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So funktioniert das Mieten von Wärmepumpen
Beim Mieten einer Wärmepumpe bleibt der Anbieter Eigentümer der Anlage. Statt der hohen Anschaffungskosten zahlen Hausbesitzer:innen monatliche Mietraten für Nutzung, Installation, Wartung und gegebenenfalls anfallende Reparaturen. Dabei muss zwischen der reinen monatlichen Miete, dem Leasing und dem Wärme-Contracting unterschieden werden.
Normale Mietmodelle sind darauf ausgelegt, dass das Gerät nach Ablauf des Vertrages an den Anbieter zurückgeht, während das Leasen meist eine Kaufoption am Ende der Laufzeit beinhaltet. Beim Wärme-Contracting zahlen Mieter:innen hingegen direkt für die Wärme als Dienstleistung pro gelieferter kWh. Diese Option findet jedoch kaum in Ein- oder Mehrfamilienhäusern Anwendung, sondern eher bei gewerblich genutzten Gebäuden.
Kosten einer Wärmepumpe beim Mieten: Damit müssen Sie monatlich rechnen
Die monatlichen Kosten beim Anmieten einer neuen Wärmepumpe belaufen sich je nach Laufzeit des Vertrags und Anlagengröße auf 150 bis 250 Euro. Dabei sind typischerweise auch Ausgaben für die Installation, Wartungen, eine Versicherung des Geräts und mögliche Reparaturen enthalten. Die Stromkosten für den Betrieb einer Wärmepumpe müssen Mieter:innen jedoch selbst tragen.
Kalkuliert man mit einem durchschnittlichen monatlichen Mietpreis von 200 Euro, belaufen sich die Kosten über einen Zeitraum von 20 Jahren auf 48.000 Euro. Dies ist deutlich mehr als die direkte Anschaffung einer solchen Heizungsanlage üblicherweise kostet. Schließlich ist ein großer Anteil der Wärmepumpe förderfähig. So verbleibt in den meisten Fällen nur ein Eigenanteil von 15.000 bis 25.000 Euro.
💡Good-to-know: Auch das Mieten einer Wärmepumpe kann grundsätzlich gefördert werden. Allerdings ist dies nur anteilig auf die Mietraten über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren möglich und die laufenden Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten werden nicht gefördert.
Mieten oder Kaufen: Kosten über 20 Jahre
| Kriterium | Mieten | Kaufen |
|---|---|---|
| Monatliche Rate | meist 150 - 250 € | entfällt nach Abzahlung |
| Gesamtkosten | 36.000 - 60.000 € | ca. 15.000 - 25.000 € Eigenanteil |
| Wartung inklusive | Ja | Nein (ca. 150 - 500 € pro Jahr) |
| Förderung | Anteilig, bis zu 10 Jahre | Bis zu 70 % Förderfähig |
| Eigentum | Nein | Ja |
Anbieter mit Wärmepumpen-Mietmodell im Überblick
Inzwischen bieten viele der großen Wärmepumpen-Hersteller auch Mietmodelle als Alternative zum Direktkauf an. Enpal, Viessmann und EWE sind dabei aktuell die relevantesten am Markt, vor Vertragsabschluss lohnt es sich aber trotzdem einen umfassenden Vergleich der besten Wärmepumpen 2026 einzuholen.
Viessmann Wärmepumpe mieten: Heizen für monatliche Raten
Viessmann bietet ein klassisches Modell, bei dem eine neue Wärmepumpe über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren für monatliche Raten gemietet werden kann. Für genaue Angaben zu den Kosten und der Vertragslaufzeit muss ein unverbindliches Angebot eingeholt werden. Einfluss auf den Preis nehmen dabei unter anderem das Modell der Heizlösung, die zu beheizende Fläche und die Dauer des Mietvertrags. Die Viessmann Erfahrungen sind größtenteils positiv. Es werden vor allem die Planungssicherheit und hochwertige Geräte gelobt, während kritisiert wird, dass sich die monatlichen Fixkosten im Mietmodell summieren, und der Direktkauf oft kosteneffizienter wäre.
EWE Wärmepumpe mieten: flexibel dank Heizungscontracting
Auch EWE bietet ein Mietmodell an und ermöglicht dabei sowohl Unternehmen als auch Privatkund:innen das Wärme-Contracting. Dabei wird eine energieeffiziente Wärmepumpe zur Verfügung gestellt und EWE kümmert sich in einem „Rundum-Sorglos-Paket“ um alles von Installation bis Reparatur. So können hohe Investitionskosten vermieden und Liquidität geschont werden. Allerdings summieren sich die Kosten über einen längeren Zeitraum und können nach einigen Jahren hohe Anfangsinvestitionen für einen Direktkauf überschreiten. Kund:innen von EWE heben einerseits den guten Service als Fachpartner hervor, andererseits gibt es jedoch Kritik an den langen Vertragsbindungen und teils intransparenten Preismodellen.
Enpal Wärmepumpe mieten: neue Heizung auf Raten
Enpal ist aktuell der größte Anbieter im deutschen Markt und setzt statt eines Mietmodells inzwischen auf einen flexiblen Ratenkauf. Dabei wirbt der Anbieter mit flexiblen monatlichen Raten über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Wartung und Service können auf Wunsch hinzugebucht werden. Die Erfahrungen sind dabei überwiegend positiv. Kund:innen loben vor allem den Rundum-Service, allerdings kommt es wohl manchmal zu Problemen bei der Kommunikation und zusätzliche Kosten liegen teils erheblich über den Erwartungen.
Die Konditionen der Marktführer im Überblick
| Anbieter | Modell | Laufzeit | Monatliche Rate | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Viessmann | Miete / Wärme+Strom | je nach Modell bis 20 Jahre | individuelles Angebot | Eigene Vitocal-Produkte, PV kombinierbar |
| EWE | Miete | typischerweise 15 Jahre | ab 175 € | Rundum-Service inklusive Installation und Wartung |
| Enpal | Ratenkauf | bis 15 Jahre | 66 - 200 € | Komplettpaket inkl. PV, Speicher und Wallbox möglich |
Wärmepumpe mieten oder leasen: Das sind die Unterschiede beim Leasing
Leasen und Mieten einer Wärmepumpe werden zwar oft synonym verwendet, allerdings gibt es fundamentale Unterschiede zwischen den beiden Modellen. Das Leasing einer Luft-Wasser-Wärmepumpe läuft meist ähnlich wie eine Finanzierung und oft besteht am Ende der Vertragslaufzeit die Option, das Gerät vergünstigt zu kaufen. Beim Mieten einer Wärmepumpe geht das Gerät nach Vertragsende jedoch fast immer an den Anbieter zurück. Steuerlich gibt es zwischen den beiden Modellen bei gewerblicher Nutzung ebenfalls Unterschiede, die gegebenenfalls geprüft werden sollten.
Ist das Mietmodell sinnvoll oder nicht?
Grundsätzlich kann das Mieten einer Wärmepumpe vor allem dann sinnvoll sein, wenn die finanziellen Möglichkeiten gerade keinen Kauf zulassen und man sich den Aufwand für Förderanträge und Co sparen möchte. Mit den Rundum-Sorglos-Paketen verschiedener Anbieter lässt sich der Installations- und Wartungsaufwand minimieren. Wer langfristig Kosten optimieren will, Eigenkapital zur Verfügung hat und die Förderungsmöglichkeiten ausschöpfen möchte, für den ist der direkte Kauf in der Regel die bessere Option. Hinzu kommt, dass die Lebensdauer einer modernen Wärmepumpe inzwischen meist deutlich über 20 Jahren liegt, was zusätzlich zur Amortisierung beiträgt.
Die wichtigsten Vorteile und Nachteile im Überblick
Pro
- Keine Anschaffungskosten
- Planbare Monatsraten
- Installation und Reparaturen oft inklusive
- Schnellerer Einstieg
Contra
- Gesamtkosten meist höher als beim Direktkauf
- Lange Vertragsbindung von 10 bis 20 Jahren
- Kein Eigentum an der Anlage
- Beschränkte Produktauswahl
- Förderung nur anteilig möglich