Geld für Kinder anlegen – Die besten Wege für eine sichere finanzielle Zukunft

Geprüft von
Jessica Dzikonski
Eine lächelnde vierköpfige Familie, darunter zwei kleine Kinder, sitzt gemeinsam am Tisch und legt Münzen in ein rosa Sparschwein - eine ideale Möglichkeit, Geld für Kinder anzulegen. Die Münzen liegen verstreut auf dem Tisch in ihrem hellen, gemütlichen Zuhause.
Es gibt eine Vielzahl an Optionen, mit denen Eltern, Großeltern oder auch Paten Geld für Kinder anlegen können. Neben klassischen Anlageoptionen wie dem Sparbuch haben sich vor allem ETF-Investments durch das Kinderdepot in den Vordergrund gespielt.  Erfahren Sie hier, welche Methoden es gibt, worin die Stärken und Schwächen der jeweiligen Optionen liegen und wie Sie die beste Wahl treffen. Wir gehen zudem darauf ein, welche steuerlichen Aspekte es zu beachten gilt, um die finanzielle Zukunft für die eigenen Kinder optimal zu gestalten. 
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Anlageform nach Zeitraum wählen: Kurzfristig eignen sich Tagesgeld oder Sparkonto, mittelfristig kann Festgeld sinnvoll sein. Für den langfristigen Vermögensaufbau bis zum 18. Geburtstag ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan meist die stärkste Option.
  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als hohe Beträge: Schon 25, 50 oder 100 Euro monatlich können über viele Jahre ein solides finanzielles Polster aufbauen. Entscheidend ist, früh zu beginnen und konsequent dranzubleiben.
  • Geldgeschenke sinnvoll einbinden: Beiträge von Großeltern oder Paten können zusätzlich in den Kinder-Sparplan fließen oder zunächst auf einem Tagesgeldkonto gesammelt werden.
Ein hellhäutiges Hand-Emoji, bei dem der Zeigefinger nach rechts zeigt.

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Inhaltsverzeichnis

Warum frühzeitig für Kinder sparen so viel ausmacht

Die Zeit ist bei der Geldanlage der entscheidende Vorteil, den Kinder gegenüber Erwachsenen haben. Das Zauberwort lautet hier „Zinseszins„. Der sogenannte Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass Zinsen auf das investierte Kapital in Zukunft mitverzinst werden. Somit fallen Zinsen auf ein immer größer werdendes Kapital an. Dieser Effekt beschleunigt sich mit der Zeit.

Wird bereits Geld ab der Geburt des Kindes angelegt, kann dieses Geld bis zur Volljährigkeit bereits 18 Jahre lang arbeiten. Genau dieser lange Zeitraum macht den Unterschied. Denn je früher Eltern, Großeltern oder Paten mit dem Sparen beginnen, desto weniger muss monatlich zurückgelegt werden, um später ein nennenswertes Vermögen aufzubauen. Gleichzeitig bleibt genug Zeit, kurzfristige Schwankungen auszusitzen und den Zinseszinseffekt für sich arbeiten zu lassen.

Gerade bei Kindern ist deshalb nicht nur die Höhe der Sparrate entscheidend, sondern vor allem der Zeitpunkt, zu dem mit dem Vermögensaufbau begonnen wird. Ein früher Start kann über die Jahre mehrere Tausend Euro Unterschied ausmachen.

Ein Rechenbeispiel, das alles sagt

Der tatsächliche Effekt des Zinseszinses lässt sich am besten mittels eines Rechenbeispiels verdeutlichen. Das Rechenbeispiel lautet wie folgt:

Eltern sparen für ihr Kind monatlich 200 €. Das Guthaben wird mit 6 % pro Jahr verzinst. In 18 Jahren legen die Eltern somit einen Betrag von 43.200 € fürs Kind beiseite. Dank des Zinseszinseffekts über diese 18 Jahre hinweg beträgt das Endkapital jedoch rund 79.000 €.

Hätten die Eltern erst im Alter von 4 Jahren begonnen, wären bis zur Volljährigkeit nur 33.600 € eingezahlt worden. Dank der kürzeren Ansparphase und des geringeren Zinseszinseffekts beträgt das Endkapital jedoch nur rund 51.000 €.

Fakt: Vier verlorene Jahre bedeuten nicht nur 9.600 € weniger Einzahlungen, sondern rund 28.000 € weniger Vermögen zum 18. Geburtstag. Der größte Teil dieser Differenz entsteht nicht durch die Einzahlungen selbst, sondern durch die entgangene Zeit, in der das Geld Rendite erwirtschaften kann.

Balkendiagramm vergleicht Endkapital: 79.000 € beim Geld für Kinder anlegen ab Geburt vs. 51.000 € ab 4 Jahren - ein Unterschied von 28.000 €, wenn man 4 Jahre früher beginnt.
Veranschaulichung des Zinseszinseffektes in Form eines Balkendiagrammes

Der ETF-Sparplan für Kinder ist die stärkste Option für den langen Weg

Bei einem ETF handelt es sich um einen Korb aus vielen Aktien, der einen Index abbildet. Mittels eines ETF-Sparplans haben Eltern die Möglichkeit, die Geldanlage für Kinder zu automatisieren und monatlich einen festen Betrag einzuzahlen. Dadurch entfällt eine aktive Investmententscheidung und der Durchschnittskosteneffekt (Dollar-Cost-Averaging) sorgt durch den regelmäßigen Kauf dafür, dass in schwächeren Marktphasen bei gleicher Sparrate mehr ETF-Anteile und in starken Marktphasen weniger gekauft werden. Das nimmt den Druck, den perfekten Einstiegszeitpunkt finden zu müssen. Auch hier spielt der lange Anlagehorizont den Kindern in die Karten, da sich kurzfristige Kursschwankungen über Jahre hinweg glätten. 

Historisch gesehen bieten Investments auf Welt-ETFs, wie den iShares MSCI World ETF seit Auflegung dieses Produktes rund 8,3 % Rendite. Doch welche sind die besten MSCI-World-ETFs und was, wenn in nachhaltige Optionen investiert werden soll? 

Welche ETFs eignen sich für Kinder?

Für den langfristigen Vermögensaufbau bei Kindern eignen sich diversifizierte ETFs, die Aktien von Unternehmen über verschiedene Branchen und Staaten beinhalten. Besonders gängige Optionen sind ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All-World Index. 

Der MSCI World beispielsweise beinhaltet Aktien von mehr als 1.300 Unternehmen aus 23 Industrienationen und bildet die Basis vieler Investmentdepots. Ein ETF-Vergleich kann Abhilfe schaffen, da viele ETFs miteinander verglichen werden. Grundlegend kann jedoch gesagt werden, dass neben der Diversifikation auch die Kosten, sowie die Ausschüttungsart eine wichtige Rolle spielen. 

Wenn Sie sich zuvor noch nicht mit dieser Anlageklasse auseinandergesetzt haben, sollten Sie zunächst in Erfahrung bringen, wie ETFs funktionieren und welche Arten von Fonds es gibt. 

Nachhaltig in die Zukunft des Kindes investieren

Da Sie mit dem Gedanken spielen, Geld für Ihr Kind zu investieren, wollen Sie Ihrem Kind eine sorgenfreie Zukunft ermöglichen. Hier spielt auch eine nachhaltige Denkweise eine wichtige Rolle. Denn wer langfristig für ein Kind investiert, denkt nicht nur an Rendite, sondern auch an die Welt, in der dieses Kind später leben wird. Nachhaltige ETFs können deshalb eine sinnvolle Möglichkeit sein, finanziellen Vermögensaufbau mit ökologischen und sozialen Kriterien zu verbinden.

Es gibt ETFs, wie den iShares MSCI World SRI, bei dem erneuerbare Energien, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz zentrale Themen sind. Der Mythos, dass ESG-ETFs eine schlechtere Performance liefern, wird durch den Index-Anbieter MSCI im eigenen MSCI World SRI Low Carbon Select 5% Issuer Capped Index widerlegt. Hier ist deutlich zu sehen, dass nachhaltige Indizes durchaus mit den herkömmlichen Produkten mithalten oder diese auf lange Sicht sogar schlagen

Somit sind nachhaltige ETFs nicht nur aus Sicht der Performance, sondern auch aufgrund der Ausrichtung die beste Geldanlage für Kinder. 

Hinweis: Namenszusätze wie SRI, ESG, Low Carbon oder Nachhaltigkeit können auf eine nachhaltige Ausrichtung des ETFs hinweisen. Sie ersetzen aber nicht den Blick in die genaue Zusammensetzung. Prüfen Sie daher immer, welche Kriterien der Index anlegt, welche Branchen ausgeschlossen werden und welcher Schwerpunkt tatsächlich verfolgt wird.

Das Sparbuch für Kinder

Das Sparbuch kennen viele vielleicht aus der eigenen Kindheit. Es fühlt sich sicher an und das kleine Heftchen sorgt für etwas Greifbares. Die reale Rendite bei Hausbanken ist nach Inflation jedoch oftmals negativ, weshalb sich das klassische Sparbuch heutzutage nicht mehr lohnt. 

Selbst wenn der EZB-Leitzins in einem hypothetischen Beispiel 2 % beträgt, geben Hausbanken diesen Zinssatz nicht an Sparer weiter. Ohne eine Hausbank schlechtreden zu wollen, beträgt der Zinssatz meist weniger als 0,3 %. Als Hauptanlage für den langfristigen Vermögensaufbau ist das Sparbuch als Kinderkonto meist ungeeignet, als symbolische Ergänzung kann es dennoch sinnvoll sein.

Tagesgeld für Kinder

Bei Tagesgeld handelt es sich um eine Art Sparkonto für Kinder, welches flexibler ist, als das klassische Sparbuch. Auf das Geld kann also flexibel zugegriffen werden und eine feste Laufzeit gibt es nicht. Dafür kann sich der Zinssatz aber ebenfalls ändern, weshalb Tagesgeld eher als flexible Sicherheitslösung und weniger als renditestarke Hauptanlage gesehen werden sollte. Gerade in Niedrigzinsphasen geht die Rendite hier gegen Null. 

Einige Banken bieten spezielle Kindersparkonten an, die sich optisch und vom Namen her gezielt an Familien richten. Hier sollten Eltern jedoch genau prüfen, ob es sich wirklich um ein attraktives Angebot handelt oder nur um ein normales Sparkonto mit kindgerechtem Marketing. Entscheidend sind nicht der Name des Produkts, sondern Zinssatz, Gebühren, Verfügbarkeit, Einlagensicherung und die Frage, wer über das Geld verfügen darf.

Beispiele für solche Konten lassen sich bei der ING und der comdirect finden. Hier haben wir Ihnen das Tagesgeldkonto für Kinder gegenübergestellt:

Ing Logo
comdirect Logo
Konto
ING Extra-Konto Junior
comdirect Junior Giro mit Junior Tagesgeld
Produktart
Sparkonto beziehungsweise Tagesgeldkonto für Kinder
Kinder- und Jugendgirokonto mit zusätzlichem Junior Tagesgeld
Zielgruppe
Eltern
Kinder und Jugendliche
Zinsen
3,20 % Zinsen p. a. für 4 Monate, danach variabler Zinssatz
3 % Zinsen p. a. auf dem Tagesgeldkonto
Mindesteinlage
Keine Mindestanlage
Keine Mindestanlage
Kostenlos
Stärke
Klare Sparlösung mit Depot-Anbindung
Alltagstaugliches Konto für ältere Kinder und Jugendliche
Grenzen
Kein eigenständiges Kinder-Girokonto im Fokus
Weniger reine Sparlösung, stärker als Jugendkonto konzipiert
Bewertung i Trustpilot
Kundenservice
Zum Anbieter

Festgeld für Kinder

Das Festgeld unterscheidet sich vom Tagesgeld dahingehend, dass es sich hier um eine Einmalanlage handelt, die über einen längeren Zeitraum nicht angerührt wird. Anders als beim Sparen mit einem monatlichen Sparplan wird beim Festgeldkonto also ein bereits angesparter Betrag einmalig angelegt. Das Geld liegt dann für eine vorher festgelegte Laufzeit fest und kann in dieser Zeit in der Regel nicht flexibel abgerufen werden. Dafür wissen Eltern, Großeltern oder Paten bereits zu Beginn, welcher Zinssatz gilt und welcher Ertrag am Ende der Laufzeit ungefähr zu erwarten ist. 

Das Festgeld bietet sich dann an, wenn beispielsweise eine Schenkung durch die Großeltern erfolgt und ein größerer Betrag festverzinst angelegt werden soll. Durch diese Art und Weise der Geldanlage entsteht eine gewisse Planbarkeit, da feststeht, wann wieder auf welchen Betrag zugegriffen werden kann. Wenn Sie also langfristig Geld für Kinder anlegen wollen, ist das durchaus eine Option.

Schritt-für-Schritt zum Kinderdepot

Zunächst gilt es zu entscheiden, ob ein tatsächliches Kinderdepot eröffnet werden soll, oder ob das Depot auf den Namen eines Elternteils laufen soll. Eltern sollten sich dahingehend bewusst sein, dass das Juniordepot Steuervorteile mit sich bringt, da das Kind einen eigenen Freistellungsauftrag hinterlegen kann. Jedoch gehört das Depot rechtlich dem Kind. 

Falls ein Kinderdepot erstellt werden soll, können folgende Schritte befolgt werden: 

  1. Auswahl des Depotanbieters: Im ersten Schritt muss der passende Depotanbieter ausgewählt werden. Schauen Sie sich dazu unseren Kinderdepot-Vergleich an, um die verfügbaren Optionen kennenzulernen. 
  2. Dokumente einreichen: Es kann vorkommen, dass beide Elternteile ein Depot bei dem Depotanbieter besitzen müssen. Zudem werden die Ausweise sowie die Geburtsurkunde des Kindes benötigt.
  3. Sparplan erstellen: Nachdem das Depot erstellt wurde, kann der Kinder Sparplan angelegt und das Investieren begonnen werden. 

Entscheiden Sie sich für das Kinderdepot, verwalten Sie das Guthaben bis zur Volljährigkeit des Kindes. Sobald die Volljährigkeit erreicht wird, erhalten die Kinder den vollen Zugang zum Portfolio. 

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Geld für Enkel und Patenkind anlegen

Ein weiteres Szenario ist, dass Großeltern oder Paten Geld für ein Kind anlegen wollen. In diesem Fall gilt es zu wissen, dass kein eigenes Kinderdepot angelegt werden kann, da dies lediglich für die Sorgeberechtigten vorbehalten wird. 

Wenn Sie also Geld für Enkel anlegen wollen, müssten Sie das entweder über ein Depot oder Konto auf Ihrem Namen machen. Hier empfiehlt sich eine wartungsarme Anlageoption, die kein aufwändiges und ständiges Depot-Management benötigt. 

Alternativ können Eltern oder Großeltern gemeinsam verschiedene Möglichkeiten prüfen, um regelmäßig Geld anzulegen. Denkbar ist beispielsweise ein ETF-Sparplan im Kinderdepot der Eltern, ein Tagesgeldkonto für kurzfristige Rücklagen oder eine spätere Schenkung aus einem Depot der Großeltern. Wichtig ist vor allem, dass klar geregelt wird, wem das Geld gehört und wer bis zur Volljährigkeit darüber entscheiden darf.

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten im Blick

Wenn Eltern Geld auf den Namen eines Kindes anlegen, können steuerliche Vorteile genutzt werden. Auch Kinder haben eigene Freibeträge, die in der Regel nicht ausgeschöpft werden. Besonders wichtig ist der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder ETF-Ausschüttungen bleiben bis zu dieser Grenze steuerfrei, wenn im Depot ein entsprechender Freistellungsauftrag für das Kind hinterlegt wurde.

Bei höheren Kapitalerträgen kann zusätzlich eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll sein. Dadurch können unter bestimmten Voraussetzungen auch Erträge oberhalb des Sparerpauschbetrags steuerfrei bleiben. Das lohnt sich vor allem dann, wenn bereits größere Beträge im Kinderdepot oder auf einem Sparkonto liegen.

Wichtig ist jedoch: Das Geld gehört dann rechtlich dem Kind. Eltern verwalten es nur bis zur Volljährigkeit und sollten es nicht für eigene Zwecke verwenden.

Schenkung an Kinder

Die Schenkung ist ein besonders wichtiger Aspekt, wenn es um Vermögen innerhalb der Familie geht, welches den Besitzer kostengünstig wechseln soll. Hier gelten je nach Verwandtschaftsgrad gewisse Freibeträge, die alle 10 Jahre möglich sind:

  • Eltern: 400.000 €
  • Großeltern: 200.000 €
  • Paten: 20.000 €

Bleibt die Schenkung innerhalb dieser Freibeträge, fällt in der Regel keine Schenkungssteuer an. Ein schriftlicher Schenkungsvertrag kann sinnvoll sein, wenn größere Beträge übertragen werden oder klar dokumentiert werden soll, dass das Geld tatsächlich dem Kind gehört. 

Die beste Geldanlage für Kinder im Vergleich

Welche die beste Geldanlage für Kinder ist, hängt vor allem vom Anlageziel, dem Zeitraum und der gewünschten Sicherheit ab. Für kurzfristige Rücklagen kann ein Sparkonto oder Tagesgeldkonto die richtige Wahl sein. Für planbare mittelfristige Ziele kann Festgeld sinnvoll sein. Wenn Sie aber langfristig Vermögen für Ihre Kinder aufbauen möchten, ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan für Kinder meist besser.

GeldanlageRenditechanceSicherheitFlexibilitätAufwandGeeignet für
SparbuchSehr niedrigHochMittel, oft mit AbhebegrenzenSehr geringSymbolisches Sparen, kleine Geldgeschenke, Einstieg für Kinder
Sparkonto oder TagesgeldNiedrig bis mittelHochHochGeringKurzfristige Rücklagen, Geldgeschenke, Sicherheitsbaustein
FestgeldNiedrig bis mittelHochNiedrig während der LaufzeitGeringGrößere Einmalbeträge, planbare Ziele, feste Laufzeiten
Nachhaltiger ETF-SparplanMittel bis hoch, aber schwankendMittel, abhängig vom MarktMittel bis hochGering bis mittelLangfristige Geldanlage für Kinder mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Zukunftsthemen
Sparvertrag oder BanksparplanMeist niedrig bis mittelHochJe nach Vertrag eingeschränktGeringEltern, die feste Sparraten und planbare Abläufe bevorzugen

Geld für Kinder anlegen - Unser Fazit

Wenn Eltern sich dazu entscheiden, Geld für die eigenen Kinder und deren Altersvorsorge anzulegen, gilt es nicht nur zu entscheiden, wie viel Geld angelegt wird, sondern in erster Linie, wie das Geld angelegt wird. Zur Auswahl stehen neben ETFs auch Tagesgeld, Festgeld oder Sparbücher. Jede Option hat gewisse Vor- und Nachteile, wobei nachhaltige ETFs sich aufgrund des niedrigen Aufwands sowie der relativ hohen Rendite als die beste Anlageform herausstellen. Hier können Eltern auf Kinderdepots zugreifen, die auf den Namen des Kindes laufen und dank des Sparerpauschbetrags sogar Kapitalgewinne bis zu 1.000 € steuerfrei ermöglichen. Der Haken ist jedoch, dass das Geld dem Kind gehört und dieses mit Erreichen der Volljährigkeit voll und ganz darüber verfügen kann.

Häufig gestellte Fragen

Wo lege ich am besten Geld für meine Kinder an?

Die beste Geldanlage für Kinder hängt davon ab, wann das Geld benötigt wird. Für kurzfristige Rücklagen oder kleinere Geldgeschenke eignen sich ein Tagesgeldkonto oder Sparkonto für Kinder. Soll das Geld mehrere Jahre sicher liegen, kann Festgeld sinnvoll sein. Für den langfristigen Vermögensaufbau bis zum 18. Geburtstag ist aus unserer Sicht ein breit gestreuter ETF-Sparplan besonders stark. Wer zusätzlich nachhaltig investieren möchte, kann einen ETF für Kinder wählen, der ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

Wie viel Geld sollte man für ein Kind anlegen?

Wie viel Geld Eltern für ein Kind anlegen sollten, hängt vom eigenen Budget und vom Sparziel ab. Schon kleine Beträge können langfristig viel bewirken. Ein Kinder-Sparplan mit 25, 50 oder 100 Euro monatlich kann über viele Jahre ein solides finanzielles Polster aufbauen. Wichtig ist, regelmäßig zu sparen und früh zu beginnen. Geldgeschenke von Großeltern oder Paten können zusätzlich in den Sparplan einfließen oder auf einem Tagesgeldkonto gesammelt werden.

Kann man monatlich Geld für Enkel oder Patenkinder anlegen?

Monatlich Geld für Enkel anzulegen, ist über verschiedene Wege möglich. Großeltern oder Paten können entweder selbst Geld ansparen und es später schenken oder regelmäßig auf ein Konto beziehungsweise Depot einzahlen, das die Eltern für das Kind eröffnet haben. Wer für ein Patenkind bis zum 18. sparen möchte, sollte vorher klären, wem das Geld rechtlich gehört. Auch steuerlich ist das wichtig. Wer Geld auf Kinder anlegen und Steuer-Vorteile nutzen möchte, sollte den Sparerpauschbetrag, Freistellungsauftrag und mögliche Schenkungsfreibeträge beachten.

Lars Hartog
Lars Hartog hat Betriebswirtschaftslehre studiert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Geldanlage. In verschiedenen Unternehmen hat er Projekte kennengelernt, die auf erneuerbare Energien und faire, transparente Wertschöpfung setzen. Besonderes Interesse hat er an langfristigen Investments mit Schwerpunkt auf grünen ETFs und verantwortungsvollen Strategien. Bei Erneuerbare Energien Aktuell bringt er diese Expertise ein und zeigt auf, wie sich Rendite und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden lassen.

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