Regionale Energieberater in Ihrer Nähe finden und Förderung sichern

Eine Energieberatung ist nicht nur sinnvoll, sondern häufig auch notwendig für bestimmte Sanierungsmaßnahmen. Finden Sie schnell und einfach regionale Energieberater:innen aus Ihrer Nähe, um sich Förderungen zu sichern und die Energieeffizienz im Haus zu steigern.

Mann mit Modellhaus in Hand und Symbol für Energieeffizientes Wohnen

So einfach funktioniert's

Eine Tafel auf einem Holzständer zeigt Solar- und Energiediagramme, darunter einen Balkonkraftwerk-Rechner. In der Nähe befinden sich ein kleines Solarpanel, eine Platine und Verbindungskabel, die auf die Überwachungstechnologie für erneuerbare Energien hinweisen.

Daten zu Ihrem Haus eintragen (Größe, Baujahr etc.).

Ein dicker, schwarzer, gebogener Pfeil, der nach unten und rechts auf weißem Hintergrund zeigt, ideal zur Illustration von Richtungen oder zur Hervorhebung des Balkonkraftwerk Rechners.
Die Abbildung eines Computerbildschirms zeigt einen Postbeamten, der einen Brief in der Hand hält, ein Textfeld mit 01187 und einen Cursor, der auf BESTÄTIGEN klickt. Auf dem Schreibtisch darunter befinden sich ein Klebebandabroller, ein Stift und Dokumente mit der Aufschrift energieberater.

Postleitzahl eintragen für die Regionale Suche (ohne Adresse).

Ein dicker, schwarzer, gebogener Pfeil, der nach unten und rechts auf weißem Hintergrund zeigt, ideal zur Illustration von Richtungen oder zur Hervorhebung des Balkonkraftwerk Rechners.
Illustration einer Lupe, die das Gesicht eines Mannes fokussiert, dargestellt mit einfachen Linien und gedämpften Farben, auf weißem Hintergrund - ideal für Themen im Zusammenhang mit Energieberatern und Expertenanalysen.

Ergebnisse per Mail zusenden lassen und Berater auswählen.

Lohnt sich eine Energieberatung?

Sie wollen Ihr Haus sanieren oder modernisieren? Da kommen schnell Fragen auf. Welche Maßnahmen sind für mein Haus sinnvoll? Welche Förderungen gibt es und wie kann ich sie beantragen? Was darf ich selber machen und was muss eine Fachfirma übernehmen?

Qualifizierte Energieberater:innen helfen genau dabei, diese Fragen zu beantworten und einen klaren Fahrplan zu entwickeln. Gerade für Hausbesitzer:innen, die erstmals eine energetische Sanierung planen, ist professionelle Unterstützung ein entscheidender Vorteil und oft auch Voraussetzung, um sich Förderungen zu sichern.

Konkrete Vorteile auf einen Blick:

  • Fördermittel sichern: Viele Förderprogramme des Bundes, etwa der KfW und der BAFA, setzen eine Energieberatung oder die Einbindung qualifizierter Expertinnen und Experten voraus
  • Einsparpotenziale erkennen: Eine Bestandsaufnahme deckt auf, wo im Gebäude Energie und damit Geld verloren geht
  • Investitionssicherheit: Wer weiß, welche Einzelmaßnahmen den größten Nutzen bringen, vermeidet teure Fehlentscheidungen
  • Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): Der iSFP ist ein persönlicher Stufenplan für die energetische Sanierung, der Maßnahmen in sinnvoller Reihenfolge aufzeigt und zusätzliche Fördervorteile bringen kann
  • Planungssicherheit: Von der ersten Beratung bis zur Umsetzung der Baumaßnahmen begleitet Sie Ihr:e Energieberater:in durch den gesamten Prozess

🌱 Green-Fact: Laut Umweltbundesamt verursachen Gebäude in Deutschland rund 35 % des gesamten Endenergieverbrauchs. Eine umfassende Energieberatung ist damit nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz.

Energieberater in der Nähe finden: Darauf ist zu achten

Nicht jede Person, die sich als Energieberater:in bezeichnet, bringt auch die notwendige Qualifikation mit. Beim Suchen nach dem richtigen Experten oder der richtigen Expertin sollten Sie auf klare Qualitätskriterien achten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Qualifikation und Zertifizierung prüfen

Empfehlenswert ist die Nutzung der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena). Dort sind ausschließlich Energieberater:innen gelistet, die bestimmte Qualifikationsanforderungen erfüllen und regelmäßig Weiterbildungen nachweisen. Nur Berater:innen aus der dena-Expertenliste sind für viele geförderte Programme, wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), zugelassen.

Solche können Sie mit unserem Tool finden und somit auch qualifizierte Energieberaterinnen und Energieberater zurückgreifen.

Regionalen Bezug bevorzugen

Regionale Energieberater:innen haben einen Vorteil gegenüber überregionalen Beratern, da sie sich mit den lokalen Begebenheiten auskennen. Dazu zählen beispielsweise regionale Förderprogramme der Bundesländer oder Kommunen, die über das bundesweite Angebot hinausgehen. Zusätzlich ist die Erreichbarkeit für Vor-Ort-Beratungen und Baubegleitung deutlich einfacher, wenn der Weg kurz ist.

Warnsignale erkennen

Seien Sie vorsichtig, wenn Berater:innen bestimmte Produkte oder Gewerke bevorzugt empfehlen, ohne eine ganzheitliche Bestandsaufnahme durchzuführen. Seriöse Energieberater:innen arbeiten herstellerneutral und empfehlen Maßnahmen ausschließlich auf Basis des tatsächlichen Gebäudezustands. Auch fehlende Nachweise zur Qualifikation oder undurchsichtige Kostenstrukturen sollten Sie als Warnsignal werten.

📌 Good-To-Know: Über unsere Energieberatersuche können Sie schnell und unkompliziert zertifizierte Energieberater:innen aus Ihrer Region finden. Dafür reicht die Angabe Ihrer Postleitzahl. Ihre Adresse wird nicht abgefragt.

Wie läuft eine Energieberatung ab?

Eine professionelle Energieberatung für Wohngebäude folgt in der Regel einem klaren Ablauf, der so auch vom Bund vorgesehen ist, um entsprechend effizient und strategisch vorzugehen.

Schritt 1: Erstgespräch und Zieldefinition

Zu Beginn steht ein Erstgespräch, in dem Ihre Ziele, die aktuelle Situation und der Umfang der Beratung besprochen werden. Dabei schildern Sie den Zustand Ihres Gebäudes, vorhandene Heizsysteme und bisherige Sanierungsmaßnahmen. Ihr Ansprechpartner nimmt die Infos auf und berät Sie zu ersten möglichen Maßnahmen.

Schritt 2: Vor-Ort-Begehung

Im nächsten Schritt kommt die Energieberaterin oder der Energieberater zum Objekt. Bei der Vor-Ort-Beratung werden Dämmung, Fenster, Heizungsanlage und weitere relevante Komponenten des Gebäudes systematisch erfasst und der Ist-Zustand dokumentiert. 

Schritt 3: Analyse und Berichterstellung

Auf Basis der gesammelten Daten erstellen Energieberater:innen einen detaillierten Bericht. Darin enthalten sind konkrete Sanierungsempfehlungen, Einsparpotenziale sowie passende Förderprogramme. Auf Wunsch oder als Voraussetzung für bestimmte Förderungen wird ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt.

Schritt 4: Beratungsgespräch und Maßnahmenplanung

Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Dabei erklären Energieberater:innen, welche Einzelmaßnahmen sich kurzfristig und welche sich langfristig lohnen und mit welchen Kosten und Zeiten Sie rechnen müssen. Außerdem unterstützen sie beim Stellen von Förderanträgen, zum Beispiel bei KfW und BAFA.

Schritt 5: Baubegleitung (optional)

Für bestimmte geförderte Maßnahmen ist eine energetische Fachplanung und Baubegleitung durch Expertinnen und Experten vorgeschrieben. Dabei prüfen Energieberater:innen, ob die ausgeführten Arbeiten den geplanten Anforderungen entsprechen und stellen notwendige Nachweise für die Förderanträge aus.

✓ Dran gedacht? Bereiten Sie für das Erstgespräch relevante Unterlagen vor, zum Beispiel Baupläne, letzte Heizkostenabrechnungen und Informationen zu bereits durchgeführten Sanierungsmaßnahmen. Das spart Zeit und verbessert die Qualität der Beratung.

Was kostet die Energieberatung?

Die Kosten für eine Energieberatung hängen vom Umfang der Beratung und der Gebäudegröße ab. Für ein Einfamilienhaus sind laut Verbraucherzentrale Bundesverband für eine umfassende Vor-Ort-Beratung inklusive schriftlichem Bericht Kosten zwischen 500-1.500 € üblich.

Berater:innen, die über die dena-Expertenliste vermittelt werden, sind häufig etwas teurer, bringen jedoch die notwendige Qualifikation für geförderte Programme mit.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine geförderte Energieberatung zu beantragen, die den Eigenanteil deutlich reduziert. Im Vergleich zu den erzielbaren Förderungen durch KfW und BAFA sowie den langfristigen Einsparungen bei den Energiekosten ist der Eigenanteil für die Beratung in den meisten Fällen gut investiertes Geld.

Gibt es Förderungen für die Energieberatung?

Ja, für die Energieberatung selbst gibt es eine staatliche Förderung. Die Bundesförderung der Energieberatung für Wohngebäude, abgewickelt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), übernimmt einen Teil der Beratungskosten. Gefördert werden

  • Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Zuschuss von maximal 650 €
  • Für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten sind es bis zu 850 €

Voraussetzung ist, dass die Beraterin oder der Berater in der dena-Energieeffizienz-Expertenliste gelistet ist. Der Antrag auf Förderung wird nach Abschluss der Beratung gestellt und enthält neben dem Beratungsbericht entsprechende Nachweise. Zusätzlich zur BAFA-Förderung bieten viele Kommunen und Bundesländer ergänzende Förderprogramme an, über die regionale Berater:innen gut informiert sind.

📌 Good-To-Know: Der iSFP, also der individuelle Sanierungsfahrplan, wird ebenfalls mit bis zu 650 € gefördert. Wer auf Basis eines iSFP saniert, erhält bei vielen BEG-Förderungen einen zusätzlichen Bonus von 5 % auf die jeweilige Förderquote.

Fazit

Eine qualifizierte Energieberatung ist für Hausbesitzer:innen der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem energieeffizienten Gebäude. Regionale Energieberater:innen kennen sowohl die lokalen Gegebenheiten als auch die relevanten Förderprogramme des Bundes und der Länder. Wer frühzeitig in eine professionelle Beratung investiert, profitiert langfristig von niedrigeren Energiekosten, einem höheren Gebäudewert und maximal ausgenutzten Fördermitteln.

Häufig gestellte Fragen

Wer darf sich offiziell Energieberater:in nennen?

In Deutschland ist die Bezeichnung „Energieberater:in" nicht gesetzlich geschützt. Für geförderte Beratungen und Förderprogramme werden jedoch ausschließlich Expertinnen und Experten anerkannt, die in der dena-Energieeffizienz-Expertenliste gelistet sind. Dort sind Qualifikation und Weiterbildung klar geregelt.

Wie finde ich Energieberater:innen in meiner Nähe?

Am einfachsten ist die Suche über unser Tool, das auf Basis Ihrer Postleitzahl zertifizierte Energieberater:innen aus Ihrer Region anzeigt. Alternativ bietet die offizielle Energieeffizienz-Expertenliste der dena eine kostenlose Datenbank mit qualifizierten Berater:innen, filterbar nach Postleitzahl und Tätigkeitsschwerpunkt.

Kann ich eine Energieberatung auch für einen Neubau nutzen?

Ja, auch beim Neubau ist eine Energieberatung sinnvoll. Energieberater:innen unterstützen bei der Planung energieeffizienter Gebäude, helfen bei der Integration erneuerbarer Energien und begleiten die Umsetzung im Rahmen der Baubegleitung. Bestimmte KfW-Förderungen für den Neubau setzen ebenfalls eine Energiefachplanung voraus.

Was ist der Unterschied zwischen KfW und BAFA?

Beide sind staatliche Institutionen, die Förderprogramme für nachhaltiges Bauen und Sanieren abwickeln. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse, während das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) direkte Investitionszuschüsse auszahlt. Energieberater:innen helfen dabei, das jeweils passende Förderprogramm zu identifizieren und den Antrag korrekt zu stellen.

Muss ich für jede Sanierungsmaßnahme eine eigene Beratung beauftragen?

Nicht zwingend. Wer einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lässt, erhält eine umfassende Übersicht aller sinnvollen Maßnahmen für das gesamte Gebäude. Für einzelne Maßnahmen wie den Einbau einer Wärmepumpe oder die Dämmung der Fassade kann die Energieberaterin oder der Energieberater gezielt hinzugezogen werden, ohne dass eine vollständige Neuberatung notwendig ist.

Gilt die BAFA-Förderung auch für Mehrfamilienhäuser?

Ja, die Bundesförderung der Energieberatung für Wohngebäude gilt grundsätzlich für alle Wohngebäude, also auch für Mehrfamilienhäuser. Die maximale Förderhöhe variiert je nach Gebäudetyp. Für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt der Zuschuss bei maximal 650 Euro, für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten bei bis zu 850 Euro.

Häufig gestellte Fragen​

Ein:e zugelassene:r Energieberater:in sollte in der Energieeffizienz-Expertenliste der Dena oder beim BAFA registriert sein. Diese Expert:innen erfüllen die Vorgaben der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und sind qualifiziert, eine Energieberatung für Wohngebäude durchzuführen. Bitte beachten Sie, dass nur zertifizierte Energieberater:innen für eine Förderung der Energieberatung infrage kommen. Nutzen Sie unseren Finder, um diesen Schritt zu überspringen und direkt zertifizierte Berater:innen zu finden.

Die Kosten für eine Energieberatung hängen von der Art und dem Umfang der Leistung ab. Dank Förderungen können Sie sich bis zu 50% der Kosten erstatten lassen.

Die Dauer einer Energieberatung hängt von der Gebäudekomplexität und dem gewünschten Leistungsumfang ab. Eine Vor-Ort-Beratung mit anschließender Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen, da auch die Antragstellung für Fördermittel Zeit benötigt.

Ein:e Energieberater:in hilft Ihnen bei der Durchführung einer Energieberatung, der Beantragung von Fördermitteln und der Planung energetischer Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle. Dazu gehören die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), die Beratung zu erneuerbaren Energien sowie spezielle Prüfungen wie die Blower-Door-Messung zur Luftdichtheit oder die Thermografie zur Wärmebildanalyse.