Eigenverbrauch der der PV-Anlage berechnen und maximieren

Ein weißes elektrisches Gerät mit Kabeln, die mit EINSPEISUNG und EIGENNUTZUNG beschriftet sind, ist an einer Wand in einem Industrieraum montiert, umgeben von grauen Platten, Rohren und elektrischen Leitungen einer PV-Eigenverbrauchsanlage.
Steigende Strompreise vs. sinkende Einspeisevergütung: Wer sich mit der Frage beschäftigt, ob sich Eigenverbrauch oder Einspeisung mehr lohnt, kommt recht schnell darauf, dass man möglichst viel erzeugten Strom selbst nutzen sollte. Berechnen Sie, wie hoch die Einsparung in Ihrem Fall ist und wie Sie die Eigennutzungsquote maximieren können, um die PV-Anlage so effizient wie möglich zu nutzen.
Abbildung einer Glühbirne, in der grüne Blätter wachsen, die umweltfreundliche Ideen oder nachhaltige Energie symbolisieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Eigenverbrauch von Solarstrom spart im Vergleich zur Einspeisung rund 20-22 ct pro Kilowattstunde, da der aktuelle Strompreis deutlich über der Einspeisevergütung liegt.
  • Mit einem Batteriespeicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote eines Einfamilienhauses von rund 25-30 % auf 60-70 % steigern.
  • Die Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp liegt 2026 bei etwa 7,78 ct/kWh und ist damit deutlich geringer als der durchschnittliche Haushaltsstrompreis von rund 30 ct/kWh.
  • Bestehende Solaranlagen können nachträglich auf höheren Eigenverbrauch umgestellt werden, etwa durch die Installation eines Speichers oder Energiemanagementsystems.
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Inhaltsverzeichnis

Rechner für den Eigenverbrauch: So viel sparen Sie gegenüber der Einspeisevergütung

Eigenverbrauch-Rechner

Eigenverbrauch vs. Einspeisung

Ihren persönlichen Vorteil in 2 Minuten berechnen

Ermitteln Sie, wie viel mehr Sie durch direkten Eigenverbrauch Ihres Solarstroms gegenüber der Netzeinspeisung sparen.

1
Anlage
2
Preise
Ergebnis
Schritt 1 — Anlage & Verbrauch
kWp
kWh
💡 Die Anlagengröße steht auf Ihrer Installationsbescheinigung oder im Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber.
Schritt 2 — Strompreise & Vergütung
ct/kWh
ct/kWh
💡 Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Deutschland liegt 2026 bei ca. 30 ct/kWh. Die Einspeisevergütung für Neuanlagen bis 10 kWp beträgt aktuell ca. 7,78 ct/kWh.
Ihr persönlicher Eigenverbrauchs-Vorteil
Ihr jährlicher Vorteil durch Eigenverbrauch
gegenüber vollständiger Netzeinspeisung
Vorteil pro kWh
Eigenverbrauch vs. Einspeisung
Vorteil über 20 Jahre
Inkl. Strompreisentwicklung
Eigenverbrauchsquote
Anteil selbst genutzter Solarstrom
Autarkiegrad
Unabhängigkeit vom Stromnetz
Direkter Vergleich: Einspeisung vs. Eigenverbrauch
Berechnungsgrundlage
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Kurz gesagt: Eigenverbrauch lohnt sich vor allem im privaten Bereich in fast allen Fällen mehr. Gegenüber der Einspeisung sparen Sie etwa 20 ct pro erzeugter kWh und amortisieren die Anlage somit deutlich schneller.

Lohnt sich Eigenverbrauch oder Einspeisung mehr?

Ob sich Eigenverbrauch oder Einspeisung mehr lohnt, hängt im Kern von zwei Kennzahlen ab: dem aktuellen Strompreis und der Einspeisevergütung. Andere Faktoren wie die Größe der PV-Anlage oder die Anzahl der Sonnenstunden sind weniger relevant und beeinflussen eher die gesamte Effizienz der Anlage und weniger die Frage, nach Einspeisung oder Eigenverbrauch.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Die Einspeisevergütung ist der Betrag, den der Netzbetreiber für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom an Sie zahlt. Für Neuanlagen ist der Satz seit Jahren rückläufig und liegt 2026 für Anlagen bis 10 kWp bei rund 7,78 ct/kWh. Dabei gilt: Je später der Installationszeitpunkt, desto niedriger die garantierte Vergütung. In den nächsten Jahren wird die Einspeisevergütung weiter sinken. Installieren Sie Ihre Anlage im Jahr 2026, erhalten Sie jedoch auch in den Folgejahren weiterhin den Satz von 2026.

JahrTeileinspeisung (bis 10 kWp)Volleinspeisung (bis 10 kWp)
201812,0 ct/kWh12,0 ct/kWh
201910,5 ct/kWh10,5 ct/kWh
20209,2 ct/kWh9,2 ct/kWh
20218,2 ct/kWh8,2 ct/kWh
2022 (bis Juli)7,0 ct/kWh7,0 ct/kWh
2022 (ab 30.07.)8,2 ct/kWh13,0 ct/kWh
20238,2 ct/kWh13,0 ct/kWh
20248,2 ct/kWh13,0 ct/kWh
20258,0 ct/kWh12,7 ct/kWh
20267,9 ct/kWh12,4 ct/kWh

Alle Angaben beziehen sich auf die Überschusseinspeisung für neue Anlagen gemäß EEG; gerundete Richtwerte.

📌 Good-To-Know: Anlagen, die vor 2012 installiert wurden und ursprünglich hohe Einspeisevergütungen von 20-30 ct/kWh erhalten haben, fallen nach 20 Jahren Förderlaufzeit aus der EEG-Vergütung. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Umstellung auf Eigenverbrauch besonders empfehlenswert.

Wie hoch ist der Strompreis 2026?

Der Haushaltsstrompreis ist das direkte Gegenstück zur Einspeisevergütung. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst erzeugen und verbrauchen, spart Ihnen den Zukauf aus dem Netz. Derzeit liegt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis bei rund 25-30 ct/kWh. Mit jeder erzeugten Kilowattstunden sparen Sie sich also exakt diesen Betrag ein. 

JahrDurchschnittlicher Haushaltsstrompreis
201729,16 ct/kWh
201829,42 ct/kWh
201930,43 ct/kWh
202031,36 ct/kWh
202132,16 ct/kWh
202239,89 ct/kWh
202330,43 ct/kWh
202428,57 ct/kWh
202529,50 ct/kWh
2026ca. 30,00 ct/kWh

Quellen: Bundesnetzagentur, BDEW; Werte für 2025 und 2026 auf Basis aktueller Marktdaten geschätzt.

Direkter Vergleich

Angenommen, Ihre PV-Anlage erzeugt im Jahr 5.000 kWh Solarstrom und Sie können davon 50 % (also 2.500 kWh) selbst nutzen:

  • Eigenverbrauch (Ersparnis): 2.500 kWh × 30 ct = 750,00 €
  • Einspeisung (Vergütung): 2.500 kWh × 7,78 ct = 194,50 €
  • Vorteil durch Eigenverbrauch: 555,50 € pro Jahr

Der Unterschied ist klar erkennbar. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ist rund 22 ct wertvoller als eine eingespeiste.

Unsere Empfehlung: So viel Eigennutzung wie möglich

Optimieren Sie den Eigenverbrauch Ihrer Photovoltaikanlage so weit wie möglich. In fast allen privaten Szenarien übersteigt die Ersparnis durch selbst genutzten Solarstrom die Einnahmen aus der Einspeisung erheblich. Wer konsequent auf Eigennutzung setzt, amortisiert die Anlage schneller und macht sich langfristig unabhängiger von steigenden Netzstrompreisen.

Wie holen Sie das Maximum aus Ihrer PV-Anlage heraus?

Den Eigenverbrauch steigern Sie, indem Sie den Strom dann nutzen, wenn er produziert wird. Das ist vor allem tagsüber zu den Mittagsstunden, wenn die Sonne am stärksten scheint. Da viele Anwender:innen jedoch über den Tag nicht Zuhause sind, sondern außerhalb arbeiten, lässt sich der Strom in dieser Zeit nur schwer nutzen. Daher empfehlen wir auf einen Speicher zurückzugreifen, damit der am Tag erzeugte Strom auch an den Abendstunden oder sogar bei bewölkten Tagen genutzt werden kann. Für die Maximierung der Eigennutzungsquote empfehlen wir:

  • Batteriespeicher: Ein Stromspeicher ist die wirksamste Methode, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Überschüssiger Solarstrom wird tagsüber gespeichert und abends oder nachts genutzt. Damit lässt sich die Eigenverbrauchsquote von rund 25-30 % auf 60-70 % steigern.
  • Energiemanagementsystem (EMS): Ein EMS steuert automatisch, wann welche Verbraucher im Haushalt aktiv sind. Waschmaschine, Spülmaschine oder der Laderegler des E-Autos werden gezielt dann eingeschaltet, wenn die Solaranlage gerade viel produziert. Mit Apps lässt sich alles planen und organisieren.
  • Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe ist ein idealer Großverbraucher für überschüssigen Solarstrom. Wer Heizung und Warmwasser mit selbst erzeugter Energie betreibt, steigert die Eigenverbrauchsquote erheblich. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von Gas oder Heizöl.
  • E-Auto laden: Das Laden eines Elektrofahrzeugs über eine PV-gesteuerte Wallbox ist eine weitere Möglichkeit, große Solarstrommengen direkt zu nutzen, anstatt sie für wenige Cent einzuspeisen.

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Durchschnittlicher Eigenverbrauch einer PV-Anlage mit Speicher

Der erreichbare Eigenverbrauch hängt stark vom Nutzungstyp und davon ab, ob ein Batteriespeicher vorhanden ist. Die folgende Übersicht zeigt typische Eigenverbrauchsquoten für unterschiedliche Szenarien:

SzenarioOhne SpeicherMit Speicher
Einfamilienhaus25-30 %60-70 %
Mehrfamilienhaus20-25 %45-55 %
Gewerbebetrieb (Tagbetrieb)35-50 %55-65 %

Besonders im Einfamilienhaus zeigt sich, wie stark ein Speicher die Eigenverbrauchsquote verbessert. Ohne Speicher wird ein Großteil des Solarstroms mittags produziert, während der Verbrauch morgens und abends am höchsten ist. Ein Batteriespeicher gleicht genau diesen zeitlichen Versatz aus.

Dran gedacht? Die Eigenverbrauchsquote allein ist nicht das entscheidende Maß. Mindestens genauso wichtig ist der Autarkiegrad, also wie viel Prozent Ihres gesamten Strombedarfs Sie aus eigener Produktion decken. Beide Werte zusammen geben das vollständige Bild Ihrer Anlageneffizienz.

Wann lohnt sich die Einspeisung von Solarstrom?

Zwar ist der Eigenverbrauch fast immer die bessere Wahl, vor allem im privaten Sektor. Jedoch gibt es auch einige Fälle, in denen die Einspeisung sinnvoller sein kann. Das gilt vor allem für Anlagen, die vor 2012 installiert wurden und von den alten Sätzen profitieren. Weitere mögliche Vorteile können sich im gewerblichen Sektor ergeben: 

  • Große Gewerbeanlagen: Betreiber:innen größerer Photovoltaikanlagen ab 100 kWp aufwärts können von langfristigen Einspeiseverträgen oder Power Purchase Agreements (PPAs) profitieren. Planbare Einnahmen stehen dort häufig im Vordergrund, um Investor:innen mit einem sicheren ROI zu überzeugen.
  • Volle Dächer ohne Speicheroption: Wer technisch oder baulich keinen Stromspeicher nachrüsten kann, hat möglicherweise einen Überschuss, den er schlicht nicht selbst nutzen kann. In diesem Fall ist die Einspeisung die einzig praktische Option.
  • Planbare Einnahmen wichtiger als Einsparung: Für Kapitalanleger:innen oder Unternehmen, die lieber auf kalkulierbare Vergütungen setzen, kann die Volleinspeisung eine strategische Entscheidung sein. Allerdings gilt auch hier: Selbst ein geringer Eigenverbrauchsanteil verbessert die Wirtschaftlichkeit spürbar.

Wie kann ich meine bestehende Solaranlage auf Eigenverbrauch umstellen?

Wer bereits eine Photovoltaikanlage betreibt, die ursprünglich auf Volleinspeisung ausgelegt wurde, kann sie in der Regel auf Eigenverbrauch umstellen. Der Aufwand hängt dabei vom Alter und der Konfiguration der Anlage ab. Im Grunde ist die Nachrüstung recht einfach und umfasst:

  1. Überprüfung des vorhandenen Wechselrichters auf Eigenverbrauchstauglichkeit
  2. Gegebenenfalls Austausch des Wechselrichters oder Nachrüstung eines Energiemanagementsystems
  3. Installation eines Batteriespeichers (optional, aber empfehlenswert)
  4. Anpassung des Einspeisevertrags mit dem Netzbetreiber

Die Kosten für eine reine technische Umstellung liegen je nach Umfang zwischen 500 € und 3.000 €. Mit einem Batteriespeicher steigen sie auf 8.000-15.000 €, abhängig von Kapazität und Anbieter. Berücksichtigt man die jährliche Ersparnis durch höheren Eigenverbrauch, amortisiert sich der Aufwand in vielen Fällen innerhalb von 7-12 Jahren.

Förderungen für die Umstellung

Direkte Bundesförderungen speziell für die Umstellung auf Eigenverbrauch gibt es aktuell nicht. Allerdings bieten viele Bundesländer und Kommunen attraktive Zuschüsse für die Anschaffung von Stromspeichern an. Besonders aktiv sind dabei Bayern, Thüringen sowie zahlreiche Stadtwerke auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus lohnt ein Blick in die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, die regionale Programme übersichtlich auflistet.

📌 Good-To-Know: Anlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen, lassen sich häufig ohne größere technische Anpassungen auf Eigenverbrauch umstellen. Hier empfiehlt sich eine Prüfung durch einen zertifizierten Fachbetrieb, um das vorhandene Potenzial der Anlage vollständig auszuschöpfen.

Wird Eigenverbrauch mehr gefördert?

Direkte Förderungen oder Zuschüsse, die ausschließlich für den Eigenverbrauch von Solarstrom vergeben werden, gibt es in Deutschland nicht. Allerdings profitieren Betreiber:innen von PV-Anlagen auf mehreren indirekten Wegen:

  • Umsatzsteuerbefreiung: Seit 2023 gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden ein Mehrwertsteuersatz von 0 %. Wer eine neue Anlage kauft, spart damit typischerweise rund 19 % der Kosten.
  • Stromspeicherförderung: Batteriespeicher, die den Eigenverbrauch erhöhen, werden in zahlreichen Bundesländern gefördert. Zuschüsse liegen je nach Programm zwischen 200 € und 500 €.
  • KfW-Kredite: Über die KfW-Bank sind zinsgünstige Kredite für Photovoltaikanlagen und Speicher erhältlich, die den Einstieg in den Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiver machen.

Wer den Eigenverbrauch also gezielt steigern möchte, investiert am besten in einen Stromspeicher oder eine Wärmepumpe und profitiert so von den bestehenden indirekten Förderinstrumenten.

Fazit

Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist in fast allen privaten Situationen die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung gegenüber der reinen Einspeisung. Mit einer Differenz von rund 20-22 ct pro Kilowattstunde zwischen Strompreis und Einspeisevergütung amortisiert sich eine PV-Anlage durch konsequente Eigennutzung deutlich schneller. Wer zusätzlich in einen Batteriespeicher oder ein Energiemanagementsystem investiert, holt das Maximum aus der Anlage heraus und sichert sich langfristig gegen steigende Netzstrompreise ab.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Eigenverbrauchsquote ohne Stromspeicher?

Ohne Batteriespeicher liegt die Eigenverbrauchsquote eines typischen Einfamilienhauses bei rund 25-30 %. Das liegt daran, dass die Hauptproduktionszeiten der Anlage mittags oft nicht mit dem tatsächlichen Verbrauchsprofil des Haushalts übereinstimmen. Ein Speicher kann den Anteil auf 60-70 % nahezu verdoppeln.

Muss ich auf den Eigenverbrauch von Solarstrom Steuern zahlen?

Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden gilt seit 2022 eine vereinfachte Regelung: Einnahmen aus der Einspeisung sind einkommensteuerfrei. Auf den Eigenverbrauch selbst fällt keine Einkommensteuer an. Bei größeren Anlagen sollte eine eventuelle Umsatzsteuerpflicht individuell mit einem Steuerberater geklärt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad?

Beide Begriffe klingen ähnlich, messen aber unterschiedliche Dinge. Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel Prozent des erzeugten Solarstroms direkt selbst genutzt wird. Der Autarkiegrad zeigt hingegen, wie viel des gesamten Strombedarfs aus eigener Produktion gedeckt wird. Beide Werte zusammen geben ein vollständiges Bild der Anlageneffizienz.

Kann ich eine bestehende PV-Anlage auch ohne Speicher auf Eigenverbrauch umstellen?

Ja, das ist möglich. Selbst ohne Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch durch intelligentes Lastmanagement steigern. Wer Waschmaschine, Spülmaschine oder den Warmwasserbereiter gezielt in den Mittagsstunden betreibt, nutzt mehr Solarstrom direkt. Ein Energiemanagementsystem unterstützt dabei vollautomatisch.

Ab welcher Anlagengröße lohnt sich ein Eigenverbrauchskonzept besonders?

Grundsätzlich lohnt sich Eigenverbrauch bei jeder Anlagengröße. Besonders groß ist das Optimierungspotenzial jedoch bei Anlagen ab 5-6 kWp, da dort regelmäßig deutliche Überschüsse entstehen, die ohne Speicher oder Lastmanagement ungenutzt ins Netz fließen. Genau hier spielt ein Batteriespeicher seine Stärken aus.

Ist Volleinspeisung jemals besser als Eigenverbrauch?

In einzelnen Fällen kann die Volleinspeisung strategisch sinnvoll sein, etwa bei sehr großen Gewerbeanlagen mit langfristigen Einspeiseverträgen oder wenn kein nennenswerter Eigenverbrauch im Betrieb anfällt. Für private Hausbesitzer:innen ist Volleinspeisung angesichts der niedrigen aktuellen Einspeisevergütungen allerdings nahezu nie die wirtschaftlich bessere Wahl.

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Richard Roth
Richard Roth vereint seine Leidenschaft als Autor mit einer tiefen Begeisterung für die Natur und der Verwendung erneuerbarer Energien. Engagiert in Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag, fokussiert er sich besonders auf die Anwendung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten. Dabei möchte er besondere Aufmerksamkeit im Bereich der nachhaltigen Investment-Möglichkeiten schaffen und mehr Menschen dazu motivieren Rentabilität mit einem umweltbewussten Lebensstil zu vereinen.

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