Inhalt des Artikels
- Quick-Check
- Kostenfrei regionale Fachbetriebe finden
- Solarthermie vs. Photovoltaik: Was lohnt sich mehr?
- Solarthermie oder Photovoltaik: Der direkte Vergleich
- Wirtschaftlichkeitsvergleich: Kosten, Ersparnis und Amortisation
- Förderungen 2026: Wer hat die Nase vorn?
- Die beste Lösung: PV + Solarthermie kombinieren
- Entscheidungshilfe: Wann PV, wann Solarthermie, wann beides?
Quick-Check
Was lohnt sich für Sie?
Beantworten Sie vier kurze Fragen und finden Sie heraus, welche Solartechnologie am besten zu Ihrem Haushalt passt.
Kostenfrei regionale Fachbetriebe finden
Finden Sie regionale Fachbetriebe, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen. Einfach Ihre Wunsch-Anlage auswählen, Anfrage versenden* und unverbindliche Angebote erhalten. Die Fachbetriebe beraten Sie bei der Wahl der passenden Anlage, erklären Ihnen, ob sich eine Kombination aus Solarthermie und Photovoltaik in Ihrem Fall lohnt und berechnen die besten Förder-Optionen.
Solarthermie vs. Photovoltaik: Was lohnt sich mehr?
Solarthermie und auch Photovoltaik sind Technologien, die beide auf Solarenergie basieren. Durch deren Anwendung können Sie langfristig nicht nur Ihre Energiekosten nachhaltig senken, sondern tragen auch zum Klimaschutz bei. Aus unserer Sicht ergibt das eine Win-Win-Situation. Wir geben ein klares „Ja“ für Solarenergie und empfehlen die Installation einer Solaranlage.
📌 Quick-Tipp: In Deutschland sind an jedem Standort genügend Sonnenstunden pro Jahr vorhanden, damit sich die Anlagentypen, egal ob Photovoltaik oder Solarthermie, vor Ablauf ihrer Lebensdauer amortisieren. Beide Technologien lohnen sich also.
Wann lohnt sich Photovoltaik?
Photovoltaik nutzt die Energie der Sonne, um daraus kostenfrei Strom zu erzeugen, der im eigenen Haushalt genutzt werden kann. Der Vorteil liegt vor allem in der vielseitigen Nutzung. Der erzeugte Strom kann den eigenen Bedarf decken, und zusätzlich auch weitere Verbraucher wie Wärmepumpe, e-Auto und Co bedienen. In Kombination mit einem Speicher ist ein Autarkiegrad von bis zu 80 % möglich.
Wer mehr erzeugt, als er verbraucht kann zusätzlich noch eine kleine Einnahmequelle über die Einspeisevergütung schaffen, auch wenn die Eigennutzung des Stroms in fast allen Fällen wirtschaftlicher ist.
Vorteile Photovoltaik
- Höhere Wirtschaftlichkeit und kürzere Amortisation
- Flexible Nutzung für Strom, Wärme und E-Mobilität
- Kombination mit Batteriespeicher für höheren Autarkiegrad
- Niedrige Wartungskosten und hohe Zuverlässigkeit
- Einspeisevergütung als zusätzliche Einnahmequelle
- 0 % Mehrwertsteuer spart bis zu 3.000 €
- Zahlreiche Förderoptionen
Nachteile Photovoltaik
- Höherer Flächenbedarf als Solarthermie
- Wechselrichter-Austausch nach 12-15 Jahren nötig
- Nur indirekte Wärmegewinnung über Wärmepumpe oder Heizstab
- Witterungsabhängige Stromerzeugung erfordert Speicher oder Netzanbindung
Wann lohnt sich Solarthermie?
Solarthermie lohnt sich vor allem bei hohem Wärmebedarf und gleichzeitiger Heizungsmodernisierung. Haushalte mit vier oder mehr Personen und entsprechend hohem Warmwasserverbrauch profitieren deutlich stärker. In diesen Fällen kann Solarthermie sogar wirtschaftlicher sein als Photovoltaik.
Entscheidend ist letztendlich die Integration in die bestehende Heizungsanlage. Bei einer ohnehin anstehenden Heizungsmodernisierung können Solarthermieanlagen kostengünstig mitgeplant werden. Bei entsprechend erfüllten Bedingungen sind dabei sogar bis zu 70 % Förderung möglich, was sich als Vorteil gegenüber Photovoltaik herausstellt, wo in der Regel niedrigere Förderungen anzutreffen sind.
Ein weiterer großer Vorteil ist der geringe Platzbedarf. Auch hier punktet Solarthermie. Mit nur 6-10 m² Kollektorfläche lässt sich bereits 60-70 % des Warmwasserbedarfs solar decken. Solarthermie lohnt sich also vor allem dann, wenn nur wenig Dachfläche vorhanden ist.
Vorteile Solarthermie
- Hoher Wirkungsgrad von 50-70 % bei direkter Wärmenutzung
- Geringer Platzbedarf von nur 6-15 m² Kollektorfläche
- Direkte Integration in bestehende Heizungsanlagen
- Lange bewährte Technik mit zuverlässigem Betrieb
- Hohe Fördersummen möglich
Nachteile Solarthermie
- Begrenzte Nutzung nur für Wärme und Warmwasser
- Längere Amortisationszeit von 12-18 Jahren
- Höhere Wartungskosten durch komplexe Technik
- Frostschutz und Wartung der Solarflüssigkeit nötig
Unser Zwischen-Fazit
Photovoltaik für die meisten Haushalte die wirtschaftlichere Lösung
PV lohnt sich für die meisten Haushalte mehr und bringt eine schnellere Amortisation mit sich. Solarthermie kann in besonderen Fällen sinnvoller sein oder sich wunderbar mit einer PV-Anlage ergänzen. Wir empfehlen, mit unserem Quick-Check schnell und einfach herauszufinden, welche Anlage sich für Sie besser eignet und sich anschließend von einem Fachbetrieb beraten zu lassen, um die langfristig wirtschaftlichste Lösung zu ermitteln.
Solarthermie oder Photovoltaik: Der direkte Vergleich
| Kriterium | Photovoltaik | Solarthermie | Gewinner |
|---|---|---|---|
| Energieform | Elektrischer Strom | Thermische Wärme | - |
| Wirkungsgrad | 18-22 % | 50-70 % | Solarthermie |
| Anschaffungskosten für 4 köpfige Familie | ca. 12.000 € | ca. 10.000 € | Solarthermie |
| Jährliche Ersparnis | 800-1.200 € | 200-600 € | Photovoltaik |
| Amortisation | 8-12 Jahre | 12-18 Jahre | Photovoltaik |
| Platzbedarf | 30-50 m² | 6-15 m² | Solarthermie |
| Lebensdauer | 25+ Jahre | 20-25 Jahre | Photovoltaik |
| Flächenbedarf | 2-3 m²/kWp | 1,5 m²/kW | Solarthermie |
Wirtschaftlichkeitsvergleich: Kosten, Ersparnis und Amortisation
Die wirtschaftliche Bewertung entscheidet häufig über die Wahl zwischen beiden Systemen. Photovoltaik bietet dabei Vorteile durch die Kombination aus eingesparten Stromkosten und Einspeisevergütung.
Kosten und Amortisation der PV-Anlage
Eine typische 8-kWp-Photovoltaikanlage kostet heute zwischen 10.000-14.000 € inklusive Installation. Die jährliche Stromproduktion von etwa 8.000 kWh spart bei 30 Cent pro kWh Strompreis und einem Eigenbedarf von 40 % rund 960 €. Zusätzlich erhalten Sie für eingespeisten Strom eine Vergütung von 7,9 Cent pro kWh, was weitere 397 € jährlich bedeutet.
Pro Jahr erzielen ein Einfamilienhaus mit Photovoltaik einen Gewinn von 1.357 €, wodurch sich eine Amortisationszeit von etwa 9 Jahren ergibt. Durch die Integration eines Speichers lässt sich der langfristige Gewinn sogar noch erhöhen.
Kosten und Amortisation der Solarthermieanlage
Solarthermie für Heizung und Warmwasser kostet zwischen 6.000-12.000 € je nach Systemgröße. Die jährliche Ersparnis liegt typisch zwischen 300 € (nur Warmwasser) und 800 € (Heizungsunterstützung). Dabei hängt der Nutzen stark vom individuellen Wärmeverbrauch und der Effizienz der bestehenden Heizung ab.
Pro Jahr erzielen ein Einfamilienhaus mit Solarthermie einen Gewinn von etwa 550 € wodurch sich eine Amortisationszeit von etwa 16 Jahren ergibt.
Achtung! Durch Förderungen kann sich die Berechnung nochmal deutlich verändern. Daher empfehlen wir die Absprache mit einem regionalen Fachbetrieb, der Sie bei bei Ihren Fall konkret beraten kann und die für Sie beste Option herausfindet.
Förderungen 2026: Wer hat die Nase vorn?
Die Förderlandschaft bevorzugt derzeit klar die Solarthermie. Zwar gibt es für beide Anlagentypen Förder-Optionen, jedoch sind bei der Solarthermie höhere Sätze möglich, sofern die Bedingungen erfüllt werden.
Photovoltaik-Förderungen
- 0 % Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden
- EEG-Einspeisevergütung von 7,9 Cent/kWh (Anlagen bis 10 kWp)
- KfW-Kredit 270 mit günstigen Zinsen ab 4,5 %
- Regionale Förderungen in vielen Bundesländern und Kommunen
- Speicherförderung in einzelnen Bundesländern bis 3.000 €
Solarthermie-Förderungen
- BAFA-Förderung 25 % der förderfähigen Kosten
- KfW BEG-Sanierung bis 70 % Zuschuss möglich
- Steuerliche Abschreibung über 20 Jahre möglich
- Kombinierbar mit Heizungsförderung bei Komplettmodernisierung
Die Mehrwertsteuerbefreiung für Photovoltaik ist bis 2030 gesetzlich garantiert. Solarthermie unterliegt weiterhin der vollen Mehrwertsteuer, profitiert aber von höheren prozentualen Zuschüssen. Häufig ist eine Kombination der beiden Anlagen und Förder-Optionen die beste Wahl. Für eine genaue Berechnung empfiehlt sich die Kalkulation mit einem regionalen Fachbetrieb.
Die beste Lösung: PV + Solarthermie kombinieren
Die Kombination beider Technologien maximiert den Nutzen der verfügbaren Dachfläche optimal. Dabei übernimmt Photovoltaik die Stromversorgung und Solarthermie die direkte Wärmegewinnung für Warmwasser, wodurch das volle Spektrum abgedeckt wird.
Eine intelligente Aufteilung könnte so aussehen: 20-30 m² für eine 6 kWp Photovoltaikanlage und 8-12 m² für Solarthermie zur Warmwasserversorgung. So decken Sie sowohl einen Teil Ihres Strombedarf als auch 60-70 % des Warmwasserbedarfs solar ab.
📌 Quick-Tipp: Mit Modernen PVT-Kollektoren vereinen Sie beide Technologien in einem Modul und erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Allerdings ist hier der Wirkungsgrad in den meisten Fällen etwas geringer, als bei zwei separaten Systemen und auch die Anschaffungskosten der Module sind höher. Ob sich die Technologie für Sie lohnt, kann bei einer Beratung herausgefunden werden.
Entscheidungshilfe: Wann PV, wann Solarthermie, wann beides?
Nur Photovoltaik wählen bei:
- Hohem Stromverbrauch und E-Auto-Nutzung
- Wärmepumpe als Heizsystem
- Großer verfügbarer Dachfläche (>40 m²)
- Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit
Nur Solarthermie wählen bei:
- Sehr begrenzter Dachfläche (<20 m²)
- Hohem Warmwasserbedarf (4+ Personen)
- Anstehender Heizungsmodernisierung
- Bestehender effizienter Gas- oder Ölheizung
Kombination sinnvoll bei:
- Großer Dachfläche (>50 m²)
- Hohem Strom- und Wärmebedarf
- Maximaler Unabhängigkeit als Ziel
- Optimaler Nutzung erneuerbarer Energien