- Clean Tech umfasst Technologien, die Umweltbelastungen reduzieren und Ressourcen effizienter nutzen
- Saubere Technologien tragen aktiv zum Klimaschutz bei, indem sie CO2-Emissionen senken und erneuerbare Energien fördern
- Anwendungsfelder reichen von Energieerzeugung über Mobilität bis hin zur Kreislaufwirtschaft
- Investitionen in Clean Tech sind über nachhaltige ETFs, Fonds, Aktien oder Crowdinvesting möglich
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- Clean Tech für Klimaziele → Die Vorteile grüner Technologien
- Wie wird Clean Tech eingesetzt? → Beispiele aus der Praxis
- Wie Sie am Markt teilhaben können → Investitionsmöglichkeiten für Clean Tech
Inhaltsverzeichnis
Was ist Clean Tech?
Clean Tech bezeichnet Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die Umweltbelastungen verringern und natürliche Ressourcen schonend einsetzen. Die Technologien zielen darauf ab, wirtschaftliche Prozesse nachhaltiger zu gestalten und somit ökologische Verantwortung in die Wirtschaft zu integrieren.
Im Fokus stehen dabei vor allem Energieeffizienz und Ressourcenschonung, wobei auch Wasseraufbereitung, Abfallmanagement und nachhaltige Mobilität als Teilbereich von Clean Tech angesehen werden können.
Was ist der Unterschied zwischen Clean Tech und Green Tech?
Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Clean Tech konzentriert sich primär auf die Effizienzsteigerung bestehender Prozesse und die Reduzierung von Schadstoffen. Ziel ist es, Umweltbelastungen durch optimierte Technologien zu minimieren und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.
Green Tech wird meist als übergreifender Begriff genutzt und legt den Fokus generell auf Umweltschutz und die Nutzung erneuerbarer Ressourcen, mit dem Ziel Nachhaltigkeit und Produktivität unter einen Hut zu bringen.
Warum ist Clean Tech wichtig für den Klimaschutz?
Saubere Technologien spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung des Klimawandels und haben somit direkten Einfluss auf die Erreichung der Klimaziele. Durch den Einsatz von Clean Technologies lassen sich CO₂-Emissionen senken, egal ob in der Industrie oder im privaten Alltag.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Ressourcenschonung, denn Clean Tech ermöglicht es, Rohstoffe sparsamer einzusetzen und Abfälle durch Kreislaufwirtschaft zu minimieren. Das reduziert den Abbau von natürlichen Ressourcen, wodurch Ökosysteme geschützt und langfristig erhalten bleiben.
Clean Tech bdeutet also sowohl für Wirtschaft, als auch Gesellschaft eine zukunftssichere Transformation, die ökologische Stabilität mit wirtschaftlichem Wachstum verbindet.
📌 Good-To-Know: Clean Tech kommt heute schon in zahlreichen Bereichen unseres Lebens vor. Die Integration neuer Technologien ist ein fortlaufender Prozess und bietet enormes Potential für die Reduzierung von CO2-Emissionen und die Optimierung des Ressourcenverbrauchs.
Beispiele für Clean Technologies
Intelligente Heizungsoptimierung in Mehrfamilienhäusern
In Mehrfamilienhäusern entsteht ein erheblicher Teil des Energieverbrauchs durch Heizsysteme, die nicht auf den tatsächlichen Bedarf reagieren. Um diese Lücke zwischen Nutzung und Steuerung zu schließen, setzt Runwise auf eine datenbasierte Heizungsregelung. Funksensoren erfassen kontinuierlich die Raumtemperaturen und kombinieren diese mit Wetterprognosen. Auf dieser Grundlage steuert Runwise Boiler und Heizkreise automatisch und senkt Emissionen sowie Heizkosten bei gleichbleibendem Wohnkomfort.
Smarte Heizkörpersteuerung für Büro und Gewerbe
Gewerbeimmobilien verlieren viel Energie, weil Räume unabhängig von ihrer Nutzung beheizt werden. EcoSync adressiert dieses Problem mit zentral steuerbaren, smarten Thermostatventilen auf Raumebene. Die Heizleistung richtet sich nach Belegungsdaten und tatsächlichem Bedarf statt nach starren Zeitplänen. So wird Wärme automatisiert gesteuert und der Energieverbrauch in Büro, Hotel oder Bildungseinrichtung deutlich reduziert.
CO₂ Bilanzierung und Klimaberichterstattung für Unternehmen
Durch neue Regulierungen stehen vor allem größere Unternehmen vor der Herausforderung, steigende Anforderungen an Transparenz und Klimaberichterstattung zuverlässig zu erfüllen. Persefoni bringt Finanz-, Einkaufs- und Unternehmensdaten in einer zentralen CO₂-Accounting-Plattform zusammen und unterstützt somit die Visualisierung wie auch Überwachung der Emissionsdaten. Emissionen werden automatisiert nach GHG Protocol und PCAF berechnet und konsistent dokumentiert.
Smart Water Lösungen für Versorgungsnetze
Wasserverluste in Versorgungsnetzen bleiben häufig lange unentdeckt und verursachen hohe Kosten und unnötige Ressourcenverschwendung. Libelium bringt als System IoT-Sensorik in die Netzwerke ein, um diese kontinuierlich zu überwachen. Sensoren messen Durchfluss, Druck und Wasserqualität in Echtzeit und senden die Daten an eine zentrale Plattform. So werden Auffälligkeiten früh erkannt und ermöglichen gezielte Eingriffe, bevor größere Schäden entstehen.
KI gestützte Optimierung von Wasser und Abwasseraufbereitung
Der Betrieb von Wasser- und Kläranlagen ist energieintensiv, da viele Prozesse mit hohen Sicherheitsreserven gefahren werden. Heute sind schon viele KI-Plattformen für die Wasseraufbereitung im Einsatz und analysieren kontinuierlich Prozessdaten aus Belüftung, Pumpen und Chemikaliendosierung. Auf dieser Basis werden Anlagen dynamisch und bedarfsgerecht gesteuert. Das reduziert Stromverbrauch und Betriebskosten bei gleichbleibender oder teilweise verbesserter Reinigungsleistung.
Grüner Wasserstoff für industrielle Anwendungen durch PEM Elektrolyseure
Viele Industrieprozesse sind auf Wasserstoff angewiesen, der bislang überwiegend fossil erzeugt wird. PEM-Elektrolyseure ermöglichen die Erzeugung von Wasserstoff direkt aus Wasser und erneuerbarem Strom. Durch ihre flexible Betriebsweise können sie auch mit schwankender Stromverfügbarkeit aus Wind und Sonne umgehen. Damit werden sie zu einem zentralen Baustein für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse.
Kann man in Clean Tech investieren?
Investitionen in Clean Tech bieten ökologische und auch finanzielle Chancen. Als Anleger:in können Sie in verschiedene oder gebündelte Technologien investieren und so neben finanzieller Rendite auch einen Beitrag zur Energiewende leisten. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten, abhängig von Ihrem Zeithorizont und Ihrem Risikoprofil.
Für sicherheitsorientierte Anleger:innen
Sie wollen sicher und mit wenig Zeitaufwand am Markt teilhaben? Dann bieten sich nachhaltige ETFs oder nachhaltige Fonds für Sie an. Diese bieten den Vorteil, dass in mehrere Aktien von Unternehmen investiert und das Risiko von hohen Verlusten deutlich gesenkt wird. Dennoch können Sie bei Fonds und ETFs im Schnitt mit einer Rendite von 8% p.a. rechnen. Bei beiden Anlageprodukten können Sie mit einem Sparplan investieren und somit jeden Monat einen Teil Ihrer Ersparnisse in den Markt anlegen.
Für das Investment benötigen Sie lediglich ein Depot, um in ETFs oder Fonds anlegen zu können. In unserem Depot-Vergleich finden Sie die besten Depots mit den günstigsten Konditionen.
Für renditeorientierte Anleger:innen
Suchen Sie nach Anlagen mit höheren Renditechancen, eignen sich nachhaltige Aktien oder Direktinvestments in Projekte und Start Ups. Investieren Sie gezielt in einzelne Unternehmen über Aktien sind sehr hohe Renditen möglich, jedoch steigt somit auch das Risiko von hohen Verlusten. Daher empfehlen wir das Investieren in Aktien nur für erfahrene Investor:innen, die sich mit dem Markt auskennen.
Wollen Sie direkt einzelne Projekte oder Start Ups unterstützen, können Sie dies über Crowdinvesting erreichen. Diese Form der Kapitalanlage ermöglicht die Beteiligung bei konkreten Projekten, im Austausch für von Beginn an festgelegte Zinsen, also Ihre Rendite. Auch hier sind teilweise höhere Renditen möglich, jedoch auch zu Kosten eines höheren Risikos. Der große Vorteil beim Crowdinvesting liegt in der Möglichkeit, dass Sie selbst genau die Projekte auswählen können, die Sie mit Ihrem Kapital unterstützen möchten. Wichtig ist dabei die Auswahl einer sicheren Plattform und das Aufstellen einer Strategie, um diversifiziert in vielversprechende Projekte zu investieren.
Fazit
Clean Tech ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Saubere Technologien reduzieren Emissionen, schonen natürliche Ressourcen und fördern Innovation in nahezu allen Wirtschaftssektoren. Gleichzeitig bieten sie attraktive Investitionsmöglichkeiten und tragen dazu bei, die globalen Klimaziele zu erreichen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Clean Tech Unternehmen?
Ein Clean Tech Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die Umweltbelastungen verringern und Ressourcen effizienter nutzen. Solche Unternehmen sind in Bereichen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft oder nachhaltige Mobilität aktiv. Ihr Ziel ist es, ökonomischen Erfolg mit ökologischer Verantwortung zu verbinden.
Wie sieht die Zukunft von Clean Tech aus?
Wie unterstützt der Staat Clean-Tech-Innovationen?
Der Staat fördert Clean Tech durch Subventionen, Steuervergünstigungen und Forschungsprogramme. Öffentliche Gelder fließen in die Entwicklung neuer Technologien sowie den Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltiger Infrastruktur. Regulatorische Rahmenbedingungen wie CO₂-Preise oder Emissionsstandards schaffen zusätzliche Anreize für Unternehmen, in saubere Technologien zu investieren.


