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Einspeisevergütung Solaranlage 2026
Ab 2026 gelten erneut angepasste Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom, die im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) regelmäßig angepasst werden. Neben den finanziellen Aspekten spielt auch die Steuerbefreiung für kleinere Solaranlagen eine wichtige Rolle, um die Attraktivität von Photovoltaik weiter zu erhöhen. In dieser Übersicht erfahren Sie, welche Änderungen anstehen, wie lange die Vergütung gültig bleibt und was es für Betreiber:innen von PV-Anlagen zu beachten gibt.

Stehen neue 2026 Veränderungen an?
Die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen wird alle sechs Monate um ein Prozent gegenüber dem vorherigen Wert reduziert. Die Anpassungen erfolgen immer am 1. Februar und am 1. August jedes Jahres. Hier finden Sie eine Übersicht der Einspeisevergütungen ab Februar und August 2026:
| Leistung ab Februar 2026 | Überschusseinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10KwP | 7,78 Cent/kWh | 12,35 Cent/kWh |
| 10 kWp bis 40 kWp | 6,74 Cent/kWh | 10,35 Cent/kWh |
| 40 kWp bis 100 kWp | 5,56 Cent/kWh | 10,35 Cent/kWh |
| Leistung ab August 2026 | Überschusseinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10KwP | 7,71 Cent/kWh | 12,23 Cent/kWh |
| 10 kWp bis 40 kWp | 6,67 Cent/kWh | 10,25 Cent/kWh |
| 40 kWp bis 100 kWp | 5,50 Cent/kWh | 10,25 Cent/kWh |
Wichtig zu beachten ist, dass die Vergütung für Besitzer:innen eines Einfamilienhauses steuerfrei bleibt, wenn die Anlage eine maximale Leistung von 30 kWp nicht überschreitet. Bei Mehrfamilienhäusern liegt die Grenze bei 15 kWp pro Wohneinheit, um ebenfalls von der Steuerbefreiung zu profitieren.
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Lohnt sich eine PV-Anlage 2026 noch?
Auch 2026 bleibt die Investition in eine Photovoltaikanlage eine lohnenswerte Entscheidung – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Zwar sinkt die Einspeisevergütung weiterhin halbjährlich um ein Prozent, doch die attraktiven Rahmenbedingungen bieten wie bereits erwähnt langfristige Planungssicherheit. Zudem gibt es steuerliche Vorteile, die den Betrieb von Photovoltaikanlagen noch attraktiver machen.
Hinzu kommt: Die kontinuierlich sinkenden Kosten für Solarmodule und die steigende Energieunabhängigkeit durch Eigenverbrauch machen die Anschaffung einer PV-Anlage 2026 besonders lohnenswert.
Bitte beachten: Die feste Einspeisevergütung kleiner PV-Anlagen soll ab dem 01.01.2027 abgeschafft. Das Modell soll durch einen an den Markt angepassten Ansatz ersetzt werden. Wollen Sie also Anspruch auf die 20-jährige garantierte Vergütung haben, sollten Sie die Installation und Inbetriebnahme noch in 2026 durchführen.
Vergütung ist auch mit Balkonkraftwerk möglich
Die Höhe der Einspeisevergütung der Solarenergie variiert je nach Installationszeitpunkt und Anlagengröße. Für Kleinanlagen bis 100 kWp gibt es eine feste Vergütung. Größere Anlagen können ihren Strom direkt an der Strombörse verkaufen und erhalten die Marktprämie, die der Einspeisevergütung entspricht, wenn sie sich am durchschnittlichen Marktpreis orientieren.
Balkonkraftwerke, die weniger Strom erzeugen als große Anlagen, benötigen einen eigenen Zähler, um Strom einzuspeisen und vergütet zu bekommen. Der bürokratische Aufwand und die Kosten für einen solchen Zähler übersteigen oft den finanziellen Nutzen der Einspeisevergütung. Dennoch lohnt sich der Balkonkraftwerk Vergleich, um das beste Produkt zu finden. Es empfiehlt sich daher, möglichst viel des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen und eventuell einen Speicher hinzuzufügen.

So wirkt sich das Erneuerbare Energien Gesetz positiv auf Solaranlagen aus
Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Solaranlagen für private Einfamilienhäuser bis 30 kWp, eine Regelung, die im EEG 2023 festgelegt wurde. Diese Steuerbefreiung gilt rückwirkend bis zum 1. Januar 2022.
Nach Ablauf der 20-jährigen Förderdauer erhält man keine Einspeisevergütung mehr. Für alte Anlagen, die keine Förderung mehr erhalten, müssen Eigentümer:innen über alternative Nutzungsmöglichkeiten nachdenken. Neue Anlagen sollten mit einem Speicher ausgestattet werden. Der Verkauf des Stroms am Markt ist nur bedingt lohnenswert.