stellt ein Speicherkraftwerk unter blauem Himmel in einer ruhigen ländlichen Landschaft dar.
Rund 30 Pumpspeicherkraftwerke speichern in Deutschland Strom für die Energiewende. Ihr Prinzip ist bestechend einfach: Überschüssige Energie aus Wind- und Solaranlagen hebt Wasser bergauf. Wird der Strom gebraucht, fließt es wieder herab und treibt Generatoren an. Als einzige Speichertechnologie im Gigawattbereich sind Pumpspeicherkraftwerke, auch Pumpspeicherwerke oder Pumpwasserkraftwerke genannt, ein unverzichtbares Werkzeug zur Stabilisierung des Stromnetzes. Wie sie im Detail funktionieren und was sie von einem Speicherkraftwerk unterscheidet, erklärt dieser Artikel.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Pumpspeicherkraftwerk speichert überschüssigen Strom, indem es Wasser von einem Unterbecken in ein höher gelegenes Oberbecken pumpt. Bei Bedarf fließt das Wasser zurück und treibt Turbinen an.
  • Der Wirkungsgrad im Gesamtzyklus liegt bei 70 bis 80 %. Das heißt: Von 100 kWh zum Pumpen werden 70 bis 80 kWh beim Abruf wieder erzeugt.
  • In Deutschland sind rund 30 Pumpspeicherkraftwerke in Betrieb mit einer installierten Leistung von ca. 9,4 bis 10 GW.
  • Pumpspeicherkraftwerke sind derzeit die einzige Großspeichertechnologie im Gigawattbereich und damit unverzichtbar für die Energiewende.
Ein hellhäutiges Hand-Emoji, bei dem der Zeigefinger nach rechts zeigt.

Direkt aktiv werden

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Pumpspeicherkraftwerk?

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist eine Sonderform des Wasserkraftwerks, die elektrische Energie in Form von Lageenergie speichert. Dazu pumpt es in Zeiten niedriger Stromnachfrage Wasser von einem tiefer gelegenen Unterbecken in ein höher gelegenes Oberbecken. Steigt die Nachfrage, öffnen Ventile den Druckstollen, das Wasser fließt zurück und treibt Turbinen an, die Generatoren zur Stromerzeugung in Rotation versetzen.

Der entscheidende Unterschied zum reinen Speicherkraftwerk liegt im bidirektionalen Betrieb: Während ein Speicherkraftwerk ausschließlich natürlich zugeführtes Wasser einmalig nutzt, pumpt das Pumpspeicherkraftwerk dasselbe Wasser immer wieder zwischen Ober- und Unterbecken hin und her. Einen Überblick über alle Wasserkrafttypen bietet unser Artikel zu den Arten von Wasserkraftwerken im Überblick.

📌 Good-To-Know: Die Begriffe Pumpspeicherkraftwerk, Pumpspeicherwerk und Pumpwasserkraftwerk beschreiben dieselbe Technologie. Pumpenspeicherkraftwerk ist ebenfalls eine verbreitete Schreibvariante. Im Fachjargon ist die Kurzform PSW gebräuchlich.

Funktionsweise & Aufbau eines Pumpspeicherkraftwerks

Ein Pumpspeicherkraftwerk besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten, die im Turbinen- und Pumpbetrieb zusammenarbeiten. Die allgemeinen Grundlagen der Wasserkrafttechnik erklärt unser Artikel zum Aufbau und Funktionsweise eines Wasserkraftwerks.

Schema eines Speicherkraftwerks: Wasser fließt zwischen Ober- und Unterbecken durch Rohre, Turbine, Generator, Pumpe, Krafthaus und Damm; Pfeile zeigen Stromerzeugung und -speicherung an.

Ober- und Unterbecken

Das Oberbecken liegt auf einer Anhöhe und dient als Energiespeicher. Je höher es über dem Unterbecken liegt, desto mehr potenzielle Energie steht zur Verfügung. Goldisthal in Thüringen etwa hat einen Höhenunterschied von rund 300 Metern zwischen Ober- und Unterbecken. Das Oberbecken fasst dort 13 Millionen Kubikmeter Arbeitswasser, ausreichend für rund neun Stunden Volllastbetrieb.

Das Unterbecken nimmt das abfließende Wasser auf und hält es für den nächsten Pumpdurchgang bereit. Bei einigen Anlagen dient ein natürlicher Fluss oder ein vorhandener Stausee als Unterbecken.

Pumpen und Turbinen

Im Turbinenbetrieb fließt Wasser vom Oberbecken durch den Druckstollen bergab und treibt Turbinen an. Dabei kommen je nach Fallhöhe Francis-, Pelton- oder Kaplan-Turbinen zum Einsatz. Goldisthal nutzt sogenannte Pumpturbinen, die in beide Richtungen arbeiten. Im Pumpbetrieb drehen sich dieselben Maschinen als Pumpen und fördern Wasser zurück ins Oberbecken.

Goldisthal setzt als erste Anlage Europas drehzahlgeregelte Pumpturbinen ein. Zwei der vier Maschinensätze arbeiten mit variabler Drehzahl, was sowohl beim Turbinieren als auch beim Pumpen einen optimalen Wirkungsgrad ermöglicht.

Maschinenhalle, Rohrleitungen und Steuereinheit

Die Maschinenhalle beherbergt Turbinen, Generatoren und die gesamte Leittechnik. Bei modernen Anlagen liegt sie unterirdisch in einer Kaverne, was sie vor Witterung schützt und den Landschaftseingriff minimiert. Die Druckstollen verbinden Ober- und Unterbecken mit der Maschinenhalle. Ein Wasserschloss gleicht Druckschwankungen aus, die beim Öffnen und Schließen der Absperrventile entstehen.

Die Steuereinheit koordiniert den Wechsel zwischen Pump- und Turbinenbetrieb. Moderne Anlagen reagieren innerhalb von Sekunden auf Signale aus dem Stromnetz und können vom Stillstand auf Volllast in unter zwei Minuten hochgefahren werden.

🌱 Green-Fact: Pumpspeicherkraftwerke erzeugen im Betrieb keine CO₂-Emissionen. Ihr eigentlicher Beitrag zur Energiewende liegt nicht in der Stromerzeugung, sondern in der zeitlichen Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch: Überschüssiger Solarstrom vom Mittag wird als Abendstrom verfügbar gemacht.

Das Diagramm vergleicht den Generatorbetrieb und den Pumpbetrieb in einem Pumpspeicherkraftwerk und zeigt den Wasserfluss, die Turbinen, den Generator/Motorbetrieb und die Richtung der elektrischen Energie.

Wirkungsgrad eines Pumpspeicherkraftwerks

Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel der eingesetzten Pumpenergie beim Turbinieren zurückgewonnen wird. Moderne Pumpspeicherkraftwerke erreichen im Gesamtzyklus 70 bis 80 %. Von 100 kWh Strom, die zum Hochpumpen eingesetzt werden, stehen beim Abruf also 70 bis 80 kWh als nutzbarer Strom zur Verfügung. Der Rest geht als Wärme in Turbinen, Pumpen, Generatoren und Leitungen verloren.

Das klingt nach Verlust, ist aber bewusst kalkuliert. Pumpspeicherkraftwerke kaufen Strom dann, wenn er günstig und im Überfluss vorhanden ist, etwa nachts oder bei Solarspitzen am Mittag. Sie verkaufen ihn dann, wenn die Nachfrage und damit der Preis hoch sind. Der Wirkungsgradverlust ist dabei der wirtschaftlich akzeptierte Preis für Flexibilität und Netzstabilität.

Ergänzung um Photovoltaik

Wer sich fragt, ob ein Pumpspeicherkraftwerk sinnvoll ist, wenn beim Zyklus Energie verloren geht, hat richtig gedacht. Eine interessante Antwort darauf liefert die Kombination von Pumpspeicher und Photovoltaik.

Ein Solarpark erzeugt nach Amortisation der Anlage „quasi kostenfreien“ Strom, welcher dann für den Betrieb der Pumpen genutzt werden kann. Das Pumpspeicherkraftwerk gibt sie dann zum benötigten Zeitpunkt ab, beispielsweise abends oder bei Stromspitzen im Winter. Der Wirkungsgradverlust fällt kaum ins Gewicht, wenn die Eingangsenergie nahezu kostenfrei produziert wurde.

Ein konkretes Beispiel aus Deutschland ist das Pumpspeicherwerk Markersbach im Erzgebirge. Vattenfall hat dort im Rahmen des Projekts „pv@hydro“ eine Photovoltaikanlage mit 4,3 Megawatt am Damm des Oberbeckens installiert, bestehend aus rund 11.000 Solarmodulen. Zusätzlich wurden Dachflächen nachgerüstet, sodass beide Standorte Markersbach und Geesthacht zusammen auf 7 Megawatt Photovoltaikleistung kommen. Die Solaranlage erzeugt jährlich so viel Strom, wie etwa 1.500 deutsche Durchschnittshaushalte verbrauchen.

📌 Good-To-Know: Die Kombination aus Pumpspeicher und Photovoltaik gilt als Blaupause für die nächste Generation hybrider Kraftwerke. Solarüberschüsse am Mittag werden direkt in Lageenergie umgewandelt und stehen abends als sauberer Regelstrom bereit.

Pumpspeicherkraftwerk: Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Einzige Großspeichertechnologie im GW-Bereich
  • Netzstabilisierung in Sekunden
  • Kaum Emissionen im Betrieb
  • Jahrzehnte Lebensdauer (Goldisthal seit 2003)
  • Bidirektionaler Betrieb (Pumpen und Erzeugen)
  • Ergänzt Wind und Solar optimal

Nachteile

  • Wirkungsgradverlust von 20-30 % pro Zyklus
  • Hohe Investitionskosten (mehrere hundert Mio. Euro)
  • Standortabhängig: braucht großen Höhenunterschied
  • Ökologische Eingriffe durch Stauseebau
  • Lange Genehmigungsverfahren bei Neubau
  • Wirtschaftlichkeit abhängig von Strompreisdifferenz

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks gehört zu den kapitalintensivsten Infrastrukturprojekten überhaupt. Goldisthal kostete rund 620 Millionen Euro, das grenzüberschreitende Kraftwerk Vianden an der luxemburgisch-deutschen Grenze wurde mit rund 1,5 Milliarden Euro beziffert. Die Kosten entstehen hauptsächlich durch den Stollenbau, die Kaverne für das Maschinenhaus und die Beckeninfrastruktur.

Die Wirtschaftlichkeit hängt direkt von der Preisdifferenz zwischen günstiger Pumpenergie und teurem Spitzenstrom ab. Geringe Spreads im Strommarkt, wie sie in den 2010er-Jahren durch Überkapazitäten entstanden, senkten die Rentabilität vieler Anlagen. Mit dem weiteren Ausbau von Wind und Solar und den damit verbundenen häufigeren Preisspitzen steigt die wirtschaftliche Attraktivität von Pumpspeicherkraftwerken wieder.

Pumpspeicherkraftwerk für zuhause: geht das?

Ein klassisches Pumpspeicherkraftwerk im eigenen Garten ist technisch nicht realisierbar. Der Grund liegt in der Physik: Die speicherbare Energiemenge hängt vom Volumen und der Fallhöhe des Wassers ab. Um 1 kWh Energie zu speichern, braucht es bei 100 Metern Fallhöhe rund 3.700 Liter Wasser. Selbst kleine Hausbatterien mit 10 kWh würden also 37.000 Liter und einen zehnstöckigen Höhenunterschied erfordern.

Für private Stromspeicherung sind Lithium-Ionen-Batteriespeicher in Kombination mit einer Photovoltaikanlage die praktische Lösung. Pumpspeicherkraftwerke bleiben eine Technologie für den industriellen und volkswirtschaftlichen Maßstab.

✓ Dran gedacht? Mini-Pumpspeicher in sehr kleinem Maßstab werden erforscht, etwa mit unterirdischen Schächten oder Gewichten statt Wasser. Kommerziell verfügbare Haushalts-Pumpspeicher gibt es bislang nicht.

Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland

Deutschland verfügt über rund 30 Pumpspeicherkraftwerke mit einer installierten Gesamtleistung von ca. 9,4 bis 10 GW und einer Speicherkapazität von rund 37 bis 40 GWh. Damit ist Deutschland europaweit einer der wichtigsten Standorte für Pumpspeichertechnologie, hinter Österreich und der Schweiz, die je nach Hochgebirgstopographie noch höhere spezifische Kapazitäten aufweisen.

KraftwerkBundeslandLeistungBesonderheit
GoldisthalThüringen1.060 MWGrößtes Wasserkraftwerk Deutschlands; erste drehzahlgeregelte PSW-Einheit in Europa
MarkersbachSachsen1.050 MWEines der größten PSW im Osten Deutschlands; Projekt pv@hydro mit 7 MW Photovoltaik
ViandenGrenzanlage DE/LU1.296 MWGrößte Pumpspeicheranlage Westeuropas an der Our
WaldeckHessenCa. 480 MWEiner der ältesten Pumpspeicherstandorte Deutschlands am Edersee
HappurgBayernCa. 160 MWUnterirdische Kaverne und Betrieb seit 1965

Beim weiteren Ausbau stehen lange Genehmigungsverfahren, ökologische Auflagen und die Frage der Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Mehr zur Entwicklung der Wasserkraft in Deutschland bietet unser Artikel zu Wasserkraftwerken in Deutschland.

Fazit

Pumpspeicherkraftwerke sind das Rückgrat der flexiblen Stromerzeugung in Deutschland. Sie speichern keine neue Energie, sondern verlagern sie zeitlich und machen damit volatile Quellen wie Wind und Solar verlässlich nutzbar. Trotz hoher Baukosten und begrenzter Ausbaumöglichkeiten bleiben sie die wirtschaftlichste Großspeichertechnologie für die Energiewende. Kleinere Batteriespeicher wachsen zwar schnell, erreichen aber auf absehbare Zeit nicht die Kapazitäten, die Pumpspeicherkraftwerke im Gigawattbereich bereitstellen.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert ein Pumpspeicherkraftwerk einfach erklärt?

In Zeiten günstigen Stroms pumpen leistungsstarke Pumpen Wasser vom Unterbecken ins höher gelegene Oberbecken. Das Wasser speichert dabei potenzielle Energie. Wenn Strom gebraucht wird, öffnen Ventile den Druckstollen, das Wasser fließt bergab, treibt Turbinen an und der Generator erzeugt Strom. Das Unterbecken sammelt das Wasser für den nächsten Zyklus.

Was ist ein Pumpspeicherkraftwerk?

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist eine Anlage, die elektrische Energie als potenzielle Energie in Form von hochgepumptem Wasser speichert und bei Bedarf wieder in Strom umwandelt. Es fungiert damit als wiederaufladbarer Stromspeicher im industriellen Maßstab und ist die weltweit am weitesten verbreitete Großspeichertechnologie.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Pumpspeicherkraftwerks?

Der Gesamtwirkungsgrad im Pump-Turbinen-Zyklus liegt bei modernen Anlagen bei 70 bis 80 %. Von 100 kWh Pumpenergie werden beim Abruf 70 bis 80 kWh als Strom zurückgewonnen. Drehzahlgeregelte Anlagen wie Goldisthal erreichen mit variabler Drehzahl höhere Wirkungsgrade als ältere Festdrehzahl-Anlagen.

Wie viel Strom speichert ein Pumpspeicherkraftwerk?

Das hängt stark von Oberbeckenvolumen und Fallhöhe ab. Goldisthal mit 1.060 MW kann rund neun Stunden lang Volllast erzeugen. Die gesamte installierte Speicherkapazität aller deutschen Pumpspeicherkraftwerke beträgt rund 37 bis 40 GWh, genug für einige Stunden Grundlastversorgung Deutschlands.

Wie viele Pumpspeicherkraftwerke gibt es in Deutschland?

In Deutschland sind rund 30 Pumpspeicherkraftwerke in Betrieb mit einer installierten Gesamtleistung von ca. 9,4 bis 10 GW. Sie konzentrieren sich vor allem auf Bayern, Thüringen, Hessen, Sachsen und Baden-Württemberg, wo die Topographie ausreichend Höhenunterschied bietet.

Was sind Vor- und Nachteile eines Pumpspeicherkraftwerks?

Vorteile sind schnelle Regelbarkeit, keine Emissionen im Betrieb, jahrzehntelange Lebensdauer und die Fähigkeit, Strom im Gigawattstunden-Bereich zu speichern. Nachteile sind Wirkungsgradverluste von 20 bis 30 %, hohe Baukosten, Standortabhängigkeit und ökologische Eingriffe durch den Stauseebau.

Was kostet der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks?

Der Bau einer Großanlage kostet mehrere hundert Millionen bis über eine Milliarde Euro. Goldisthal kostete rund 620 Millionen Euro, Vianden wird mit ca. 1,5 Milliarden Euro beziffert. Die Hauptkosten entstehen durch Stollenbau, Kavernenkrafthaus und Beckeninfrastruktur. Kleinere Anlagen im zweistelligen Megawattbereich sind entsprechend günstiger.

Kann man ein Pumpspeicherkraftwerk für zuhause bauen?

Nein, ein klassisches Pumpspeicherkraftwerk ist für den Haushaltsmaßstab physikalisch nicht sinnvoll. Um 1 kWh zu speichern, braucht es bei 100 Metern Fallhöhe rund 3.700 Liter Wasser. Für private Stromspeicherung sind Lithium-Ionen-Batterien in Kombination mit Photovoltaik die praktische Alternative.

Wie unterscheidet sich ein Pumpspeicherkraftwerk von einem Speicherkraftwerk?

Ein reines Speicherkraftwerk nutzt ausschließlich natürlich zugeführtes Wasser aus Niederschlag und Schmelzwasser, das einmalig durch die Turbinen fließt und nicht zurückgepumpt wird. Ein Pumpspeicherkraftwerk pumpt dasselbe Wasser aktiv zwischen zwei Becken hin und her und speichert damit elektrische Energie bidirektional. Mehr dazu im Artikel zum Speicherkraftwerk.

Welche bekannten Pumpspeicherkraftwerke gibt es in Deutschland?

Die bekanntesten deutschen Anlagen sind Goldisthal in Thüringen (1.060 MW, größtes Wasserkraftwerk Deutschlands), Markersbach in Sachsen (1.050 MW), Vianden an der luxemburgischen Grenze (1.296 MW) und Waldeck in Hessen (ca. 480 MW). Goldisthal ist als erste Anlage Europas mit drehzahlgeregelten Pumpturbinen ausgestattet.

Richard Roth
Richard Roth vereint seine Leidenschaft als Autor mit einer tiefen Begeisterung für die Natur und der Verwendung erneuerbarer Energien. Engagiert in Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag, fokussiert er sich besonders auf die Anwendung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten. Dabei möchte er besondere Aufmerksamkeit im Bereich der nachhaltigen Investment-Möglichkeiten schaffen und mehr Menschen dazu motivieren Rentabilität mit einem umweltbewussten Lebensstil zu vereinen.

Weitere Artikel:

Investing nachhaltig crowdinvesting
Ein Mann sitzt auf einem kleinen Balkon, umgeben von Topfpflanzen, und arbeitet an einem Tablet. Am Geländer sind zwei Sonnenkollektoren aus seinem jüngsten Balkonkraftwerk Vergleich angebracht, während auf dem Wohnhaus ähnliche mit Pflanzen bepflanzte Balkone zu sehen sind.