Inhalt des Artikels
- Windenergie Deutschland aktuell: So läuft der Ausbau 2026
- Windenergie aktuell Deutschland: Entwicklung im Überblick
- Zwei Bundesländer, unterschiedliche Situationen
- Windenergie Deutschland aktuelle Leistung: Flächenziele und Vorranggebiete
- Netzintegration: Einspeisung und Herausforderungen
- Klimaschutz durch Windenergie
Windenergie Deutschland aktuell: So läuft der Ausbau 2026
2026 verspricht ein weiteres spannendes Jahr für die Windenergie zu werden: Mit der Rekordzahl an über 3.300 genehmigten Anlagen im Jahr 2025 und dem prognostizierten Zubau von bis zu 20,8 Gigawatt steht die Branche laut Tagesschau vor einer entscheidenden Phase. Wird die Umsetzung der Projekte ebenso erfolgreich verlaufen wie die Planung? Und welche neuen Herausforderungen und Chancen erwarten die Windkraft in Deutschland?
Fakt ist, dass Deutschland im Thema Windenergie der Vorreiter in Europa ist. Bis 2030 sollen 42,5 % des gesamten EU-Strombedarfs durch erneuerbare Energien bedient werden. Deutschland steht im Jahr 2026 bereits bei mehr als 60 %.
Windenergie aktuell Deutschland: Entwicklung im Überblick
Der Anteil der Windenergie an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Während sie Ende der 1990er-Jahre noch eine relativ geringe Rolle spielte, hat sich die Windkraft seitdem zu einer der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen entwickelt. Besonders in den 2000er-Jahren, nach der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), beschleunigte sich der Ausbau der Windenergie deutlich. Jahr für Jahr wurden mehr Anlagen errichtet, und die installierte Leistung stieg kontinuierlich an. Dies führte dazu, dass der Anteil der Windenergie an der deutschen Stromerzeugung immer weiter zunahm.
Ein entscheidender Faktor für diesen Anstieg war der technologische Fortschritt. Moderne Windkraftanlagen sind leistungsstärker und effizienter als frühere Modelle, was es ermöglicht, auch in Regionen mit weniger optimalen Windverhältnissen wirtschaftlich Strom zu erzeugen. Gleichzeitig wurden die Rahmenbedingungen durch politische Maßnahmen wie das EEG und die Ausweisung von Vorranggebieten stetig verbessert. Diese Kombination aus technologischer Innovation und politischer Unterstützung trug maßgeblich dazu bei, dass die Leistung stetig wuchs und die Windkraft eine immer größere Rolle im deutschen Strommix spielte.

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Herausforderungen für die Windkraft in Deutschland
Obwohl es in den vergangenen Jahren, insbesondere während der Pandemie 2021, zu einem kurzfristigen Einbruch kam, hat sich der langfristige Trend als stabil erwiesen. Bereits in den Folgejahren konnte dieser Rückgang wieder ausgeglichen werden, und die Windenergie setzte ihren Wachstumskurs fort. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass es sich hierbei nicht um einen kurzfristigen Hype handelt, sondern um eine nachhaltige Entwicklung. Mit der fortschreitenden Energiewende und den ehrgeizigen Zielen der Bundesregierung wird der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung auch in Zukunft weiter zunehmen.
Zahlen und Daten: Windenergie Deutschland aktuell
- Anfang 2026 sind in Deutschland insgesamt 29.226 On-Shore-Windkraftanlagen installiert.
- Die kumulierte installierte Gesamtleistung der Windenergie in Deutschland betrug Ende 2025 68.067 Megawatt.
- Windenergie machte Ende 2025 einen Anteil von mehr als 26 Prozent am deutschen Strommix aus.
- In 2025 wurde mit mehr als 3.300 Neuzulassungen für Windkraftanlagen ein neuer Rekord erreicht.
- Bis Ende 2025 waren 1.680 Offshore-Windenergieanlagen aktiv
- 2023 waren in der Windenergiebranche laut BWE-Report 124.600 Menschen beschäftigt.
Windenergie Deutschland aktuell: Prognose 2026
Die Genehmigungen für neue Windkraftanlagen an Land erreichten 2025 einen Rekordwert bei über 3.300. Dieser Fortschritt belegt, dass der Ausbau der Windenergie in Deutschland weiterhin Priorität genießt. Dennoch wird es durchschnittlich mehr als zwei Jahre dauern, bis diese Anlagen den ersten Strom liefern können. Bis dahin ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Projektentwicklern und Netzbetreibern entscheidend, um den Ausbauplan konsequent umzusetzen.
Trotz der Rekordzahlen bei Genehmigungen gingen 2025 laut Fachagentur Wind und Solar insgesamt nur 958 neue Windräder mit einer Leistung von 5,23 Gigawatt ans Netz. Die insgesamt installierte Windenergieleistung stieg auf 68,1 Gigawatt. Für 2026 erwarten Branchenexperten jedoch einen deutlichen Anstieg: Mit einer geschätzten Inbetriebnahme von bis zu 20 Gigawatt wird sich der Ausbau wieder beschleunigen. Diese Entwicklung wird die Bedeutung der Windenergie als zentralen Energieträger im deutschen Strommix weiter stärken.
Zwei Bundesländer, unterschiedliche Situationen
Schleswig Holstein Windenergie: Ein Vorbild für andere Bundesländer
Schleswig-Holstein hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Bundesländer in der Windkraft entwickelt. Durch die geografische Lage an der Küste wehen in Schleswig-Holstein beständig starke Winde, die optimale Voraussetzungen für die Stromerzeugung bieten. Die Schleswig-Holstein Windenergie wird sowohl durch Onshore- als auch Offshore-Anlagen getragen, was eine große Bandbreite an Möglichkeiten für die Nutzung der Windkraft schafft. Diese Bedingungen machen das Bundesland zu einem Vorbild, von dem andere Regionen in Deutschland lernen können.
Die Erfolge der Schleswig Holstein Windenergie sind nicht nur auf die geografischen Gegebenheiten zurückzuführen, sondern auch auf die vorausschauende Planung und politische Unterstützung. In Schleswig-Holstein wurden bereits frühzeitig Vorrangflächen für Windkraft ausgewiesen, um den Ausbau der Windenergie gezielt zu fördern. Diese Flächen bieten Planungssicherheit für Investoren und tragen dazu bei, dass die Schleswig-Holstein Windenergie kontinuierlich wächst.
Ein weiteres Erfolgskriterium für die Schleswig Holstein Windenergie ist die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Bürgern und Unternehmen. Viele Bürgerenergieprojekte in Schleswig-Holstein ermöglichen es der lokalen Bevölkerung, direkt am Erfolg der Windkraft teilzuhaben. Dadurch wird die Akzeptanz für neue Windkraftprojekte gesteigert, und die Schleswig-Holstein Windenergie wird weiter ausgebaut, um sowohl regionale als auch nationale Energieziele zu erreichen.
Offshore-Windkraft: Potenzial auf See
Neben der Onshore-Windkraft gewinnt auch die Offshore-Windenergie zunehmend an Bedeutung. Besonders in der Nord- und Ostsee wird die Windkraft kontinuierlich ausgebaut. Offshore-Anlagen profitieren von nahezu konstanten Windverhältnissen und können so eine hohe Energieausbeute erzielen.
Windenergie Baden Württemberg: Bemühungen um Potenziale
Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein kämpft Baden-Württemberg mit anderen Bedingungen. Die Baden Württemberg Windenergie hat aufgrund der südlichen Lage und der bergigen Topografie größere Herausforderungen zu bewältigen. Hier weht der Wind weniger stark, und es gibt weniger geeignete Flächen für den Bau von Windkraftanlagen. Dennoch hat sich das Land ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2030 sollen 1.400 Windkraftanlagen in Betrieb gehen, was die Baden Württemberg Windenergie deutlich stärken soll.
Trotz der geografischen Nachteile plant Baden Württemberg Windenergie eine Verdopplung der Anlagenzahl bis 2030. Um diese Ziele zu erreichen, setzt das Land auf die Ausweisung von Vorranggebieten und die Optimierung bestehender Anlagen. Die Baden Württemberg Windenergie wird zukünftig verstärkt durch eine Kombination aus Wind- und Solarenergie getragen.
Onshore-Windkraft: Windenergie an Land
Die deutsche Windenergie zeigt besonders im Bereich der Onshore-Windkraft einen beachtlichen Zuwachs. Vor allem in windreichen Regionen wie Schleswig-Holstein ist die Windkraft ein bedeutender Energielieferant. Durch technologische Innovationen und den Ausbau von Vorranggebieten konnte die Windkraft in Deutschland weiter gesteigert werden.

Windenergie Deutschland aktuelle Leistung: Flächenziele und Vorranggebiete
Die Flächenverfügbarkeit ist eine der größten Herausforderungen für die Windenergie aktuell in Deutschland. Um den Ausbau zu beschleunigen, hat die Bundesregierung festgelegt, dass bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft genutzt werden sollen. Dies soll dazu beitragen, die Windenergie weiter zu steigern.
Netzintegration: Einspeisung und Herausforderungen
Die Einspeisung von Windstrom ins Stromnetz ist eine der zentralen Herausforderungen für die Windenergie Deutschland aktuell. Besonders in windstarken Regionen wie Schleswig-Holstein wird oft mehr Strom produziert, als lokal benötigt wird. Dies führt zu einer Überlastung des Netzes und erfordert einen Ausbau der Netzinfrastruktur, um den überschüssigen Strom in andere Regionen zu transportieren.
Der Ausbau von Stromtrassen, wie SuedLink und SuedOstLink, ist entscheidend, um den Windstrom effizient von den windreichen Gebieten im Norden in den verbrauchsstarken Süden zu leiten. Zusätzlich müssen innovative Lösungen wie Smart Grids und Energiespeicher eingesetzt werden, um die Schwankungen in der Stromproduktion auszugleichen und die Netzstabilität zu sichern. Ohne diese Maßnahmen wäre es schwierig, die Windkraft optimal zu nutzen und die Energiewende voranzutreiben.
Klimaschutz durch Windenergie
Die Windenergie in trägt wesentlich zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei. Im Jahr 2023 konnten durch den Einsatz erneuerbarer Energien, insbesondere der Windkraft, rund 250 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden. Windkraft ersetzt fossile Brennstoffe und spielt damit eine Schlüsselrolle im deutschen Klimaschutz.
Durch den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland können wir unsere Klimaziele erreichen und die Energiewende erfolgreich umsetzen. Windkraft ist dabei eine der effizientesten Technologien, um saubere Energie zu erzeugen und den CO₂-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren.
