Inhalt des Artikels
- Kostenfreie Angebote zur Liveberechnung mit einem Fachbetrieb
- Kosten, Amortisation & Ertrag berechnen
- Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus?
- Welche Wärmepumpe passt zu mir?
- Was kostet eine Wärmepumpe? Kosten und Ertrag im Überblick
- Welche Förderung gibt es 2026 für Wärmepumpen?
- Wie schnell amortisiert sich eine Wärmepumpe? Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
- Direkter Vergleich: Wärmepumpe vs. Gas: 20-Jahres-Kostenvergleich
- Wärmepumpe und Photovoltaik: Lohnt sich die Kombination?
Kostenfreie Angebote zur Liveberechnung mit einem Fachbetrieb
Starten Sie mit unserem kostenfreien Wärmepumpenrechner, um sich schnell und einfach mit wenigen Klicks ein Bild zu Kosten und Amortisation zu verschaffen. Was wir Ihnen direkt im Anschluss empfehlen, ist eine professionelle Berechnung von einem Fachbetrieb, denn ohne diesen laufen Sie Gefahr, die Wärmepumpe falsch zu dimensionieren. Das kann auf die Jahre deutlich teurer werden, als die Gebühr für die Fachfirma. Bei den meisten Betrieben ist die Erstberechnung sogar kostenfrei.
Kosten, Amortisation & Ertrag berechnen
Noch unsicher, ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus lohnt? Berechnen Sie Kosten, Ertrag, Förderbeträge und die Amortisation mit unserem Live-Rechner.
Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus?
Eine Wärmepumpe lohnt sich fast immer auf langfristige Sicht. Vor allem im Vergleich zu Gasheizungen punkten Wärmepumpen mit deutlich niedrigeren Betriebskosten, da sie rund 75% ihrer Energie aus der Umwelt beziehen.
Besonders interessant ist der Blick auf die Gesamtkosten. Zwar liegen die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe über denen einer klassischen Gasheizung. Durch staatliche Förderungen um bis zu 70 %, dauerhaft niedrigere Heizkosten und den Ausgleich gegenüber dem kontinuierlich steigenden CO₂-Preis auf fossile Heizträger (2026: 55 €/t) gleicht sich der Mehraufwand innerhalb weniger Jahre aus. Gleichzeitig steigert eine Wärmepumpe den Wert Ihrer Immobilie, da sie als zukunftssicheres Heizsystem gilt.
Auch für Altbauten hat sich die Technologie weiterentwickelt. Moderne Wärmepumpen arbeiten effizient selbst bei höheren Vorlauftemperaturen, wie sie bei älteren Heizkörpern üblich sind. Entscheidend sind korrekte Dimensionierung und Planung durch einen erfahrenen Fachbetrieb. Die Voraussetzungen und Erfahrungswerte für den Altbau haben wir gesondert zusammengefasst.
📌 Good-To-Know: Selbst ohne Fußbodenheizung kann eine Wärmepumpe im Altbau wirtschaftlich arbeiten. Oft reicht der Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle, um die Vorlauftemperatur zu senken und die Effizienz zu steigern.
Welche Wärmepumpe passt zu mir?
Grundsätzlich unterscheidet man drei Haupttypen von Wärmepumpen, die sich in ihrer Wärmequelle unterscheiden.
- Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft als Energiequelle und lassen sich nahezu überall installieren.
- Sole-Wasser-Wärmepumpen (auch Erdwärmepumpen oder Geothermie genannt) beziehen ihre Energie über Erdsonden oder Flächenkollektoren aus dem Erdreich.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpen zapfen das Grundwasser an und erreichen damit die höchste Jahresarbeitszahl (JAZ), also das beste Verhältnis von eingesetztem Strom zu erzeugter Wärme.
Die Wahl des richtigen Typs hängt von mehreren Faktoren ab. Neben dem verfügbaren Platz auf dem Grundstück spielen geologische Gegebenheiten, das Genehmigungsrecht und das Budget eine Rolle. Sole-Wasser-Wärmepumpen erfordern Bohrungen, die nicht überall möglich oder wirtschaftlich sind. Für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe wird ein nutzbarer Grundwasserbrunnen benötigt. Die vier Haupttypen im direkten Vergleich finden Sie in unserer ausführlichen Übersicht.
In der Praxis fällt die Entscheidung eindeutig aus: bwp bestätigt, 90 % aller in Deutschland verbauten Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Modelle. Der Grund liegt in der unkomplizierten Installation, den vergleichsweise geringen Investitionskosten und der Flexibilität. Sowohl im Neubau als auch beim Heizungstausch im Bestandsgebäude ist die Luftwärmepumpe in den allermeisten Fällen unsere empfohlene Lösung.
Was kostet eine Wärmepumpe? Kosten und Ertrag im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht typischer Wärmepumpengrößen mit den zugehörigen Kosten und dem Ertragspotenzial. Alle Angaben beziehen sich auf Luft-Wasser-Wärmepumpen inklusive Installation.
| Heizleistung | Geeignet für | Investitionskosten (brutto) | Jährliche Stromkosten (ca.) | Jährliche Ersparnis ggü. Gas (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| 5–7 kW | Neubau / gut gedämmtes EFH (bis 120 m²) | 15.000–20.000 € | 800–1.000 € | 600–900 € |
| 8–12 kW | Einfamilienhaus Bestand (120–180 m²) | 20.000–28.000 € | 1.000–1.400 € | 800–1.200 € |
| 12–16 kW | Großes EFH / Zweifamilienhaus (180–250 m²) | 25.000–35.000 € | 1.300–1.800 € | 1.000–1.500 € |
| 16–25 kW | Mehrfamilienhaus (ab 250 m²) | 35.000–50.000 € | 1.800–2.800 € | 1.400–2.200 € |
Angaben basieren auf Durchschnittswerten bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh und einem Gaspreis von 0,12 €/kWh. Die tatsächlichen Kosten können je nach Region und Gebäudezustand abweichen.
👉🏼 EEAktuell empfiehlt: Berechnen Sie die exakte Größe der Wärmepumpe gemeinsam mit einem Fachbetrieb. Die Grundlage dafür bildet die Heizlastberechnung, die vom Experten deutlich genauer vorgenommen werden kann. Über mehrere Jahre hinweg erreichen Sie so eine höhere Kosteneffizienz, was die Anschaffung deutlich wirtschaftlicher macht.
Welche Förderung gibt es 2026 für Wärmepumpen?
Der Staat unterstützt den Einbau einer Wärmepumpe im Jahr 2026 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Für die Heizungsförderung bei privaten Wohngebäuden ist die KfW zuständig.
Eigentümer:innen erhalten grundsätzlich eine Grundförderung von 30 % der förderfähigen Kosten. Für selbstnutzende Eigentümer:innen können zusätzliche Boni hinzukommen, beispielsweise ein Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch bestimmter alter Heizungen sowie ein einkommensabhängiger Bonus.
Seit dem 21. Juli 2026 beträgt der Klimageschwindigkeitsbonus 16 %. Der Einkommensbonus beträgt, abhängig vom zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen und den jeweiligen Voraussetzungen, 10 %, 30 % oder 40 %. Insgesamt kann die Förderung unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 80 % der förderfähigen Kosten betragen.
Allerdings ist der Maximalbetrag gedeckelt. Bei einem Einfamilienhaus können 2026 förderfähige Kosten von bis zu 28.000 € berücksichtigt werden. Für die meisten Wärmepumpen liegt das im Bereich der Kosten.
Wichtig ist, dass Sie den Förderantrag für eine Wärmepumpe vor der Umsetzung bei der KfW einreichen. Andernfalls kann die KfW den Antrag ablehnen. Ihr Vorhabens können Sie über das KfW-Kundenportal stellen.
🌱 Green-Fact: Eine Wärmepumpe spart im Vergleich zu einer Gasheizung durchschnittlich 2,5 bis 3,5 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Über eine Lebensdauer von 20 Jahren entspricht das der Klimawirkung von rund 150.000 gefahrenen Autokilometern.
Wie schnell amortisiert sich eine Wärmepumpe? Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
Für eine wirtschaftlich sinnvolle Betrachtung sollte die Wärmepumpe nicht mit dem Weiterbetrieb einer alten Heizung verglichen werden, sondern mit einer alternativen neuen Heizungsanlage, die ohnehin angeschafft werden müsste. Angenommen wird ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche, Baujahr 1995, und einem bisherigen Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr.
Ausgangslage Wärmepumpe:
- Investitionskosten Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation: 28.000 €
- Förderung: 46 % aus Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus (30 % + 16 %)
- Zuschuss: 12.880 €
- Eigenanteil nach Förderung: 15.120 €
Vergleich mit einer neuen Gasheizung:
Angenommen, der Einbau einer neuen Gasheizung würde inklusive Installation rund 12.000 € kosten. Gegenüber dieser ohnehin notwendigen Investition beträgt die zusätzliche Investition in die Wärmepumpe damit:
15.120 € − 12.000 € = 3.120 € Mehrinvestition
Entscheidend sind jetzt aber vor allem die Einsparungen, die Sie mit der Wärmepumpe gegenüber der Gasheizung erreichen.
Laufende Energiekosten:
Bei einem bisherigen Gasverbrauch von 20.000 kWh und einem Gaspreis von 0,12 €/kWh entstehen Energiekosten von rund:
20.000 kWh × 0,12 €/kWh = 2.400 € pro Jahr
Bei einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 werden für dieselbe Wärmemenge rund 5.700 kWh Strom benötigt:
20.000 kWh ÷ 3,5 = ca. 5.714 kWh Strom
Bei einem Wärmepumpenstrompreis von 0,30 €/kWh entstehen dadurch Stromkosten von rund:
5.714 kWh × 0,30 €/kWh = ca. 1.714 € pro Jahr
Die reine Energiekostenersparnis beträgt damit rund:
2.400 € − 1.714 € = 686 € pro Jahr
Amortisation der Mehrinvestition:
3.120 € ÷ 686 € = ca. 4,5 Jahre
In diesem vereinfachten Beispiel amortisieren sich die zusätzlichen Kosten der Wärmepumpe gegenüber einer neuen Gasheizung somit nach rund 4 bis 5 Jahren.
Die tatsächliche Amortisationszeit hängt jedoch stark von den konkreten Investitionskosten, der Höhe der Förderung, der Effizienz der Wärmepumpe sowie der Entwicklung von Gas- und Strompreisen ab. Zusätzlich können bei einer Gasheizung Kosten für Gasgrundpreis, Schornsteinfeger, Wartung und CO₂-Bepreisung anfallen. Diese wurden in der vereinfachten Rechnung noch nicht berücksichtigt und können den wirtschaftlichen Vorteil der Wärmepumpe weiter erhöhen.
Direkter Vergleich: Wärmepumpe vs. Gas: 20-Jahres-Kostenvergleich
Wer ob sich die Investition für Ihr Haus rechnet wirklich durchrechnen möchte, braucht einen Langfristvergleich. Die folgende Tabelle zeigt kumulierte Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit 150 m² (Gasverbrauch: 20.000 kWh/Jahr, JAZ Wärmepumpe: 3,5) unter der Annahme eines Gaspreises von 0,12 €/kWh, eines Strompreises von 0,30 €/kWh sowie eines CO₂-Preisanstiegs von 55 €/t (2026) auf 65 €/t (2030) nach aktuellem Brennstoffemissionshandelsgesetz.
- Jahr 1: Gasheizung ca. 2.400 € | Wärmepumpe ca. 1.710 € Strom
- Jahr 5: Gasheizung kumuliert ca. 13.000 € (inkl. steigendem CO₂-Preis) | Wärmepumpe kumuliert ca. 8.600 €
- Jahr 10: Gasheizung kumuliert ca. 28.000 € | Wärmepumpe kumuliert ca. 17.100 €
- Jahr 20: Gasheizung kumuliert ca. 60.000 € | Wärmepumpe kumuliert ca. 34.200 €
Nach 20 Jahren summiert sich der Kostenvorteil der Wärmepumpe auf rund 25.000 € gegenüber einer Gasheizung, und das ohne Berücksichtigung möglicher weiterer Gaspreissteigerungen. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage betreibt, senkt die Stromkosten für die Wärmepumpe weiter und verbessert die Bilanz spürbar.
Wärmepumpe und Photovoltaik: Lohnt sich die Kombination?
Wärmepumpe und Photovoltaik ergänzen sich ideal: Die PV-Anlage liefert tagsüber günstigen Eigenstrom, den die Wärmepumpe direkt nutzt. Das senkt die laufenden Stromkosten deutlich und verbessert die Amortisation beider Anlagen. In der Praxis lassen sich je nach Standort und Anlagengröße 30 bis 50 % des Wärmepumpenstroms durch Eigenproduktion decken. Wer die optimale PV-Anlagengröße für Ihren Haushalt berechnen möchte, findet bei uns einen kostenlosen Rechner dafür.