Inhalt des Artikels
Wer steckt hinter (B)energy?
Die Agraringenieurin Katrin Pütz gründete (B)Energy als Social Business, um dezentrale Biogaslösungen für Haushalte weltweit zugänglich zu machen. Das Unternehmen mit Sitz in Deutschland agiert voranging in Afrika, wo Katrin Pütz das Potenzial von Biogas dank optimaler Temperaturen für ländliche Regionen erkannte.
Das Team besteht vorwiegend aus Frauen und verfolgt einen besonderen Ansatz: (B)energy arbeitet nach den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie und verzichtet bewusst auf Spenden und Hilfsgelder. Stattdessen setzt das Unternehmen auf lokal zur Verfügung stehen Mittel, und unterstützt somit die Bevölkerung vor Ort.
Die Anlagen von (B)energy sind auch in Europa und Deutschland im Online Shop käuflich und bringen besonders im Sommer natürlich produziertes Biogas direkt in den eigenen Haushalt, um damit nachhaltig zu kochen. Vergleichen Sie gerne die Produkte des Anbieters, um die passende Mini-Biogasanlage für Ihr Zuhause zu finden.
📌 Gut-zu-wissen: (B)energy bezeichnet sich selbst als „Low-Tech-Klimaschutz made in Germany“ und setzt auf einfache, wartungsarme Technologie. Für uns ein tolles Praxisbeispiel, wie man erneuerbare Energien sinnvoll in den Alltag integrieren kann.
Was bietet (B)energy an?
Das Primärprodukt ist natürlich die Mini-Biogasanlage. Diese kommt in verschiedenen Größen und kann somit optimal an den vorhandenen Platz im Garten und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Biomüll angepasst werden.
Die Anlage besteht aus mehreren Komponenten, die im Komplettset oder als DIY-Bausatz verfügbar sind:
- Biogasanlage: Kompakte Anlage für den Garten*, die organische Abfälle in Gas umwandelt → So funktioniert die Mini-Biogasanlage.
- Biogasrucksack: Mobiler Gasspeicher zum Aufbewahren des erzeugten Biogases
- Biogaskocher: Spezieller Kocher für die Nutzung des selbst produzierten Gases
- Bausatz und Zusatzmaterialien: Komponenten wie ein Filter, Fittinge, Anleitung und Co. Optional können Zusatzmaterialien wie weitere Speichereinheiten, eine Wärmematte* für kühle Tage und weiteres dazu gekauft werden.
- Schulung: Mit jeder Anlage erhalten Sie die (B)trained Online Schulung zur Biogastheorie
Die Systeme eignen sich für verschiedene Einsatzzwecke. Von der Einzelperson im Tiny House bis zur Gemeinschaft im Ökodorf bieten die Anlagen flexible Lösungen. Sogar kleinere Landwirtschaftsbetriebe können mit dem großen System ihre Bioüberbleibsel sinnvoll verwerten.
📌 Wichtig: Für die Installation benötigen Sie einige weitere Bauteile aus dem Baumarkt, wie Schläuche, Eimer und sehr wichtig auch Kuhdung oder Gärreste, die für die Inbetriebnahme wichtig sind.
Workshops von (B)energy
(B)energy bietet regelmäßig praktische Workshops an, bei denen Teilnehmer ihre eigene Biogasanlage unter Anleitung aufbauen. Das Format verbindet Theorie mit Praxis: Sie lernen die Funktionsweise der Anlage kennen, erfahren mehr über Bioenergie und wie Sie die direkt vor Ort installieren. Besonders das Projekt „Junge Biosphäre“ richtet sich an Schulklassen und junge Erwachsene, die so einen niedrigschwelligen Einstieg in die dezentrale Energiegewinnung erhalten. Ergänzend dazu gibt es Online-Webinare und technische Beratungen für alle, die sich vorab informieren möchten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenEchte Erfahrungen von Kunden:innen mit (B)energy
Die Referenzen auf der Unternehmenswebsite zeigen ein breites Spektrum an Anwendern. Rainer aus dem Ökodorf Sieben Linden nutzt die Anlage seit März 2023 zur Verwertung von Feststoffen aus Trockentrenntoiletten. Er schätzt besonders die Kombination aus Energiegewinnung und Düngerproduktion.
Cajus vom Seilerbahn e.V. in Frankfurt zeigt sich begeistert: „Gas en masse! Unglaublich, was das kleine System aus Abfall produziert.“ Der Verein plant bereits eine Erweiterung für Warmwasserbereitung mit dem überschüssigen Gas.
Biogas für die nächste Generation
Das Projekt „Junge Biosphäre“ hat einfach nicht länger hinnehmen wollen, dass Biogas in Schulen kein Thema ist, obwohl doch die junge Generation unser Hoffnungsschimmer ist. Also haben sie kurzer Hand ein Seminar für Schüler*innen und junge Erwachsene und einen Installations-Workshop organisiert und die Theorie in die Praxis umgesetzt. „Das schwierigste dabei war wohl die Gülle vom Hänger in die Anlage zu bekommen, aber die Leute hatten ihren Spaß und der Aufbau hat wirklich super geklappt!„
Biogas unter der Veranda
10 Hühner, 2 Gänse und Küchenabfälle, ab und zu mal Pferdeäpfel und schon läuft’s. Bernhard und Corinna sind zwei besondere Rentner im Wendland und sie versorgen nicht nur sich selbst, sondern auch schonmal die Nachbarschaft mit Biogas im Rucksack, denn der lässt sich einfach über die Hecke heben. Unter der Veranda liegend speist er die gut geschützte Außenküche. Mindestens genauso beliebt ist der Gärrest. Er wird zu 100% im eigenen Garten verwendet und ersetzt zusammen mit Kompost jede andere Art von Dünger.
Dünger im Kölner Gemeinschaftsgarten
Mitten in der Stadt gärtnern Kölner*innen zusammen und genießen ihre grüne Idylle. Wer in Hochbeeten jahrelang etwas gesundes anbauen möchte, muss die Pflanzen immer wieder mit frischen Nährstoffen versorgen. Der Gärrest der kleinen Garten-Biogasanlage wirkt da Wunder und schnell hatte sich diese Info verbreitet. Auch das Biogas fand freudige Abnehmer. Grillen und Out-door-Kochen sind die gefeierten Feierabendbeschäftigungen der Neuländer und so kamen Biogasrucksack und Kocher immer wieder an neuen Stellen im Garten zum Einsatz.
👉🏼 EEAktuell sagt: Wir sehen im Konzept der Mini-Biogasanlage eine hilfreiche Innovation für den praktischen Einsatz erneuerbarer Energien im Alltag. Besonders interessant sind für uns die verschiedenen Einsatzorte, vom Bauernhof, über das Privatheim bis zu Projekten für die nachwachsenden Generationen. Mehr Referenzen lesen Sie direkt auf der Seite von (B)energy
Medienberichte und öffentliche Auftritte
Die Aufmerksamkeit der Medien unterstreicht die Relevanz des Konzepts. Der Spiegel berichtete in einem Podcast über Katrin Pütz und ihr energieautarkes Leben. Weitere Berichte erschienen bei Bremen Zwei, HR und SWR.
Besondere Anerkennung erhielt (B)energy bei der Wittlicher Kirmes 2023: Das Team grillte über 1.000 Gemüseportionen mit Biogas und gewann dafür den Mosel Heroes Gold Ideen-Preis. Im Vitra Design Museum in Weil am Rhein war der Biogasrucksack von März bis September 2024 in der Ausstellung „Transform!“ zu sehen.
🌱 Green-Fact: Bei einem Hamburger Event transportierte die Wasserschutzpolizei Biogas per Fahrradkonvoi durch die Stadt. Mit den transportablen Speichersäcken ist das kein Problem.
Kosten und Wirtschaftlichkeit der Anlagen
Die Kosten der Anlagen liegen bei (B)energy zwischen 649 € und 2.599 €* je nach Größe der Anlage für die Komplettsysteme. Optional können Sie auch DIY-Sets* erwerben, welche etwas günstiger sind, aber entsprechend auch mehr Aufwand bei der Installation bedürfen.
Für eine realistische Einschätzung: Die Anlagen eignen sich eher als Ergänzung zur Energieversorgung. Eine vollständige Unabhängigkeit ist mit Haushaltsanlagen nicht erreichbar, besonders in den kälteren Monaten sinkt oder stoppt die Gasproduktion.
Dennoch sind die Anlagen dank der hohen Lebensdauer und einfachen Bedienung eine sinnvolle Alternative neben konventionellen Energielieferanten wie z.B. einer Solaranlage. Wir sehen den Vorteil vor allem in der Möglichkeit den eigenen Bioabfall sinnvoll zu verwerten, daraus Gas zum Kochen zu produzieren und nebenbei sogar noch hochwertigen biologischen Dünger zu gewinnen.
Wie einfach sind Installation und Wartung?
Ziel von (B)energy ist es, ein System zu schaffen, dass mit wenig Wartung auskommt – ganz nach dem Prinzip „Low-Tech-Klimaschutz„. Die Installation hingegen bedarf etwas mehr Aufwand, da die Anlage nicht auf jeder Fläche aufgestellt, sondern in einem flach ausgehobenen Erdgraben eingesetzt werden muss. Einmal installiert, ist die Anlage dann jedoch wartungsarm und gut zu pflegen. (B)energy selbst führt an:
„Die Biogastechnik von (B)energy ist CE-zertifiziert und vom TÜV getestet. Sie ist möglichst kostengünstig und einfach gehalten und vor der Installation müssen einige wenige Teile im Baumarkt selbst besorgt werden. In Zukunft werden wir auch ein Komplettpaket anbieten. Lassen Sie uns gerne wissen, wenn das für Sie interessant ist.
Biogastechnik unterliegt in Deutschland grundsätzlich strengen Vorschriften, die für industrielle Biogasanlagen geschaffen wurden. Mit unserer Garten-Biogasanlage halten wir uns an die internationale Norm ISO 23590 „Anforderungen an häusliche Biogasanlagen: Auslegung, Aufbau, Betrieb, Instandhaltung und Sicherheit“, die die Standards regelt.
Um ganz sicher zu gehen, dass es in Ihrer Gemeinde keine Probleme gibt, können Sie sich zusätzlich mit den örtlichen Behörden in Verbindung setzen und diese über die jeweilige Anwendung informieren. Gerne unterstützen wir Sie dabei.“