Inhalt des Artikels
- Was eine ETF Strategie ist und warum sie den Unterschied macht
- Ziele, Zeithorizont, Risikoprofil als Basis jeder ETF Strategie
- Die eigentliche Strategie entscheidet sich in der Asset Allocation
- Die wichtigsten ETF Strategien und für wen sie passen
- ETF Auswahl anhand klarer Kriterien
- Noch kein Depot?
- Sparplan und Einmalanlage strategisch kombinieren
- Mittels Rebalancing bleibt Ihre ETF Strategie auf Kurs
- Risiko-Management in ETF-Strategien
- Steuerliche Optimierung ist sinnvoll, aber sollte nicht übertreiben werden
- Checkliste: In 10 Schritten zur eigenen ETF Strategie
Was eine ETF Strategie ist und warum sie den Unterschied macht
Bei Strategien im Allgemeinen handelt es sich um regelbasierte Pläne, die die Anlageziele mit dem Risiko und der Umsetzung verbinden. Eine Aussage wie „Meine Strategie ist, einfach nur den MSCI World zu kaufen“ kann ein klassischer Irrtum sein. Hier handelt es sich vielmehr um die Auswahl eines einzelnen Produkts, nicht um eine durchdachte Anlagestrategie.
Ein guter ETF allein macht noch kein ausgewogenes Portfolio. Entscheidend ist, wie er eingesetzt wird. Auch der Zeithorizont spielt eine zentrale Rolle. Wer kurzfristig investiert, ist stärker von Markteinbrüchen betroffen als Anleger:in mit langfristiger Ausrichtung. Erst das Zusammenspiel aus Ziel, Risiko und Haltedauer macht aus einem ETF eine funktionierende Strategie.
Ziele, Zeithorizont, Risikoprofil als Basis jeder ETF Strategie
Über Anlagestrategien sollte niemals überhastet entschieden werden, da diese einer der wichtigsten Hebel für die spätere Portfolio Struktur darstellt und die Eckpunkte Ihres Investments festlegt. Eine Anlagestrategie sollte langfristig ausgerichtet und an Ihr Risikoprofil angepasst sein. Das gilt nicht nur für ETFs, sondern auch Investments in allen anderen Bereichen.
Anlageziele konkret definieren
Im ersten Schritt gilt es, die Anlageziele klar zu definieren. Investieren Sie für den Vermögensaufbau, die Altersvorsorge, den Kapitalerhalt, einen Hauskauf oder die Ausbildung der Kinder? Anhand dieser Information lässt sich der Anlagehorizont festlegen.
Das definierte Anlageziel hat direkten Einfluss auf das eingegangene Risiko und die notwendige Liquidität. Kurzfristige Ziele erfordern eine geringere Schwankungsbreite und einen leichteren Zugriff auf das Kapital. Langfristige Ziele erlauben höhere Kursschwankungen, da zwischenzeitliche Verluste ausgesessen werden können.
Risikotragfähigkeit realistisch einschätzen
Ein Blick auf Aktienindizes der Welt zeigt klar, dass über einen langen Zeitraum Kursgewinne möglich sind, jedoch steigen diese Indizes nicht linear an. Vielmehr gibt es Phasen des Wachstums und des Abschwungs. Die Risikotragfähigkeit wird gerade in den schwachen Phasen wichtig.
Sowohl schlagartige Kursverluste als auch eine länger anhaltende Depression sorgen für Stressmomente und Sorgen bei Anleger:innen. Das folgende Chart zeigt deutlich, dass langfristig die Kurse steigen, jedoch gibt es immer wieder Phasen, in denen die Kurse teilweise über Jahre hinweg einbrechen.
Ein Aussteigen aus dem Investment in einer Wirtschaftskrise scheint die logische Folge zu sein, jedoch führt genau diese Aktion zur Realisierung der Verluste. Bevor als eine ETF-Strategie ausgewählt wird, gilt es zu entscheiden, welches Risiko Sie mit Ihrem Depot eingehen wollen. Eine realistische Einschätzung gelingt, indem Sie sich bewusst machen, wie stark Ihr Depot zwischenzeitlich fallen darf, ohne dass Sie Ihre Strategie infrage stellen oder zu überstürzten Verkäufen neigen.
Die eigentliche Strategie entscheidet sich in der Asset Allocation
Die Wahl der ETF Marke, wie xTrackers, iShares oder Vanguard ist weniger wichtig, als die Zusammensetzung der jeweiligen ETFs und Ihres Portfolios. Neben der reinen ETF-Wahl kommen auch der Aktienquote sowie der Diversifikation eine enorme Wichtigkeit zu. Wie all diese Faktoren ineinandergreifen, erklären wir Ihnen nachfolgend.
Aktienquote festlegen
Die Aktienquote beschreibt, wie hoch der Anteil von Aktien im Portfolio ist. Sie hängt eng mit dem Zeithorizont und der persönlichen Risikotragfähigkeit zusammen. Wenn Sie langfristig investieren, können Sie Kursschwankungen besser aushalten und profitieren stärker von Aktienrenditen. Eine sehr niedrige Aktienquote senkt kurzfristig die Schwankungen, kann langfristig jedoch zu geringeren Erträgen führen. Entscheidend ist eine Quote, die Sie auch in schwachen Marktphasen durchhalten.
Diversifikation über Regionen und Anlageklassen
Immer wieder findet sich der Begriff „Diversifikation“ in Investment-Artikeln und wird als eine Art heiliger Gral behandelt. Doch was genau macht ein diversifiziertes Portfolio aus? Die Grundidee hinter der Diversifikation ist die Risikostreuung. Das heißt, dass nicht alles auf eine einzige Aktie oder einen einzigen ETF gesetzt wird.
Die Frage nach der perfekten Diversifikation ist dabei nicht eindeutig zu beantworten. Viele Investor:innen schwören auf ein Weltportfolio mit einer Beimischung an Titeln aus Emerging Markets. Andere wiederum bevorzugen eine Beimischung aus Anleihen, Fonds, Edelmetallen oder auch Kryptowährungen.
Entscheidend ist, zwischen regionaler Diversifikation und der Streuung über Anlageklassen zu unterscheiden. Eine breite Aufteilung über Länder und Märkte reduziert das Risiko einzelner Volkswirtschaften. Zusätzliche Anlageklassen wie Anleihen oder Edelmetalle können die Schwankungen im Portfolio senken, verändern jedoch auch die Renditeerwartung. Zu viele Bausteine erhöhen die Komplexität, ohne automatisch einen Mehrwert zu bieten. Eine sinnvolle Diversifikation orientiert sich daher immer am Anlageziel, dem Zeithorizont und der gewünschten Stabilität des Portfolios.
Die wichtigsten ETF Strategien und für wen sie passen
Die Liste an vermeintlichen Strategien ist lang, jedoch haben sich einige Strategien über Jahrzehnte bewiesen. Einige dieser Strategien samt Vor- und Nachteile wollen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten genauer erklären.
Buy and Hold
Die Buy and Hold Strategie setzt auf ein langfristiges Halten der ETFs und auf eine stabile Wertentwicklung über viele Jahre hinweg. Dabei werden immer weitere Anteile gekauft und gehalten. Wenn Sie mittels dieser Strategie in ETFs investieren, sind Verkäufe nicht geplant, was dazu führt, dass nur minimal eingegriffen wird. Die Käufe können automatisch über einen Sparplan erfolgen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Sehr einfache Umsetzung ohne laufende Entscheidungen | Keine aktive Anpassung an Marktveränderungen |
| Geringer Zeitaufwand und niedrige Transaktionskosten | Hohe Abhängigkeit von der gewählten Aktienquote |
| Emotionale Fehler werden durch seltene Eingriffe reduziert | Disziplin in längeren Schwächephasen zwingend erforderlich |
Core-Satellite-Strategie
Die Core-Satellite-Strategie besteht aus einem stabilen Kern und gezielten Satelliten. Bei dem Kern kann es sich um einen weniger volatilen Welt Index handelt, der in breit diversifizierten Märkten und Branche investiert ist. Die Satelliten können dann Branchen- oder Themen-ETFs sein, die ein höheres Risiko, aber auch ein höheres Renditepotenzial mit sich bringen. Auch der Nachhaltigkeitsgedanke kann bei Satelliten durchaus interessant sein. Viele nachhaltige ETFs stehen Welt-ETFs in Sachen Rendite nichts nach. Hier sollten jedoch klare Regeln für Satelliten aufgestellt werden.
Diese Regeln beinhalten, wie hoch der Anteil der Satelliten am Gesamtportfolio ist, wie viele Satelliten im Portfolio enthalten sind und wie mit der Kursschwankung umgegangen wird.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Solider Kern sorgt für Stabilität im Portfolio | Höherer Planungs- und Kontrollaufwand |
| Satelliten ermöglichen gezielte Renditechancen | Gefahr von Übergewichtung einzelner Themen |
| Flexiblere Steuerung von Risiko und Schwerpunkten | Erfordert klare Regeln und regelmäßiges Rebalancing |
Ein ETF Lösung versus Multi ETF Portfolio
Eine Ein ETF Lösung eignet sich für Anleger:innen, die einfach und breit investieren möchten. Ein globaler ETF deckt viele Regionen ab und reduziert den Aufwand deutlich. Ein Multi ETF Portfolio bietet mehr Kontrolle über die Gewichtung einzelner Anlageklassen. Häufig wird dabei eine 70 30 Aufteilung genutzt, bei der etwa 70 Prozent in einen World Index und 30 Prozent in Emerging Markets ETFs oder Anleihen investiert werden. Mehrere ETFs ermöglichen gezieltes Rebalancing, erfordern jedoch mehr Disziplin und Planung.
| Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Ein ETF Lösung | Sehr einfache Umsetzung, geringer Pflegeaufwand & hohe Übersichtlichkeit | Kaum Steuerung der Gewichtung & Rebalancing nur indirekt möglich |
| Multi ETF Lösung | Flexible Asset Allocation, gezieltes Rebalancing möglich& anpassbar an 70 30 Strategien | Höherer Planungsaufwand & mehr Disziplin erforderlich |
ETF Auswahl anhand klarer Kriterien
Zu der passenden ETF Strategie gehören auch sorgfältig ausgewählte ETFs. Einige Depotanbieter ermöglichen den Kauf von mehr als 2.700 ETFs, weshalb die Suche derer der Nadel im Heuhaufen gleichen kann. Bei der Wahl sollten also gewisse Kriterien beachtet werden. Doch was ist ein ETF und was macht diesen aus?
Ein Blick auf Index, Ausschüttung und weitere Faktoren
Ein ETF bildet einen Index ab. Bei einem Index handelt es sich um die Nachbildung der Aktien einer Branche, eines Themas oder auch einer Region. Je größer die Marktkapitalisierung eines Unternehmens, desto größer auch der Anteil am Index, was Risiken bringen kann. Zudem gilt es bei ETF-Anlagestrategien darum, nicht zu viele ETFs des gleichen Index im Portfolio zu haben, um das Klumpenrisiko zu minimieren. Ein Blick auf den abgebildeten Index ist also ein Muss.
Auch die Art und Weise der Ausschüttung ist wichtig. Hier wird zwischen „thesaurierend“ und „ausschüttend“ entschieden. Thesaurierende ETFs legen die Dividende direkt wieder an, während ausschüttende ETFs diese an die Investor:innen ausschütten.
Zudem gibt es auch Unterschiede in der Art und Weise der Nachbildung. Hier wird zwischen physischer und synthetischer Nachbildung unterschieden. Sollten diese Begriffe allesamt neu für Sie sein, ist es durchaus hilfreich, sich die Funktionsweise von ETFs einmal anzuschauen.
Kosten im Blick behalten
Wenn Sie Ihr Kapital langfristig investieren, sind die Kosten eine wichtige Stellschraube der Rendite. Die TER (Total Expense Ratio / Gesamtkostenquote) ist der Prozentsatz, der jährlich als Gebühr erhoben wird. Je niedriger die TER, desto besser für Sie. Zusätzlich können auch Depot– und Orderkosten anfallen, die von Ihrem Depot erhoben werden. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Kostenstruktur, um die laufenden Kosten so niedrig wie möglich zu halten.
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Sparplan und Einmalanlage strategisch kombinieren
Ein ETF-Sparplan eignet sich ideal für den Einstieg und sorgt für Regelmäßigkeit. Durch feste Einzahlungen wird unabhängig von der Marktlage investiert, was emotionale Entscheidungen reduziert. Eine Einmalanlage kann sinnvoll sein, wenn zusätzliches Kapital verfügbar ist und der Anlagehorizont lang genug ist. Die Kombination aus beidem verbindet Disziplin mit Renditechancen. Entscheidend ist auch hier, vorab klare Regeln festzulegen, damit Einmalanlagen nicht aus kurzfristigen Marktbewegungen heraus getroffen werden.
Mittels Rebalancing bleibt Ihre ETF Strategie auf Kurs
Durch sich ändernde Kurse verändert sich auch die ursprüngliche Gewichtung innerhalb der ETFs. Hier kommt das ETF-Rebalancing ins Spiel, welches als eine Art „Wartungsprogramm“ der Strategie angesehen werden kann. Mittels des Rebalancings wird die gewünschte Gewichtung des ETF-Portfolios wiederhergestellt.
Wir empfehlen, das Rebalancing einmal im Jahr durchzuführen, um die Entwicklungen der ETFs im Portfolio im Blick zu behalten und nicht zu weit von der ursprünglich gewählten Strategie abzuweichen.
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Risiko-Management in ETF-Strategien
Das Ziel des Risiko-Managements ist die Stabilität in schwierigen Phasen. Die Jagd nach Rendite ist eher zweitrangig. Um das Risiko zu minimieren gilt es zunächst, eine stabile Strategie zu wählen. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die es beim Investieren in Aktien-ETFs unbedingt zu beachten gilt.
Die Wichtigkeit des Notgroschen
Der Notgroschen gehört zu den absoluten Grundlagen im Risiko-Management und kann als eine Art Krisenversicherung verstanden werden. Die Idee dahinter ist, dass Investor:innen Geld beiseite legen und nur im tatsächlichen Notfall darauf zugreifen.
Sollte es zu einem Crash an der Börse oder dem Arbeitsmarkt kommen, werden Investor:innen nicht dazu gezwungen Anteile vom ETF-Portfolio zu verkaufen und Verluste zu realisieren. Wir empfehlen hier, zwei bis drei Monatsnettogehälter beiseite zu legen. Das gilt nicht nur im Kontext der Geldanlage, sondern auch im Alltag, um unvorhersehbare Kosten, wie eine Autoreparatur stemmen zu können.
Verhaltensfehler und emotionale Fallen
Es gibt eine Reihe an Verhaltens- und ETF-Anfängerfehlern, sowie emotionale Fallen, die unbedingt vermieden werden sollten. Zu den größten Fehlern gehören:
- FOMO: Die Fear-Of-Missing-Out ist die Angst, etwas in der Welt der Investitionen zu verpassen. Gerade wenn die Märkte heiß laufen, macht sich FOMO bei Anleger:innen breit und sorgt für einen Einstieg zum Höchstkurs, ohne die Fundamentaldaten zu überprüfen.
- Panikverkäufe: Wenn der Markt kurzzeitig einbricht, wie beispielsweise nach den Zollankündigungen Donald Trumps im April 2025, verkaufen viele unerfahrene Anleger:innen aus Sorge, die Kurse könnten weiter fallen.
- Performance Chasing: Von Performance Chasing ist die Rede, wenn Anleger:innen um jeden Preis versuchen, bei allen Unternehmen investiert zu sein, die aktuell im Trend sind.
Um diese Fehler und Fallen zu vermeiden, gilt es konkrete Gegenmaßnahmen durchzuführen. Dazu gehören feste Regeln, die Automatisierung von Investments, sowie weniger Depotchecks. Gerade die Automatisierung sowie die wenigen Checks sorgen dafür, dass Anleger:innen nicht jedes Mal erschrecken, sobald der Depotwert etwas sinkt.
Steuerliche Optimierung ist sinnvoll, aber sollte nicht übertreiben werden
Die Steuern spielen beim ETF-Investment auf lange Sicht eineerhebliche Rolle bei der Renditeentwicklung und können über einen langen Anlagehorizont hinweg einen beträchtlichen Unterschied ausmachen. Unsere Empfehlung ist hier klar, die Vorabpauschale zu nutzen, da so die ersten 1.000 € Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Gerade bei Kleinanleger:innen macht dies einen deutlichen Unterschied. Hier sind einige Steuer-Quicks-Wins, die Sie unbedingt beachten sollten:
Steuer Quick Wins
- Freistellungsauftrag einrichten
- Vorabpauschale verstehen und einplanen
- Teilfreistellung bei Aktien ETFs berücksichtigen
- Steuerreport und Jahressteuerbescheinigung sichern
- Verkäufe gezielt planen statt spontan
- Verlustverrechnungstopf im Blick behalten
- Gemeinsamer Freistellungsauftrag bei Ehepaaren abstimmen
- Thesaurierend oder ausschüttend steuerlich einordnen
Checkliste: In 10 Schritten zur eigenen ETF Strategie
- Anlageziel festlegen: Definieren Sie klar, wofür Sie investieren. Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Kapitalerhalt oder ein konkretes Ziel wie Immobilienkauf oder Ausbildung. Das Ziel bestimmt alle weiteren Entscheidungen.
- Zeithorizont bestimmen: Legen Sie fest, wie lange das Kapital investiert bleiben soll. Kurzfristige Ziele erfordern andere Strategien als ein langfristiger Anlagehorizont von 15 Jahren oder mehr.
- Aktienquote festlegen: Bestimmen Sie den Anteil von Aktien im Portfolio passend zu Zeithorizont und Risikotragfähigkeit. Eine zu niedrige Aktienquote kann langfristig Rendite kosten, eine zu hohe Quote erhöht die Schwankungen.
- Portfolio Struktur festlegen: Entscheiden Sie, ob eine Ein-ETF-Lösung ausreicht oder mehrere ETFs sinnvoll sind. Berücksichtigen Sie dabei Diversifikation, Rebalancing und mögliche Beimischungen wie Anleihen.
- ETF Kriterien definieren: Legen Sie vor der Auswahl fest, welche Kriterien wichtig sind. Index, Replikationsmethode, Ausschüttungsart, Fondsdomizil und Größe sollten zur Strategie passen.
- Sparplan einrichten: Richten Sie einen regelmäßigen Sparplan ein, um Disziplin aufzubauen und Marktschwankungen auszugleichen. Die Sparrate sollte realistisch und dauerhaft durchhaltbar sein.
- Regel für Einmalanlagen festlegen: Entscheiden Sie vorab, wie Sie mit größeren Beträgen umgehen. Legen Sie fest, ob und wann Einmalanlagen eingesetzt werden, um emotionale Entscheidungen zu vermeiden.
- Rebalancing Regel definieren: Bestimmen Sie, in welchen Abständen das Portfolio überprüft und wieder auf die Zielgewichtung gebracht wird. Ein jährlicher Rhythmus ist für viele Anleger:innen ausreichend.
- Verhaltensregeln festlegen: Definieren Sie klare Regeln für Marktschwankungen. Keine Panikverkäufe, keine spontanen Umschichtungen und möglichst wenige Depotchecks.
- Jährlichen Review Termin festlegen: Planen Sie einen festen Termin im Jahr zur Überprüfung der Strategie. Ziele, Risikoprofil und Lebenssituation sollten regelmäßig abgeglichen werden.