Photovoltaik Ertragsrechner: So viel Strom & Geld spart Ihre PV-Anlage

Ein Modell eines modernen Hauses mit Sonnenkollektoren ist in einem Innenraum ausgestellt. Der Text lautet "-30% Energiekosten" und "+11.000 kWh". Sonnenlicht erfüllt das helle Wohnzimmer und unterstreicht die Vorteile, die der Photovoltaik Ertragsrechner zeigt.
Bevor Sie in eine Photovoltaikanlage investieren, möchten Sie wissen, wie viel Strom sie produziert und welche Ersparnis Sie erwarten können. Ein Photovoltaik Ertragsrechner liefert Ihnen innerhalb weniger Minuten eine fundierte Prognose basierend auf Ihrem Standort, der Dachausrichtung und der geplanten Anlagengröße. So können Sie bereits vor dem ersten Beratungsgespräch einschätzen, ob sich die Investition für Ihr Zuhause lohnt.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein PV-Ertragsrechner ermittelt anhand von Standort, Dachausrichtung und Anlagengröße den voraussichtlichen Jahresertrag in kWh und die finanzielle Ersparnis
  • Wesentliche Einflussfaktoren sind neben der Leistung in kWp auch Neigungswinkel, Wechselrichter-Effizienz, Eigenverbrauchsquote und regionale Sonneneinstrahlung
  • In Deutschland erzeugen PV-Anlagen je nach Bundesland zwischen 850 und 1.150 kWh pro kWp installierter Leistung jährlich
  • Für eine exakte Planung sollten Sie zusätzlich einen Fachbetrieb hinzuziehen, da individuelle Faktoren wie Verschattung oder zukünftige Verbraucher berücksichtigt werden müssen
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Inhaltsverzeichnis

Photovoltaik-Ertragsrechner
10 kWp
30°
8 kWh
⚠️
Jahresertrag
💰
Jährl. Ersparnis
⏱️
Amortisation
🏠
Eigenverbrauch
Eigenverbrauch vs. Einspeisung
Ersparnis-Zusammensetzung
⚠️ Diese Berechnung basiert auf Durchschnittswerten. Für eine präzise Planung empfehlen wir eine Vor-Ort-Analyse durch einen Fachbetrieb.

Wie funktioniert der PV-Ertragsrechner?

Der Photovoltaik Ertragsrechner arbeitet mit verschiedenen Eingabeparametern, die Sie selbst festlegen können. Dazu gehören Ihr Standort oder Ihre Postleitzahl, die installierte Leistung in Kilowattpeak (kWp), die Dachausrichtung sowie der Neigungswinkel Ihres Daches. Zusätzlich können Sie Angaben zu Ihrem jährlichen Stromverbrauch, einem eventuell vorhandenen Stromspeicher und Ihrem aktuellen Strompreis machen.

Auf Basis dieser Werte ermittelt der Rechner den voraussichtlichen Jahresertrag Ihrer Anlage in Kilowattstunden. Gleichzeitig berechnet er die finanzielle Ersparnis durch eingesparten Strombezug und mögliche Einnahmen aus der Netzeinspeisung. Die Ergebnisse basieren auf Durchschnittswerten und Erfahrungsdaten aus Ihrer Region.

📌 Good-To-Know: Die Genauigkeit solcher Rechner liegt typischerweise bei etwa 10 bis 15 % Abweichung zur späteren Realität. Für eine präzise Dimensionierung Ihrer Anlage sollten Sie zusätzlich einen Fachbetrieb beauftragen, der eine detaillierte Vor-Ort-Analyse durchführt.

Welche Faktoren beeinflussen Ertrag und Rendite der PV-Anlage?

Der tatsächliche Ertrag und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage hängen von zahlreichen Faktoren ab. Manche davon können Sie aktiv beeinflussen, andere sind durch die örtlichen Gegebenheiten vorgegeben. Im Folgenden erfahren Sie, welche Parameter den größten Einfluss auf Ihre Ertragsberechnung haben und wie sich diese konkret auswirken.

Standort

Der geografische Standort bestimmt maßgeblich, wie viel Sonneneinstrahlung Ihre Anlage erhält. In Deutschland gibt es erhebliche regionale Unterschiede bei der Globalstrahlung, also der gesamten Sonnenenergie, die auf eine Fläche trifft. Während der Süden Deutschlands durchschnittlich 1.100 bis 1.200 kWh pro Quadratmeter und Jahr erreicht, liegen die Werte im Norden eher bei 950 bis 1.050 kWh.

Für Sie als Anlagenbetreiber:in bedeutet das konkrete Unterschiede beim jährlichen Ertrag. Die folgende Tabelle zeigt typische Ertragswerte pro installiertem Kilowattpeak für verschiedene Bundesländer:

BundeslandDurchschnittlicher Jahresertrag pro kWp (kWh)
Bayern1.050-1.150
Baden-Württemberg1.000-1.100
Rheinland-Pfalz980-1.080
Hessen960-1.060
Sachsen950-1.050
Nordrhein-Westfalen920-1.020
Brandenburg930-1.030
Niedersachsen900-1.000
Mecklenburg-Vorpommern890-990
Schleswig-Holstein880-980

Neigungswinkel und Ausrichtung

Optimal sind in Deutschland Dachneigungen zwischen 30 und 35 Grad bei einer Südausrichtung. Ein nach Südosten oder Südwesten ausgerichtetes Dach verringert den Ertrag typischerweise um 5-10 % gegenüber einer reinen Südausrichtung. Ost-West-Dächer erreichen immer noch etwa 80-85 % des Maximalertrags und bieten den Vorteil einer gleichmäßigeren Stromproduktion über den Tag verteilt.

Leistung der PV-Anlage

Die installierte Leistung in Kilowattpeak gibt an, wie viel Strom Ihre Anlage unter standardisierten Testbedingungen maximal erzeugen kann. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 4.000 kWh Jahresverbrauch werden typischerweise Anlagen zwischen 8 und 12 kWp dimensioniert. Sie sollten die Anlagengröße an Ihren tatsächlichen Strombedarf anpassen und dabei auch zukünftige Verbraucher wie eine Wärmepumpe oder Wallbox berücksichtigen.

Wechselrichter

Der Wechselrichter wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom um. Moderne Geräte erreichen Wirkungsgrade von 96-99 %, was bedeutet, dass nur 1-4 % der Energie bei der Umwandlung verloren gehen. Hochwertige Wechselrichter arbeiten zudem über einen größeren Leistungsbereich effizient und ermöglichen oft die Fernüberwachung Ihrer Anlage per App.

Speicher (Eigenverbrauch)

Ein Batteriespeicher erhöht Ihre Eigenverbrauchsquote von typischerweise 30-40 % auf 60-80 %. Pro gespeicherter Kilowattstunde sparen Sie die Differenz zwischen Ihrem Strompreis und der Einspeisevergütung, bei einem Strompreis von 40 Cent und einer Einspeisevergütung von 8 Cent sind das 32 Cent pro kWh. Moderne Lithium-Ionen-Speicher kosten aktuell zwischen 800 und 1.200 € pro Kilowattstunde nutzbarer Kapazität.

Dran gedacht? Die Speicherförderung variiert zwischen den Bundesländern. Informieren Sie sich vor dem Kauf über regionale Förderprogramme, die die Investitionskosten erheblich senken können.

Degradation & Alterung der PV-Anlage

Photovoltaikmodule verlieren mit der Zeit an Leistungsfähigkeit. Hochwertige Module weisen typischerweise eine Degradation von 0,25-0,5 % pro Jahr auf, günstigere Modelle können bis zu 0,7 % jährlich verlieren. Hersteller geben auf ihre Module meist Leistungsgarantien, die mindestens 80 % der Nennleistung nach 25 Jahren zusichern.

Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie sich die Modulleistung und der Jahresertrag über 25 Jahre entwickeln können (bei einer Anfangsleistung von 10 kWp und 1.000 kWh/kWp Ertrag):

JahrVerbleibende_LeistungJahresertrag_kWhDegradation_kumuliert
110.00 kWp100000 %
59.75 kWp97502.5 %
109.50 kWp95005.0 %
159.25 kWp92507.5 %
209.00 kWp900010.0 %
258.75 kWp875012.5 %

Neben den Modulen altern auch andere Systemkomponenten. Wechselrichter haben typischerweise eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und müssen während der Anlagenlaufzeit mindestens einmal ausgetauscht werden. Kalkulieren Sie diese Kosten bei Ihrer Wirtschaftlichkeitsberechnung mit ein.

Zusammenhang zwischen Ertrag und Ersparnis

Der Ertrag Ihrer Photovoltaikanlage wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und gibt an, wie viel Strom Sie im Jahr produzieren. Dieser Wert bildet die Grundlage für die Berechnung Ihrer tatsächlichen Ersparnis. Allerdings führt nicht jede erzeugte Kilowattstunde automatisch zur gleichen finanziellen Einsparung.

Entscheidend ist, wie viel von Ihrem selbst erzeugten Strom Sie direkt verbrauchen und wie viel Sie ins Netz einspeisen. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde erspart Ihnen den Bezug teuren Netzstroms, aktuell etwa 30 bis 40 Cent pro kWh. Für eingespeisten Strom erhalten Sie hingegen nur die deutlich geringere Einspeisevergütung von derzeit rund 8 Cent pro kWh.

Beispiel
Angenommen, Ihre 10-kWp-Anlage erzeugt 10.000 kWh jährlich. Bei 40 % Eigenverbrauch nutzen Sie 4.000 kWh selbst und speisen 6.000 kWh ein. Die Ersparnis berechnet sich dann aus 4.000 kWh × 0,35 € (gesparter Strombezug) plus 6.000 kWh × 0,08 € (Einspeisevergütung), also 1.400 € plus 480 €, insgesamt 1.880 € pro Jahr. Könnten Sie Ihren Eigenverbrauch auf 70 Prozent steigern, würde Ihre jährliche Ersparnis auf etwa 2.690 Euro wachsen.

Deshalb zielen moderne PV-Konzepte darauf ab, den Eigenverbrauch zu maximieren. Stromspeicher, intelligente Verbrauchssteuerung und die zeitliche Anpassung Ihrer Gewohnheiten helfen dabei, mehr vom selbst erzeugten Strom auch selbst zu nutzen.

Typische Ertragshindernisse: Darauf sollten Sie achten

Ein Photovoltaik Ertragsrechner arbeitet mit idealisierten Annahmen und Durchschnittswerten. In der Realität gibt es jedoch zahlreiche Faktoren, die den tatsächlichen Ertrag mindern können. Für eine präzise Planung sollten Sie diese Besonderheiten kennen und einen Fachbetrieb hinzuziehen, der Ihre individuelle Situation vor Ort analysiert und die Anlage optimal dimensioniert.

Verschattung

Selbst teilweise Verschattungen durch Schornsteine, Bäume oder Nachbargebäude können den Ertrag erheblich reduzieren. Moderne Optimierungstechniken wie Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter verringern die Auswirkungen deutlich, da jedes Modul unabhängig arbeitet. Ein Fachbetrieb führt eine detaillierte Verschattungsanalyse durch und ermittelt, welche Dachbereiche sich optimal für die Belegung eignen.

Tatsächlich nutzbare Dachfläche

Dachfenster, Gauben, Lüftungsrohre und vorgeschriebene Abstände zu Dachkanten reduzieren die belegbare Fläche erheblich. Auch statische Grenzen können die maximale Anlagengröße reduzieren, besonders bei älteren Gebäuden. Ein erfahrener Installateur plant die Modulbelegung so, dass Sie die verfügbare Fläche optimal nutzen.

Zukünftige Energiefresser (Wärmepumpe/Wallbox)

Eine Wärmepumpe steigert den jährlichen Stromverbrauch typischerweise um 3.000 bis 6.000 kWh, eine Wallbox kann weitere 2.000 bis 4.000 kWh hinzufügen. Planen Sie solche Anschaffungen in den nächsten Jahren, sollten Sie Ihre PV-Anlage von vornherein entsprechend größer dimensionieren. Moderne Wärmepumpen und Wallboxen können so gesteuert werden, dass sie bevorzugt dann laufen, wenn Ihre PV-Anlage viel Strom produziert.

Ertrag selber berechnen: so funktioniert’s

Sie möchten selbst nachrechnen, ob sich eine Photovoltaikanlage für Ihr Haus lohnt? Mit einer einfachen Beispielrechnung können Sie den ungefähren Ertrag und die Ersparnis abschätzen. Folgendes Szenario dient als Grundlage:

Ein Einfamilienhaus in Hessen mit 4.500 kWh Jahresverbrauch, Südausrichtung, 35 Grad Dachneigung und einem Strompreis von 35 Cent pro kWh.

Schritt 1: Anlagengröße festlegen

Für ein Einfamilienhaus mit 4.500 kWh Verbrauch empfiehlt sich eine Anlagengröße von etwa 10 kWp. Damit können Sie Ihren Strombedarf weitgehend abdecken und haben Reserve für zukünftige Verbraucher. Pro kWp benötigen Sie circa 5 bis 6 Quadratmeter Dachfläche, also insgesamt etwa 50 bis 60 Quadratmeter.

Schritt 2: Jahresertrag ermitteln

In Hessen liegt der durchschnittliche Ertrag bei etwa 1.000 kWh pro kWp und Jahr. Bei optimaler Südausrichtung und 35 Grad Neigung können Sie mit dem vollen Wert rechnen. Ihre Rechnung lautet also: 10 kWp × 1.000 kWh/kWp = 10.000 kWh Jahresertrag.

Schritt 3: Eigenverbrauch bestimmen

Ohne Stromspeicher liegt Ihr Eigenverbrauch bei etwa 35 Prozent Ihres erzeugten Stroms. Sie verbrauchen also 10.000 kWh × 0,35 = 3.500 kWh selbst und speisen 6.500 kWh ins Netz ein.

Schritt 4: Ersparnis berechnen

Jede selbst verbrauchte kWh spart Ihnen 35 Cent Strombezug. Das ergibt 3.500 kWh × 0,35 Euro = 1.225 Euro jährliche Ersparnis durch vermiedenen Netzbezug. Für die 6.500 eingespeisten kWh erhalten Sie etwa 8 Cent Einspeisevergütung, also 6.500 kWh × 0,08 Euro = 520 Euro. Ihre Gesamtersparnis beträgt somit 1.225 Euro + 520 Euro = 1.745 Euro pro Jahr.

Schritt 5: Mit Speicher rechnen

Entscheiden Sie sich für einen 8-kWh-Stromspeicher, steigt Ihr Eigenverbrauch auf etwa 65 Prozent. Sie nutzen dann 6.500 kWh selbst und speisen nur noch 3.500 kWh ein. Die Ersparnis erhöht sich auf 6.500 kWh × 0,35 Euro = 2.275 Euro plus 3.500 kWh × 0,08 Euro = 280 Euro, insgesamt also 2.555 Euro pro Jahr. Die Mehrersparnis von 810 Euro gegenüber dem System ohne Speicher muss die zusätzlichen Investitionskosten von circa 7.000 bis 9.000 Euro für den Speicher amortisieren.

Schritt 6: Amortisation kalkulieren

Bei Investitionskosten von etwa 18.000 Euro für die 10-kWp-Anlage ohne Speicher ergibt sich eine Amortisationszeit von 18.000 Euro ÷ 1.745 Euro = etwa 10,3 Jahre. Mit Speicher liegen die Gesamtkosten bei etwa 25.000 Euro, die Amortisationszeit beträgt dann 25.000 Euro ÷ 2.555 Euro = etwa 9,8 Jahre. Der Speicher rechnet sich in diesem Beispiel durch die höhere jährliche Ersparnis sogar etwas schneller.

Diese Rechnung zeigt die grundlegende Methodik, berücksichtigt aber noch keine Degradation, Wartungskosten, Strompreissteigerungen oder Förderungen. Für eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse sollten Sie diese Faktoren ebenfalls einbeziehen.

Fazit

Ein Photovoltaik Ertragsrechner gibt Ihnen schnell und unkompliziert eine erste Einschätzung, wie viel Strom Ihre geplante Anlage erzeugen wird und welche Ersparnis Sie erwarten können. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab, die nur eine professionelle Vor-Ort-Analyse vollständig erfassen kann. Nutzen Sie den Rechner als wertvollen ersten Schritt in Ihrer Planung und lassen Sie sich anschließend von einem qualifizierten Fachbetrieb beraten, der Ihre persönliche Situation detailliert analysiert und eine optimal dimensionierte Anlage plant.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage pro Jahr?

Eine Photovoltaikanlage in Deutschland erzeugt durchschnittlich 900 bis 1.150 kWh pro installiertem kWp jährlich, abhängig vom Standort. Eine typische 10-kWp-Anlage produziert somit etwa 9.000 bis 11.500 kWh Strom pro Jahr. Im sonnenreichen Süden erreichen Sie die höheren Werte, während in Norddeutschland eher die unteren Bereiche realistisch sind. Optimale Ausrichtung und Neigung können den Ertrag zusätzlich um 10 bis 15 % steigern.

Wie genau ist ein Photovoltaik-Ertragsrechner?

Die meisten Online-Ertragsrechner liefern Prognosen mit einer Genauigkeit von etwa 85 bis 90 %. Abweichungen entstehen durch individuelle Faktoren wie lokale Verschattung, Mikroklima oder besondere Wetterjahre. Für eine erste Orientierung sind die Rechner sehr wertvoll, eine verbindliche Planung sollte jedoch immer durch einen Fachbetrieb mit detaillierter Vor-Ort-Analyse erfolgen. Je mehr präzise Daten Sie eingeben, desto genauer wird das Ergebnis.

Wie stark beeinflusst die Ausrichtung den Ertrag einer PV-Anlage?

Eine optimale Südausrichtung liefert in Deutschland den höchsten Jahresertrag. Südost- oder Südwest-Dächer erreichen immer noch 90 bis 95 % des Maximalertrags und verteilen die Produktion günstiger über den Tag. Reine Ost- oder West-Ausrichtungen bringen etwa 80 bis 85 %, können aber bei hohem Eigenverbrauch wirtschaftlich durchaus attraktiv sein. Selbst eine Nordausrichtung liefert noch rund 60% des Optimalertrags, rechnet sich allerdings meist nicht.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auch ohne Stromspeicher?

Ja, eine PV-Anlage rechnet sich auch ohne Speicher. Sie erreichen zwar nur 30 bis 40 % Eigenverbrauch, sparen aber dennoch mehrere hundert Euro jährlich an Stromkosten und erhalten zusätzlich die Einspeisevergütung. Ohne Speicher sind die Anschaffungskosten deutlich niedriger, was die Amortisationszeit verkürzt. Besonders wirtschaftlich wird es, wenn Sie Ihre Hauptverbraucher wie Waschmaschine oder Geschirrspüler in die sonnigen Mittagsstunden verlagern können.

Wie wirkt sich ein Stromspeicher auf Ertrag und Rendite aus?

Ein Stromspeicher erhöht nicht den Ertrag Ihrer Anlage, sondern Ihren Eigenverbrauch. Statt 30 bis 40 % können Sie 60 bis 80 % Ihres selbst erzeugten Stroms nutzen. Pro zusätzlich selbst verbrauchter kWh sparen Sie die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung, aktuell etwa 25 bis 30 Cent. Ob sich die Investition von 7.000 bis 12.000 € lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil, den Strompreisen und eventuellen Förderungen ab. In vielen Fällen amortisiert sich ein Speicher nach 10 bis 15 Jahren.

Wie lange dauert es, bis sich eine PV-Anlage amortisiert?

Die Amortisationszeit liegt in Deutschland typischerweise zwischen 8 und 14 Jahren. Entscheidend sind die Investitionskosten, Ihr Strompreis, die Höhe der Einspeisevergütung und Ihr Eigenverbrauch. Bei hohen Strompreisen und ohne Förderung können sich Anlagen bereits nach 8 bis 10 Jahren rechnen. Mit den üblichen Herstellergarantien von 25 Jahren und tatsächlichen Laufzeiten von 30 Jahren und mehr erwirtschaften Sie nach der Amortisation noch viele Jahre lang Gewinne.

Produziert eine PV-Anlage auch bei schlechtem Wetter Strom?

Ja, Photovoltaikmodule erzeugen auch bei bewölktem Himmel Strom. Allerdings sinkt die Leistung auf etwa 10 bis 25 % der Nennleistung, je nach Bewölkungsgrad. Selbst bei Regen und dichter Wolkendecke fließt noch ein geringer Strom. Moderne Module arbeiten inzwischen auch mit diffusem Licht effizienter als frühere Generationen. Im Jahresverlauf gleichen sonnige Tage die schwächeren Perioden aus, sodass Sie im Durchschnitt auf die prognostizierten Ertragswerte kommen.

Sinkt der Ertrag einer Photovoltaikanlage mit der Zeit?

Ja, durch Degradation verlieren Module jährlich etwa 0,25 bis 0,7 % ihrer Leistung. Hochwertige Module liegen am unteren Ende dieser Spanne. Nach 25 Jahren erbringen qualitativ gute Anlagen noch etwa 85 bis 90 % ihrer ursprünglichen Leistung. Hersteller garantieren meist mindestens 80 % Restleistung nach 25 Jahren. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung sollten Sie diesen schleichenden Leistungsverlust berücksichtigen, um realistische Langzeitprognosen zu erhalten.

Richard Roth
Richard Roth vereint seine Leidenschaft als Autor mit einer tiefen Begeisterung für die Natur und der Verwendung erneuerbarer Energien. Engagiert in Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag, fokussiert er sich besonders auf die Anwendung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten. Dabei möchte er besondere Aufmerksamkeit im Bereich der nachhaltigen Investment-Möglichkeiten schaffen und mehr Menschen dazu motivieren Rentabilität mit einem umweltbewussten Lebensstil zu vereinen.

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