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Was kann man mit 5.000 kWh abdecken?
Ein jährlicher Stromverbrauch von 5.000 kWh ist eher in größeren Haushalten anzutreffen oder auch bei kleinen Haushalten, die zusätzlich eine Wärmepumpe oder eine Wallbox installiert haben.
Mit 5.000 kWh aus erzeugtem Solarstrom lassen sich abhängig von einem Stromspeicher 1.500-3.500 kWh für den Eigenverbrauch nutzen. Der Rest des erzeugten Stroms wird eingespeist und nach dem EEG vergütet.
Wieviel Photovoltaik-Leistung wird für 5.000 kWh benötigt?
In Deutschland gilt als Orientierung, dass 1 kWp installierte Leistung etwa 1.000 kWh Stromertrag pro Jahr liefert. Demnach benötigen Sie eine Anlage zwischen 5 und 6 kWp für den gewünschten Jahresertrag. Allerdings handelt es sich dabei um einen Richtwert, der je nach Standort variieren kann.
Besonders in Süddeutschland fallen die Erträge durch mehr Sonnenstunden höher aus als im Norden. Optimal ausgerichtete Dächer mit Südlage und etwa 30° Neigung erzielen die höchsten Werte. Bei ungünstigeren Bedingungen empfiehlt sich eine leichte Überdimensionierung der Anlage, um die benötigte Strommenge zu erzeugen.
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Wie viele Solarmodule brauche ich?
Die Modulanzahl hängt direkt von deren Einzelleistung ab. Aktuelle Solarmodule bieten typischerweise zwischen 400 und 450 Watt Nennleistung pro Panel. Ältere Varianten erreichen teilweise nur 300 Watt. Für eine Anlage zwischen 5 und 6 kWp ergibt sich folgende Übersicht:
| Modulleistung (Watt) | Module für 5 kWp | Module für 6 kWp |
|---|---|---|
| 300 | 16–17 | 20 |
| 350 | 14–15 | 17–18 |
| 400 | 12–13 | 15 |
| 450 | 11–12 | 13–14 |
📌 Good-To-Know: Module mit höherer Leistung benötigen weniger Dachfläche. Gerade bei begrenztem Platzangebot zahlt sich die Investition in hocheffiziente Panels aus, auch wenn diese in der Anschaffung etwas teurer sind.
Welcher Größe einer Solaranlage entspricht das?
Für einen Jahresbedarf von 5.000 kWh benötigt man eine Photovoltaikanlage mit ca. 5 bis 6 kWp Nennleistung. Ein leichte Überdimensionierung ist meist sinnvoll, um auch in den schwachen Monaten etwas Reserve zu haben.
Wenn Sie zukünftig eine Wallbox für Ihr Elektroauto oder eine Wärmepumpe betreiben wollen, sollten Sie bereits jetzt eine größere Anlage mit 7 bis 8 kWp planen.
Je nach Modultyp werden dafür etwa 25 bis 35 m² Dachfläche benötigt. Eine gut ausgelegte 6-kWp-Anlage produziert in der Praxis häufig sogar mehr als 5.000 kWh im Jahr. Nicht selbst genutzter Solarstrom kann ins Netz eingespeist werden, dafür gibt es zur Zeit etwa 8 Cent Vergütung pro kWh.
📌 Quick-Tipp: Besser die Anlage etwas größer planen als zu klein. Nachträgliche Erweiterungen sind meist teurer als von vornherein genügend große Komponenten zu verwenden.
Kosten einer Photovoltaikanlage für 5.000 kWh
Eine Photovoltaikanlage zwischen 5 und 6 kWp kostet inklusive Montage etwa 9.000-13.000 €. Pro installiertem kWp sollten Sie mit 1.800 bis 2.200 € kalkulieren. Darin enthalten sind dann meist schon Wechselrichter, Montagesystem und Verkabelung. Möchten Sie einen Batteriespeicher integrieren, entstehen zusätzliche Kosten. Ein Speicher mit 7 bis 10 kWh Kapazität kostet weitere 5.000-8.000 €.
Die jährliche Ersparnis setzt sich aus eingesparten Strombezugskosten und der Einspeisevergütung zusammen. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und 35 % Eigenverbrauch ohne Speicher sparen Sie etwa 613 € pro Jahr an Stromkosten. Hinzu kommen Einnahmen durch die Einspeisung des überschüssigen Stroms von etwa 260 € jährlich.
Insgesamt ergibt sich eine Ersparnis von rund 873 € pro Jahr. Die Anlage amortisiert sich damit nach etwa 10 bis 12 Jahren.
Mit Speicher verlängert sich die Amortisationszeit auf 13 bis 16 Jahre. Allerdings erhöht sich gleichzeitig die Unabhängigkeit vom Stromnetz deutlich und ermöglicht nach der Amortisation höhere Einsparungen, da Sie bis zu 70 % des selbsterzeugten Stroms nutzen können.
Wieviel kostet Ihre Solaranlage?
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Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus
Familie Schmidt bewohnt ein Einfamilienhaus in der Nähe von Stuttgart mit vier Personen und einem jährlichen Stromverbrauch von 4.800 kWh. In Baden-Württemberg liegt der durchschnittliche Ertrag bei etwa 1.000 kWh pro kWp. Für den Grundbedarf würde eine 5,5 kWp Anlage ausreichen, die etwa 5.500 kWh pro Jahr erzeugt.
Allerdings plant die Familie die Anschaffung eines Plug-in-Hybridfahrzeugs mit Wallbox sowie einen Batteriespeicher. Das Fahrzeug benötigt zusätzlich etwa 2.500 kWh pro Jahr. Der Gesamtstrombedarf steigt damit auf 7.300 kWh jährlich. Um diesen erhöhten Bedarf abzudecken, wird die Anlage auf 8 kWp mit zwanzig 400-Watt-Modulen vergrößert.
Die 8 kWp Anlage erzeugt etwa 8.000 kWh Solarstrom pro Jahr. Durch den 10 kWh Batteriespeicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 65 %. Familie Schmidt nutzt damit 5.200 kWh selbst, speist 2.800 kWh ins Netz ein und bezieht nur noch 2.100 kWh aus dem öffentlichen Netz. Der Speicher ermöglicht es, überschüssigen Strom vom Tag für abends zu speichern und das Fahrzeug auch nach Sonnenuntergang mit Solarstrom zu laden.
🌱 Green-Fact: Durch die Eigenproduktion von 8.000 kWh Solarstrom vermeidet Familie Schmidt jährlich etwa 4 Tonnen CO₂-Emissionen gegenüber konventionellem Netzstrom. Durch das elektrische Fahren kommen weitere 1,3 Tonnen CO₂-Einsparung hinzu.