Wieviel Photovoltaik brauche ich für 5.000 kWh pro Jahr?

Ein modernes weißes zweistöckiges Haus mit großen Fenstern und Sonnenkollektoren auf dem Dach, umgeben von grünem Gras, Büschen und Bäumen an einem sonnigen Tag.
Bei der Planung der PV-Anlage ist die Dimensionierung ein wichtiger Aspekt, um maximale Effizienz zu erreichen. Größere Haushalte oder Erweiterungen der Solaranlage um Wallbox oder Wärmepumpe kommen dabei schnell auf höhere Verbrauchszahlen ► Erfahren Sie, wieviel Photovoltaik Sie für 5.000 kWh pro Jahr benötigen.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Photovoltaikanlage mit 5 bis 6 kWp Nennleistung erzeugt etwa 5.000 kWh Strom pro Jahr
  • Auf Ihrem Dach werden dafür etwa 13 bis 18 Solarmodule installiert, abhängig von deren Einzelleistung
  • Die Amortisationszeit beträgt etwa 8 bis 12 Jahre, abhängig von Eigenverbrauch und Einspeisevergütung
  • Regionale Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung sowie die Ausrichtung Ihres Daches haben erheblichen Einfluss auf den Ertrag
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Inhaltsverzeichnis

Was kann man mit 5.000 kWh abdecken?

Ein jährlicher Stromverbrauch von 5.000 kWh ist eher in größeren Haushalten anzutreffen oder auch bei kleinen Haushalten, die zusätzlich eine Wärmepumpe oder eine Wallbox installiert haben.

Mit 5.000 kWh aus erzeugtem Solarstrom lassen sich abhängig von einem Stromspeicher 1.500-3.500 kWh für den Eigenverbrauch nutzen. Der Rest des erzeugten Stroms wird eingespeist und nach dem EEG vergütet.

Wieviel Photovoltaik-Leistung wird für 5.000 kWh benötigt?

In Deutschland gilt als Orientierung, dass 1 kWp installierte Leistung etwa 1.000 kWh Stromertrag pro Jahr liefert. Demnach benötigen Sie eine Anlage zwischen 5 und 6 kWp für den gewünschten Jahresertrag. Allerdings handelt es sich dabei um einen Richtwert, der je nach Standort variieren kann.

Besonders in Süddeutschland fallen die Erträge durch mehr Sonnenstunden höher aus als im Norden. Optimal ausgerichtete Dächer mit Südlage und etwa 30° Neigung erzielen die höchsten Werte. Bei ungünstigeren Bedingungen empfiehlt sich eine leichte Überdimensionierung der Anlage, um die benötigte Strommenge zu erzeugen.

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Nahaufnahme von glänzenden blauen Solarmodulen im hellen Sonnenlicht, mit Bäumen und blauem Himmel im unscharfen Hintergrund. Die Sonnenstrahlen erzeugen Linsenreflexe auf der Oberfläche der Paneele.

Wie viele Solarmodule brauche ich?

Die Modulanzahl hängt direkt von deren Einzelleistung ab. Aktuelle Solarmodule bieten typischerweise zwischen 400 und 450 Watt Nennleistung pro Panel. Ältere Varianten erreichen teilweise nur 300 Watt. Für eine Anlage zwischen 5 und 6 kWp ergibt sich folgende Übersicht:

Modulleistung (Watt)Module für 5 kWpModule für 6 kWp
30016–1720
35014–1517–18
40012–1315
45011–1213–14

📌 Good-To-Know: Module mit höherer Leistung benötigen weniger Dachfläche. Gerade bei begrenztem Platzangebot zahlt sich die Investition in hocheffiziente Panels aus, auch wenn diese in der Anschaffung etwas teurer sind.

Welcher Größe einer Solaranlage entspricht das?

Für einen Jahresbedarf von 5.000 kWh benötigt man eine Photovoltaikanlage mit ca. 5 bis 6 kWp Nennleistung. Ein leichte Überdimensionierung ist meist sinnvoll, um auch in den schwachen Monaten etwas Reserve zu haben. 

Wenn Sie zukünftig eine Wallbox für Ihr Elektroauto oder eine Wärmepumpe betreiben wollen, sollten Sie bereits jetzt eine größere Anlage mit 7 bis 8 kWp planen.

Je nach Modultyp werden dafür etwa 25 bis 35 m² Dachfläche benötigt. Eine gut ausgelegte 6-kWp-Anlage produziert in der Praxis häufig sogar mehr als 5.000 kWh im Jahr. Nicht selbst genutzter Solarstrom kann ins Netz eingespeist werden, dafür gibt es zur Zeit etwa 8 Cent Vergütung pro kWh.

📌 Quick-Tipp: Besser die Anlage etwas größer planen als zu klein. Nachträgliche Erweiterungen sind meist teurer als von vornherein genügend große Komponenten zu verwenden.

Kosten einer Photovoltaikanlage für 5.000 kWh

Eine Photovoltaikanlage zwischen 5 und 6 kWp kostet inklusive Montage etwa 9.000-13.000 €. Pro installiertem kWp sollten Sie mit 1.800 bis 2.200 € kalkulieren. Darin enthalten sind dann meist schon Wechselrichter, Montagesystem und Verkabelung. Möchten Sie einen Batteriespeicher integrieren, entstehen zusätzliche Kosten. Ein Speicher mit 7 bis 10 kWh Kapazität kostet weitere 5.000-8.000 €.

Die jährliche Ersparnis setzt sich aus eingesparten Strombezugskosten und der Einspeisevergütung zusammen. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und 35 % Eigenverbrauch ohne Speicher sparen Sie etwa 613 € pro Jahr an Stromkosten. Hinzu kommen Einnahmen durch die Einspeisung des überschüssigen Stroms von etwa 260 € jährlich.

Insgesamt ergibt sich eine Ersparnis von rund 873 € pro Jahr. Die Anlage amortisiert sich damit nach etwa 10 bis 12 Jahren.

Mit Speicher verlängert sich die Amortisationszeit auf 13 bis 16 Jahre. Allerdings erhöht sich gleichzeitig die Unabhängigkeit vom Stromnetz deutlich und ermöglicht nach der Amortisation höhere Einsparungen, da Sie bis zu 70 % des selbsterzeugten Stroms nutzen können.

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Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus

Familie Schmidt bewohnt ein Einfamilienhaus in der Nähe von Stuttgart mit vier Personen und einem jährlichen Stromverbrauch von 4.800 kWh. In Baden-Württemberg liegt der durchschnittliche Ertrag bei etwa 1.000 kWh pro kWp. Für den Grundbedarf würde eine 5,5 kWp Anlage ausreichen, die etwa 5.500 kWh pro Jahr erzeugt.

Allerdings plant die Familie die Anschaffung eines Plug-in-Hybridfahrzeugs mit Wallbox sowie einen Batteriespeicher. Das Fahrzeug benötigt zusätzlich etwa 2.500 kWh pro Jahr. Der Gesamtstrombedarf steigt damit auf 7.300 kWh jährlich. Um diesen erhöhten Bedarf abzudecken, wird die Anlage auf 8 kWp mit zwanzig 400-Watt-Modulen vergrößert.

Die 8 kWp Anlage erzeugt etwa 8.000 kWh Solarstrom pro Jahr. Durch den 10 kWh Batteriespeicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 65 %. Familie Schmidt nutzt damit 5.200 kWh selbst, speist 2.800 kWh ins Netz ein und bezieht nur noch 2.100 kWh aus dem öffentlichen Netz. Der Speicher ermöglicht es, überschüssigen Strom vom Tag für abends zu speichern und das Fahrzeug auch nach Sonnenuntergang mit Solarstrom zu laden.

🌱 Green-Fact: Durch die Eigenproduktion von 8.000 kWh Solarstrom vermeidet Familie Schmidt jährlich etwa 4 Tonnen CO₂-Emissionen gegenüber konventionellem Netzstrom. Durch das elektrische Fahren kommen weitere 1,3 Tonnen CO₂-Einsparung hinzu.

Fazit

Eine Photovoltaikanlage mit 5 bis 6 kWp Nennleistung deckt den jährlichen Strombedarf größerer Haushalte ab und erzeugt etwa 5.000 bis 6.000 kWh Solarstrom. Die Investition amortisiert sich nach 10 bis 12 Jahren und bietet langfristig deutliche Einsparungen bei den Stromkosten. Wichtig ist eine sorgfältige Planung unter Berücksichtigung von Dachausrichtung, künftigem Strombedarf und der Frage nach einem Batteriespeicher.

Häufig gestellte Fragen

Sind 5.000 kWh viel oder wenig Stromverbrauch?

Ein Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden liegt im oberen Bereich für deutsche Haushalte. Vier bis fünf Personen in einem Einfamilienhaus verbrauchen typischerweise zwischen 4.000 und 6.000 kWh pro Jahr. Ohne Wärmepumpe oder Elektroauto bewegt sich dieser Wert im überdurchschnittlichen Bereich.

Reicht eine PV-Anlage für 5.000 kWh für einen 4-Personen-Haushalt?

Für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt reicht eine Anlage dieser Größe in den meisten Fällen aus. Der typische Jahresverbrauch liegt bei etwa 4.000 bis 5.000 kWh. Allerdings sollten Sie künftige Erweiterungen wie eine Wallbox oder eine Wärmepumpe bei der Dimensionierung berücksichtigen.

Kann ich auch mit einem Balkonkraftwerk 5.000 kWh erreichen?

Balkonkraftwerke sind auf maximal 800 Watt Einspeiseleistung begrenzt und erzeugen jährlich etwa 600 bis 800 kWh Strom. Für einen Ertrag von 5.000 Kilowattstunden benötigen Sie eine vollwertige Dachanlage. Balkonkraftwerke eignen sich jedoch hervorragend als Einstieg in die Solarenergie für Mieter:innen und Wohnungseigentümer:innen.

Brauche ich einen Stromspeicher für eine 5.000-kWh-Anlage?

Ein Stromspeicher ist nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die Wirtschaftlichkeit trotz der anfangs höheren Kosten. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei etwa 30 bis 35 %, mit Speicher steigt er auf 60 bis 70 %. Ob sich die Investition lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsverhalten und den individuellen Stromkosten ab.

Richard Roth
Richard Roth vereint seine Leidenschaft als Autor mit einer tiefen Begeisterung für die Natur und der Verwendung erneuerbarer Energien. Engagiert in Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag, fokussiert er sich besonders auf die Anwendung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten. Dabei möchte er besondere Aufmerksamkeit im Bereich der nachhaltigen Investment-Möglichkeiten schaffen und mehr Menschen dazu motivieren Rentabilität mit einem umweltbewussten Lebensstil zu vereinen.

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