- Eine 10 kWp PV-Anlage produziert in Deutschland durchschnittlich 27-30 kWh Strom pro Tag
- Im Sommer können bis zu 50 kWh pro Tag erreicht werden, im Winter sinkt der Ertrag auf 8-12 kWh
- Standort, Ausrichtung der Anlage und Wetter beeinflussen die Stromproduktion erheblich
- Pro installiertem kWp können Sie mit etwa 900-1.200 kWh pro Jahr rechnen
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- Noch keine geeignete Anlage? → 10 kWp Anlagen im Vergleich
- Wie sich der Ertrag verändert → Einflussfaktoren auf die Stromerzeugung
Inhaltsverzeichnis
Wie viel Strom produziert eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag?
Eine 10 kWp Photovoltaikanlage erzeugt in Deutschland im Jahresdurchschnitt zwischen 27 und 30 kWh Strom pro Tag. Allerdings können die tatsächlichen Werte stark variieren. Photovoltaik wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, pro kWp installierter Leistung rechnet man mit 900 – 1.200 kWh erzeugtem Strom pro Jahr.
Wie viel Strom produziert eine 10 kWp PV-Anlage im Sommer?
In den Sommermonaten von Juni bis August erreicht eine 10 kWp-Anlage ihre Höchstleistung mit durchschnittlich 40-50 kWh pro Tag. Die längeren Tage und der günstigere Sonnenwinkel sorgen dafür, dass die Solarmodule maximal effizient arbeiten. An besonders sonnigen Tagen können sogar Spitzenwerte von über 60 kWh erreicht werden.
Wie viel Strom produziert eine 10 kWp PV-Anlage im Winter?
Die Stromerzeugung im Winter liegt bei einer 10 kWp Anlage zwischen 8 und 12 kWh pro Tag. Kürzere Tage, ein flacherer Sonnenwinkel und häufigere Bewölkung reduzieren den Ertrag deutlich. Schneebedeckung kann die Produktion zusätzlich einschränken, wobei moderne Solarmodule auch bei diffusem Licht noch Strom produzieren.
Einflussfaktoren auf den Ertrag der PV-Anlage
Die tägliche Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage unterliegt verschiedenen Faktoren, die sich auf die Menge des erzeugten Stroms auswirken. Wichtig ist, bei der Planung einer Photovoltaikanlage auf diese Einflussfaktoren zu achten und sie entsprechend bei der Berechnung einzubeziehen.
Jahreszeit
Die Jahreszeit bestimmt maßgeblich die Sonneneinstrahlung und damit den Ertrag Ihrer Anlage. Im Sommer produziert eine PV-Anlage deutlich mehr Strom als im Winter, was sich in den monatlichen Ertragswerten widerspiegelt.
| Monat | Durchschnittlicher Tagesertrag (kWh) |
|---|---|
| Januar | 8-10 |
| Februar | 12-15 |
| März | 22-25 |
| April | 32-35 |
| Mai | 38-42 |
| Juni | 42-45 |
| Juli | 43-47 |
| August | 40-43 |
| September | 30-33 |
| Oktober | 20-23 |
| November | 10-12 |
| Dezember | 7-9 |
Wetter
Auch das Wetter beeinflusst die Stromproduktion unmittelbar und kann zu erheblichen Tagesschwankungen führen. Bei direkter Sonneneinstrahlung arbeitet die Anlage optimal und kann nahezu ihre Nennleistung erreichen. Bewölkung reduziert den Ertrag auf 20-60 % der möglichen Leistung, abhängig von der Stärke und Länge der Bewölkung.
Standort
Auch wenn in Deutschland die Sonneneinstrahlung in den Bundesländern recht ähnlich ist, gibt es leichte Unterschiede (vor allem zwischen Süd und Nord), was sich auf den jährlichen Gesamtertrag auswirkt. Süddeutschland profitiert dabei von höherer Globalstrahlung als norddeutsche Regionen.
| Bundesland | Durchschnittlicher Jahresertrag (kWh/kWp) |
|---|---|
| Bayern | 1.100-1.200 |
| Baden-Württemberg | 1.080-1.180 |
| Rheinland-Pfalz | 1.050-1.150 |
| Hessen | 1.000-1.100 |
| Sachsen | 1.000-1.080 |
| Thüringen | 980-1.080 |
| Nordrhein-Westfalen | 950-1.050 |
| Brandenburg | 950-1.050 |
| Niedersachsen | 920-1.020 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 900-1.000 |
| Schleswig-Holstein | 900-980 |
| Hamburg | 880-950 |
Ausrichtung und Neigung
Die Ausrichtung der Anlage spielt eine zentrale Rolle für die Effizienz der Anlage. Eine Südausrichtung mit einem Neigungswinkel zwischen 30 und 35 Grad gilt als optimal für Deutschland. Abweichungen nach Südost oder Südwest reduzieren den Ertrag um etwa 5-10 %. Wie sich der Winkel auf den Ertrag auswirkt, erfahren Sie mit unserem Neigungswinkelrechner.
📌 Good-To-Know: Auch Ost-West-Ausrichtungen können wirtschaftlich sinnvoll sein. Sie erzeugen mehr Strom pro Tag in den Morgen- und Abendstunden, wenn der Eigenverbrauch oft höher ist.
Wie wird der tägliche Stromertrag berechnet?
Der tägliche Stromertrag eignet sich in der Praxis nur bedingt als Planungsgröße, da wetterbedingte Schwankungen zu extremen Unterschieden führen können. Professionelle Planer:innen arbeiten daher mit Monats- oder Jahreswerten, um verlässliche Durchschnittswerte zu erhalten. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Photovoltaikanlage ist der Jahresertrag die entscheidende Kennzahl.
Die Formel zur Berechnung des Jahresertrags lautet:
Jahresertrag (kWh) = Anlagenleistung (kWp) × spezifischer Ertrag (kWh/kWp)
Für eine 10 kWp Anlage in Deutschland ergibt sich bei einem spezifischen Ertrag von 1.000 kWh/kWp: 10 kWp × 1.000 kWh/kWp = 10.000 kWh pro Jahr
Lohnt sich eine 10 kWp Photovoltaikanlage in Deutschland?
Eine 10 kWp Photovoltaikanlage rentiert sich in Deutschland trotz regional unterschiedlicher Erträge fast überall. Mit durchschnittlich 9.000 bis 12.000 kWh Jahresertrag deckt sie den Strombedarf eines typischen Vier-Personen-Haushalts ab. Bei aktuellen Strompreisen von über 30 Cent pro kWh amortisiert sich die Investition meist innerhalb von 8-12 Jahren. Zusätzlich profitieren Anlagenbetreiber:innen von der Einspeisevergütung für überschüssigen Strom und steigern den Wert ihrer Immobilie.
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Fazit
Eine 10 kWp Photovoltaikanlage produziert in Deutschland durchschnittlich 27-30 kWh Strom pro Tag, wobei saisonale Schwankungen zwischen 8 kWh im Winter und 50 kWh im Sommer normal sind. Die tatsächliche Leistung hängt von Standort, Ausrichtung und Wetterbedingungen ab. Trotz regionaler Unterschiede lohnt sich die Investition bei der aktuellen Strompreisentwicklung deutschlandweit.
Häufig gestellte Fragen
Für eine 10 kWp Photovoltaikanlage benötigen Sie etwa 50-60 Quadratmeter Dachfläche. Moderne Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad kommen mit weniger Fläche aus. Die genaue Größe hängt von der Leistung der gewählten Module ab, die typischerweise zwischen 400 und 500 Watt pro Modul liegt.
Eine 10 kWp Anlage eignet sich hervorragend zum Laden eines Elektroautos. Die Kombination mit einer intelligenten Wallbox ermöglicht das Laden mit überschüssigem Solarstrom und maximiert so den Eigenverbrauch.
Moderne Photovoltaikanlagen haben eine Lebensdauer von 25-30 Jahren und mehr. Die meisten Hersteller garantieren nach 25 Jahren noch eine Leistung von mindestens 80 % der ursprünglichen Nennleistung. Wechselrichter müssen allerdings meist nach 10-15 Jahren ausgetauscht werden.
Standard-Photovoltaikanlagen schalten sich bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Nur spezielle Systeme mit Notstromfunktion oder Inselbetrieb können bei Stromausfall weiter Strom liefern. Dafür ist ein entsprechender Wechselrichter und meist ein Batteriespeicher erforderlich.


