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Was kann man mit 3.000 kWh abdecken?
Mit einem Jahresertrag von 3.000 Kilowattstunden können Sie den Strombedarf von kleineren Haushalten abdecken. In der Regel entspricht der Verbrauch dem Bedarf von Haushalten mit 2-3 Personen.
Wichtig: Sind eine Wallbox oder Wärmepumpe geplant, wird entsprechend mehr Leistung benötigt, um den zusätzlichen Bedarf abzudecken.
Wieviel Photovoltaik-Leistung wird für 3.000 kWh benötigt?
Um 3.000 kWh pro Jahr zu erzeugen, benötigen Sie nach der Faustregel eine Anlage mit 3 kWp. Für Deutschland rechnet man mit circa 1 kWp pro 1.000 kWh. Für eine genauere Berechnung werden Standort, Ausrichtung und andere Faktoren berücksichtigt, wodurch auch die benötigte Leistung entweder höher oder leicht niedriger sein kann. Empfohlen werden 3-4 kWp für einen jährlichen Ertrag von 3.000 kWh.
Standorte im Süden profitieren zum Beispiel von mehr Sonnenstunden als der Norden. Bei Südausrichtung und einem Neigungswinkel von 30° erzielen PV-Anlagen in der Regel die besten Erträge.
Wir empfehlen, die Berechnung für die passende Solaranlage mit einem Fachbetrieb durchzuführen, um die maximale Effizienz zu erreichen. In unserem PV-Rechner finden Sie schnell und einfach passende Angebote von regionalen Anbietern und Förderprogramme für die Anschaffung der Anlage.
Wie viele Solarmodule sind das?
Um die Anzahl der benötigten Module zu bestimmen, ist ein Blick auf die Leistung der Module nötig. Moderne Varianten haben typischerweise um die 400-450 Watt Nennleistung, wohingegen ältere Modelle nur 300 Watt Leistung bringen. Für eine 3 bis 4 kWp Anlage ergibt sich daraus folgende Übersicht:
| Modulleistung (Watt) | Benötigte Anzahl für 3 kWp | Benötigte Anzahl für 4 kWp |
|---|---|---|
| 300 | 10 Module | 13-14 Module |
| 350 | 8-9 Module | 11-12 Module |
| 400 | 7-8 Module | 10 Module |
| 450 | 6-7 Module | 8-9 Module |
📌 Good-To-Know: Leistungsstärkere Module benötigen weniger Dachfläche, sind jedoch in der Anschaffung meist etwas teurer. Bei begrenztem Platzangebot lohnt sich die Investition in hocheffiziente Solarmodule dennoch.
Welcher Größe einer Solaranlage entspricht das?
Für einen Ertrag von 3.000 kWh empfiehlt sich eine Anlage zwischen 3 und 4 kWp Nennleistung. Wir empfehlen jedoch eine leichte Überdimensionierung, um gerade in den sonnenärmeren Monaten genug Strom zu erzeugen. Eine Anlage mit 4 kWp hat zudem Reserven für künftigen zusätzlichen Strombedarf. Wer mittelfristig eine Wallbox für ein E-Auto oder eine Wärmepumpe installieren möchte, sollte von vornherein eine größere Anlage mit 5 bis 6 kWp ins Auge fassen.
Je nach Größe der Module braucht man 15 bis 25 qm Dachfläche. Eine optimal angelegte 4 kWp Anlage bringt oft mehr als 3.000 kWh im Jahr. Den nicht selbst verbrauchten Solarstrom kann man ins öffentliche Netz einspeisen, hier erhält man zur Zeit etwa 8 Cent für die Kilowattstunde.
✓ Dran gedacht? Besser zu groß als zu klein planen. Nachrüstungen sind später oft teurer als direkt größer dimensionierte Anlagen.
Kosten einer Photovoltaikanlage für 3.000 kWh
Eine Photovoltaikanlage mit 3 bis 4 kWp Leistung kostet inklusive Installation zwischen 6.000-9.000 €. Pro installiertem kWp können Sie mit etwa 1.800-2.200 € rechnen. Dabei sind bereits Wechselrichter, Verkabelung und Montagesystem enthalten. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Sie einen Batteriespeicher integrieren möchten. Ein Speicher mit 5 kWh Kapazität schlägt mit weiteren 4.000-6.000 € zu Buche.
Die jährliche Ersparnis hängt stark von Ihrem Eigenverbrauch ab. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und 30 % Eigenverbrauch (ohne Speicher) sparen Sie etwa 420 €/Jahr an Stromkosten. Dazu kommen Einnahmen durch die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom von ungefähr 224 € jährlich.
Insgesamt ergibt sich eine Ersparnis von rund 644 € pro Jahr. Ohne Batteriespeicher amortisiert sich die Anlage damit nach etwa 10 bis 14 Jahren. Mit Speicher verlängert sich die Amortisationszeit auf 15 bis 18 Jahre, allerdings erhöht sich gleichzeitig die Unabhängigkeit vom Stromnetz deutlich und sorgt nach der Amortisation für mehr Einsparungen, da sie bis zu 80 % des selbsterzeugten Stroms nutzen können.
Wieviel kostet Ihre Solaranlage?
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Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus
Familie Huber lebt zu dritt in einem Einfamilienhaus in der Nähe von München mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.200 kWh. In Bayern liegt der durchschnittliche Ertrag bei etwa 1.050 kWh pro kWp. Für den Grundbedarf würde eine 3,5 kWp Anlage ausreichen, die etwa 3.675 kWh pro Jahr erzeugt.
Nun entscheidet sich die Familie jedoch für die Anschaffung eines Elektroautos mit Wallbox sowie einen Batteriespeicher. Für das E-Auto werden zusätzlich etwa 3.000 kWh pro Jahr benötigt. Der Gesamtstrombedarf steigt damit auf 6.200 kWh jährlich. Um diesen erhöhten Bedarf zu decken, wird die Anlage auf 7 kWp mit siebzehn 410-Watt-Modulen vergrößert.
Die 7 kWp Anlage erzeugt etwa 7.350 kWh Solarstrom pro Jahr. Dank des 8 kWh Batteriespeichers steigt die Eigenverbrauchsquote auf 60 %. Familie Huber nutzt damit 4.400 kWh selbst, speist 2.950 kWh ins Netz ein und bezieht nur noch 1.800 kWh aus dem öffentlichen Netz. Der Speicher ermöglicht es, überschüssigen Strom vom Tag für abends zu speichern und das E-Auto auch nach Sonnenuntergang mit Solarstrom zu laden.
🌱 Green-Fact: Mit 7.350 kWh selbst erzeugtem Solarstrom spart Familie Huber jährlich etwa 2,9 Tonnen CO₂ im Vergleich zum deutschen Strommix ein. Durch das elektrische Fahren kommen weitere 1,5 Tonnen CO₂-Einsparung hinzu.